{"title":"[稳定剂对保存血溶血的控制]。","authors":"H MEYER-WEGENER","doi":"10.1055/s-0028-1101228","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Untersuchungsergebnisse berichtet, die darauf hinwiesen, daß sich die Widerstandsfähigkeit der roten Blutzellen gegenüber der Traumatisierung in der Herz-Lungen-Maschine wesentlich verbessern läßt durch Vorbehandlung der Blutspender mit hohen Dosen Vitamin E. Unsere damaligen Untersuchungen haben uns veranlaßt zu prüfen, ob sich auch die Gebrauchsfähigkeit der Blutkonserven durch geeignete Stabilisatorzusätze verlängern läßt. Herr T e n d e r hat uns in seinem Vortrag eben darauf hingewiesen, daß es nicht immer möglich sein wird, frisches Blut in die Herz-Lungen-Maschine zu geben. Auch aus diesem Grunde schien uns wichtig zu untersuchen, ob sich die Haemolyse in vitro durch Zusatz von α-Tocopherol zum ACD-Stabilisator herabsetzen läßt . Einen wesentlichen technischen Punkt unserer Beobachtungen möchte ich an den Anfang stellen. Blut sollte zur Konservierung nur nach dem Schwerkraftsystem abgenommen werden und nicht nach dem heute allgemein üblichen Vakuumsystem. Gegenüber der geringen Ausgangshaemolyse nach der Blutentnahme durch Schwerkraft, die im Mittel bei unseren Untersuchungen 2—3 m g % betrug, beobachteten wir nach Blutentnahmen in evakuierte Flaschen häufig Haemolysewerte von über 100 mg%. So hohe Haemolysewerte wurden bei dem von uns angewandten Konservierungsverfahren selbst nach Lagerung des Blutes über 4 Wochen nicht erreicht. In Anlehnung an unsere Beobachtungen der Vitamin-E-Wirkung bei Blutspendern haben wir nun den Effekt des α-Tocopherolacetates in vitro geprüft. Außerdem wurden Vergleichsuntersuchungen angestellt mit dem von D o n a t i als Stabilisatorzusatz vorgeschlagenen Inosin und dem von G r e u e r empfohlenen Chlorophyllin. Wir haben Vergleichsreihen ausgeführt zwischen dem in der Regel bei der Blutkonservierung benutzten ACD-Stabilisator und Stabilisatorgemischen mit Inosin, Chlorophyllin und α-Tocopherolacetat. Dabei ließ sich zeigen, daß es durch den Zusatz von 200 mg α-Tocopherolacetat zum Stabilisator zu einer ganz erheblichen Herabsetzung der Haemolyse kommt,","PeriodicalId":86275,"journal":{"name":"Thoraxchirurgie","volume":"9 ","pages":"367-8"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"1961-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://sci-hub-pdf.com/10.1055/s-0028-1101228","citationCount":"1","resultStr":"{\"title\":\"[On control of hemolysis in preserved blood by stabilizer supplements].\",\"authors\":\"H MEYER-WEGENER\",\"doi\":\"10.1055/s-0028-1101228\",\"DOIUrl\":null,\"url\":null,\"abstract\":\"Vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Untersuchungsergebnisse berichtet, die darauf hinwiesen, daß sich die Widerstandsfähigkeit der roten Blutzellen gegenüber der Traumatisierung in der Herz-Lungen-Maschine wesentlich verbessern läßt durch Vorbehandlung der Blutspender mit hohen Dosen Vitamin E. Unsere damaligen Untersuchungen haben uns veranlaßt zu prüfen, ob sich auch die Gebrauchsfähigkeit der Blutkonserven durch geeignete Stabilisatorzusätze verlängern läßt. Herr T e n d e r hat uns in seinem Vortrag eben darauf hingewiesen, daß es nicht immer möglich sein wird, frisches Blut in die Herz-Lungen-Maschine zu geben. Auch aus diesem Grunde schien uns wichtig zu untersuchen, ob sich die Haemolyse in vitro durch Zusatz von α-Tocopherol zum ACD-Stabilisator herabsetzen läßt . Einen wesentlichen technischen Punkt unserer Beobachtungen möchte ich an den Anfang stellen. Blut sollte zur Konservierung nur nach dem Schwerkraftsystem abgenommen werden und nicht nach dem heute allgemein üblichen Vakuumsystem. Gegenüber der geringen Ausgangshaemolyse nach der Blutentnahme durch Schwerkraft, die im Mittel bei unseren Untersuchungen 2—3 m g % betrug, beobachteten wir nach Blutentnahmen in evakuierte Flaschen häufig Haemolysewerte von über 100 mg%. So hohe Haemolysewerte wurden bei dem von uns angewandten Konservierungsverfahren selbst nach Lagerung des Blutes über 4 Wochen nicht erreicht. In Anlehnung an unsere Beobachtungen der Vitamin-E-Wirkung bei Blutspendern haben wir nun den Effekt des α-Tocopherolacetates in vitro geprüft. Außerdem wurden Vergleichsuntersuchungen angestellt mit dem von D o n a t i als Stabilisatorzusatz vorgeschlagenen Inosin und dem von G r e u e r empfohlenen Chlorophyllin. Wir haben Vergleichsreihen ausgeführt zwischen dem in der Regel bei der Blutkonservierung benutzten ACD-Stabilisator und Stabilisatorgemischen mit Inosin, Chlorophyllin und α-Tocopherolacetat. 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[On control of hemolysis in preserved blood by stabilizer supplements].
Vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Untersuchungsergebnisse berichtet, die darauf hinwiesen, daß sich die Widerstandsfähigkeit der roten Blutzellen gegenüber der Traumatisierung in der Herz-Lungen-Maschine wesentlich verbessern läßt durch Vorbehandlung der Blutspender mit hohen Dosen Vitamin E. Unsere damaligen Untersuchungen haben uns veranlaßt zu prüfen, ob sich auch die Gebrauchsfähigkeit der Blutkonserven durch geeignete Stabilisatorzusätze verlängern läßt. Herr T e n d e r hat uns in seinem Vortrag eben darauf hingewiesen, daß es nicht immer möglich sein wird, frisches Blut in die Herz-Lungen-Maschine zu geben. Auch aus diesem Grunde schien uns wichtig zu untersuchen, ob sich die Haemolyse in vitro durch Zusatz von α-Tocopherol zum ACD-Stabilisator herabsetzen läßt . Einen wesentlichen technischen Punkt unserer Beobachtungen möchte ich an den Anfang stellen. Blut sollte zur Konservierung nur nach dem Schwerkraftsystem abgenommen werden und nicht nach dem heute allgemein üblichen Vakuumsystem. Gegenüber der geringen Ausgangshaemolyse nach der Blutentnahme durch Schwerkraft, die im Mittel bei unseren Untersuchungen 2—3 m g % betrug, beobachteten wir nach Blutentnahmen in evakuierte Flaschen häufig Haemolysewerte von über 100 mg%. So hohe Haemolysewerte wurden bei dem von uns angewandten Konservierungsverfahren selbst nach Lagerung des Blutes über 4 Wochen nicht erreicht. In Anlehnung an unsere Beobachtungen der Vitamin-E-Wirkung bei Blutspendern haben wir nun den Effekt des α-Tocopherolacetates in vitro geprüft. Außerdem wurden Vergleichsuntersuchungen angestellt mit dem von D o n a t i als Stabilisatorzusatz vorgeschlagenen Inosin und dem von G r e u e r empfohlenen Chlorophyllin. Wir haben Vergleichsreihen ausgeführt zwischen dem in der Regel bei der Blutkonservierung benutzten ACD-Stabilisator und Stabilisatorgemischen mit Inosin, Chlorophyllin und α-Tocopherolacetat. Dabei ließ sich zeigen, daß es durch den Zusatz von 200 mg α-Tocopherolacetat zum Stabilisator zu einer ganz erheblichen Herabsetzung der Haemolyse kommt,