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Wozu Postkolonialismus, Diskurstheorie und Religionsästhetik?
Zusammenfassung In der Debatte um die Integrität der Religionswissenschaft verteidigen einige Autoren angesichts der Dominanz metatheoretischer Reflexionen und diskursanalytischer Genealogien des Religionsbegriffs die außereuropäische Religionsgeschichte als Kerngeschäft der Disziplin. Statt die Bedeutung der Religionsgeschichte für die Theoriebildung hervorzuheben, stellt der Artikel die umgekehrte Frage: Welchen Nutzen haben neuere theoretische Ansätze wie Postkolonialismus, Diskurstheorie und Religionsästhetik für die konkrete religionshistorische Arbeit? Der aus diesen Ansätzen resultierende Perspektivwechsel wird am Beispiel aztekischer Göttervorstellungen diskutiert, konkret an León-Portillas dominanter Rekonstruktion eines aztekischen philosophischen Monotheismus. Seine Interpretation wird postkolonial und diskursiv dekonstruiert und eine religionsästhetisch inspirierte Neuinterpretation eines Teilaspekts, dem Göttertitel Yohualli Ehecatl, vorgeschlagen.