{"title":"Lungenkarzinom – Histopathologische Einteilung, Stadien, invasive Diagnostik und interventionelle bronchoskopische Therapie","authors":"L. Hillejan, V. Lange","doi":"10.1055/s-0042-103406","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Die histopathologische Einteilung des Lungenkarzinoms hat in den letzten Jahren eine zunehmend hohe Differenzierung erfahren und wird heute nach der WHO-Klassifikation von 2009 vorgenommen. Ziel der prätherapeutischen Diagnostik ist neben der Tumorsicherung die Einordnung der jeweiligen Tumorausdehnung in eine der 4 Tumorstadien der UICC in der aktuellen 7. Version von 2007. Neben der bildgebenden Diagnostik hat sich vor allem die Bronchoskopie weiter entwickelt. Dies betrifft zum einen die Möglichkeiten, mit verschiedenen Navigationstechniken, wie z. B. dem endobronchialen Utraschall mit der sog. Minisonde kleine, weit peripher liegende Tumore zu biopsieren. Zum anderen hat sich die diagnostische Sicherheit transbronchialer Feinnadelpunktionen von Lymphknoten mit der Nutzung von Ultraschallbronchoskopen deutlich erhöht, sodass zum Nachweis und Ausmaß einer bestehenden Lymphknotenmetastasierung heute nur noch ausnahmsweise die Mediastinoskopie herangezogen werden muss. Im nachfolgenden Artikel werden die verschiedenen Tumorstadien mit ihren Unterstadien vorgestellt, der Ablauf und die verschiedenen Verfahren des Stagings beschrieben sowie stadienadaptiert Prognoseparameter definiert. Abschließend wird auf die Möglichkeiten der interventionellen bronchoskopischen Behandlung in palliativen Situationen bei Tumorstenose, Blutung oder Fistel hingewiesen.","PeriodicalId":101734,"journal":{"name":"Klinikarzt – Medizin im Krankenhaus","volume":"67 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"2016-03-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Klinikarzt – Medizin im Krankenhaus","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.1055/s-0042-103406","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Die histopathologische Einteilung des Lungenkarzinoms hat in den letzten Jahren eine zunehmend hohe Differenzierung erfahren und wird heute nach der WHO-Klassifikation von 2009 vorgenommen. Ziel der prätherapeutischen Diagnostik ist neben der Tumorsicherung die Einordnung der jeweiligen Tumorausdehnung in eine der 4 Tumorstadien der UICC in der aktuellen 7. Version von 2007. Neben der bildgebenden Diagnostik hat sich vor allem die Bronchoskopie weiter entwickelt. Dies betrifft zum einen die Möglichkeiten, mit verschiedenen Navigationstechniken, wie z. B. dem endobronchialen Utraschall mit der sog. Minisonde kleine, weit peripher liegende Tumore zu biopsieren. Zum anderen hat sich die diagnostische Sicherheit transbronchialer Feinnadelpunktionen von Lymphknoten mit der Nutzung von Ultraschallbronchoskopen deutlich erhöht, sodass zum Nachweis und Ausmaß einer bestehenden Lymphknotenmetastasierung heute nur noch ausnahmsweise die Mediastinoskopie herangezogen werden muss. Im nachfolgenden Artikel werden die verschiedenen Tumorstadien mit ihren Unterstadien vorgestellt, der Ablauf und die verschiedenen Verfahren des Stagings beschrieben sowie stadienadaptiert Prognoseparameter definiert. Abschließend wird auf die Möglichkeiten der interventionellen bronchoskopischen Behandlung in palliativen Situationen bei Tumorstenose, Blutung oder Fistel hingewiesen.