Jai-Wun Park, Steffen Schnupp, C. Kleinecke, J. Brachmann
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Abstract
Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste Herzrhythmusstörung und ist mit einem erhöhten thrombembolischen Schlaganfallrisiko kardialen Ursprungs assoziiert. Der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohrs (LAA) mittels LAA-Okkluder ist nicht nur sicher und mit hoher Erfolgsrate durchführbar, sondern ist gleichzeitig eine gute Alternative zur oralen Antikoagulation (OAK), insbesondere für Vorhofflimmer-Patienten, bei denen Kontraindikationen für die OAK vorliegen, die ein hohes Risiko für einen Schlaganfall und/oder Blutung haben sowie für Patienten, die unter OAK einen Schlaganfall und/oder eine schwerwiegende Blutungskomplikation erleiden. Diese Übersichtsarbeit schlussfolgert, dass der interventionelle LAA-Verschluss eine gute Alternative zur OAK ist, insbesondere beugt er bei Patienten einen Schlaganfall vor, die Probleme mit der OAK haben. In den nächsten Jahren werden eine Reihe von neuen LAA-Okkludern auf den Markt drängen. Die Frage, ob technische Unterschiede und Unterschiede im technischen Implantationsergebnis wie etwa Okkluder-Undichtigkeit klinische Ereignisse beeinflussen, wird man erst beantworten können, wenn mehr Langzeiterfahrung an größeren Patienten-Kollektiven vorliegt. Ebenso steht der direkte Vergleich zwischen LAA-Okkluder und den neuen OAK aus.