{"title":"UEBER RINDERPIROPLASMOSE IN HOKKAIDO (JAPAN)","authors":"K. Ogura","doi":"10.1292/JVMS1922.8.1","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"1. Als Erreger der Rinderpiroplasmose in diesem Gebiete sind 2 Arten des Pirplasmas, namlich eine grosse, Bigeminum ahnliche und eine kline, Mutans ahnliche, zu erkennen.2. Die Mischinfektion dieser beiden Arten kann etwa die eine Halfte der infizierten Rinder mit charakteristischen Symptomen mindestens ohne besondere Bedingung befallen, wahrend die Reininfektion der kleinen erst mit besonderer Bedingung (Abweidung, Gebaren, Transportion usw.) befallen kann. Die durch diese Mischund Reininfektion verursachten Krankheiten machen fast keinen Unterschied.3. Unten dem Mikroskope zeigt sich die kleine Art immer im periphren Blute der infizierten Rinder, die grosse dagegen nur selten. Fur die Bestimmung der Grosspiroplasmeninfektion ist somit der Uebertragungsversuch die sicherste Methode.4. Die Krankheit oder die Mischinfektion der beiden zu bestehen gibt den Rindern eine gewisse Immunitat, die Reininfektion der kleinen selbst gibt aber keine.5. Dir kunstliche Michinfektion mit besonderer Berucksichtigung ist als Schutzimpfung gegen diese Krankheit in diesem verseuchten Gebiete zu brauchen.6. Die charkteristischen Symptome dieser Krankheit sind folgende: Mattigkeit, Anamie, Gelbscucht, Hamoglobinurie und Abnormalerythrozyten in Peripherblute. Von allem spielt die letzte die Hauptrolle, diese Krankheit zu diagnosieren.7. Die wichtigste Sektionsbefunde sind: Milz: Vergrosserung infolge Ueberfullung mit Blut, ausstrichbare Pulpa (haufig weich zerfliessend in subakuten Fallen). Leber: Stark Gallenstauung, parenchymatose Degeneration. Niere: Parenchymatose Degeneration und Hamosiderose (besonders in den gewundenen Harnkanalchen. Lunge: Oedem (mitunter). Ausserdem in fast allen Organen Oedem, Gelbsucht und Hamosiderose.8. Trypanblau (Cassella, Hochst) gibt keine besondere (chemotherapeutische) Wirkung gegen diese Piroplasmose.Der Autor hat viele Mitteilungen uber Rinderpiroplasmose studiert und auch die Blut- und Organausstrichpraparate von Piroplasma bigemium, mutuns und parvum, die Sir A. Theiler, Herrn Prof. Dr. Ch. Kohanawa gegeben hatte, und die Blutausstrichpraparate von P. bovis, die P. Iwanoff (Kharkov) dem Autor freundlich geschenkt hatte, genau untersucht. Von diesen Praparaten zeigen einige Abnormalerythozyten aufweisende Praparate ziele Kleinpiroplasmen (P. mutans), aber die Grosspiroplasmen (P. bigeminum oder P. bovis) nur gering oder gar nicht. Morphologisch ist das Grosspiroplasma in dieser Gegend dem Piroplasma bigeminum oder Piroplasma bovis und das Kleine dem Piroplasma mutans sehr ahnlich. Durch diese vergleichenden Untersuchungen wurde folgende Annahme vom Autor gewonnen: Es kann moglich sein, dass die Kleinpiroplasmen und die Grosspiroplasmen (ausschliesslich des P. parvum) die gemeinschaftlichen Erreger einer uber verschiedene Lander verbreiteten Piroplasmose sind, die in ihren Symptomen verschiedene Variationen zeigen, mit anderen Worten, es mussen die Rinderpiroplasmosen ausser dem Kustenfieber in verschiedenen Landern fur gleich gehalten werden.Zum Schlusse spreche ich meinem hochverehrten Lehrer, Herrn Prof. Dr. K. Kasai, fur seine jederzeit freundliche Belehrung uud Unterstutzung meinen besten Dank aus. Herrn Prof. Dr. K. Ichikawa danke ich herzlich fur seine wertvollen Ratschlage. Den Herren Prof. Dr. S. Takamatsu, R. Kurosawa, Ch. Kohanawa und P. Iwanoff, bin ich fur die freundlich Erlaubnis, das Material fur diese Krankheiten benutzen zu durfen, zu grossem Danke verpflichtet.","PeriodicalId":101505,"journal":{"name":"Journal of the Japanese Society of Veterinary Science","volume":"26 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Journal of the Japanese Society of Veterinary Science","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.1292/JVMS1922.8.1","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
1. Als Erreger der Rinderpiroplasmose in diesem Gebiete sind 2 Arten des Pirplasmas, namlich eine grosse, Bigeminum ahnliche und eine kline, Mutans ahnliche, zu erkennen.2. Die Mischinfektion dieser beiden Arten kann etwa die eine Halfte der infizierten Rinder mit charakteristischen Symptomen mindestens ohne besondere Bedingung befallen, wahrend die Reininfektion der kleinen erst mit besonderer Bedingung (Abweidung, Gebaren, Transportion usw.) befallen kann. Die durch diese Mischund Reininfektion verursachten Krankheiten machen fast keinen Unterschied.3. Unten dem Mikroskope zeigt sich die kleine Art immer im periphren Blute der infizierten Rinder, die grosse dagegen nur selten. Fur die Bestimmung der Grosspiroplasmeninfektion ist somit der Uebertragungsversuch die sicherste Methode.4. Die Krankheit oder die Mischinfektion der beiden zu bestehen gibt den Rindern eine gewisse Immunitat, die Reininfektion der kleinen selbst gibt aber keine.5. Dir kunstliche Michinfektion mit besonderer Berucksichtigung ist als Schutzimpfung gegen diese Krankheit in diesem verseuchten Gebiete zu brauchen.6. Die charkteristischen Symptome dieser Krankheit sind folgende: Mattigkeit, Anamie, Gelbscucht, Hamoglobinurie und Abnormalerythrozyten in Peripherblute. Von allem spielt die letzte die Hauptrolle, diese Krankheit zu diagnosieren.7. Die wichtigste Sektionsbefunde sind: Milz: Vergrosserung infolge Ueberfullung mit Blut, ausstrichbare Pulpa (haufig weich zerfliessend in subakuten Fallen). Leber: Stark Gallenstauung, parenchymatose Degeneration. Niere: Parenchymatose Degeneration und Hamosiderose (besonders in den gewundenen Harnkanalchen. Lunge: Oedem (mitunter). Ausserdem in fast allen Organen Oedem, Gelbsucht und Hamosiderose.8. Trypanblau (Cassella, Hochst) gibt keine besondere (chemotherapeutische) Wirkung gegen diese Piroplasmose.Der Autor hat viele Mitteilungen uber Rinderpiroplasmose studiert und auch die Blut- und Organausstrichpraparate von Piroplasma bigemium, mutuns und parvum, die Sir A. Theiler, Herrn Prof. Dr. Ch. Kohanawa gegeben hatte, und die Blutausstrichpraparate von P. bovis, die P. Iwanoff (Kharkov) dem Autor freundlich geschenkt hatte, genau untersucht. Von diesen Praparaten zeigen einige Abnormalerythozyten aufweisende Praparate ziele Kleinpiroplasmen (P. mutans), aber die Grosspiroplasmen (P. bigeminum oder P. bovis) nur gering oder gar nicht. Morphologisch ist das Grosspiroplasma in dieser Gegend dem Piroplasma bigeminum oder Piroplasma bovis und das Kleine dem Piroplasma mutans sehr ahnlich. Durch diese vergleichenden Untersuchungen wurde folgende Annahme vom Autor gewonnen: Es kann moglich sein, dass die Kleinpiroplasmen und die Grosspiroplasmen (ausschliesslich des P. parvum) die gemeinschaftlichen Erreger einer uber verschiedene Lander verbreiteten Piroplasmose sind, die in ihren Symptomen verschiedene Variationen zeigen, mit anderen Worten, es mussen die Rinderpiroplasmosen ausser dem Kustenfieber in verschiedenen Landern fur gleich gehalten werden.Zum Schlusse spreche ich meinem hochverehrten Lehrer, Herrn Prof. Dr. K. Kasai, fur seine jederzeit freundliche Belehrung uud Unterstutzung meinen besten Dank aus. Herrn Prof. Dr. K. Ichikawa danke ich herzlich fur seine wertvollen Ratschlage. Den Herren Prof. Dr. S. Takamatsu, R. Kurosawa, Ch. Kohanawa und P. Iwanoff, bin ich fur die freundlich Erlaubnis, das Material fur diese Krankheiten benutzen zu durfen, zu grossem Danke verpflichtet.