{"title":"BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DES EINGANGSMECHANISMUS DER KONGLUTINATION","authors":"K. Tagawa","doi":"10.1292/JVMS1922.4.157","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Die bekannte Erscheinung, dass das durch Erhitzen inaktivierte Rinderserum, wenn es mit frischem Pferdeserum vermischt ist, also Komplement zusetzt ist, in vitro rote Blutkorperchen zusammengeballt und dann zur Auflosung bringt, hat durch die Untersuchungen von Ehrlich und Bordet und deren Mitarbeiter festgestellt.Fur sich allein kann weder das aktive Pferdeserum noch das inaktivierte Rinderserum eine Zusammenballung der rote Blutkorperchen bewirken.Ehrlich schreibt dem Rinderserum die Funktion des Ambozeptor zu, durch dessen Vermittelung das Komplement an die rote Blutkorperchen gebunden wird und diese konglutiniert werden. Nach Bordet Ansicht sollen die Blutkroperchen durch das konglutiniert werden, wenn die vorher durch den Ambozeptor des Pferdeserums gebunden haben. Neuerdungs schreibt Miesner vom Mechanismus der Konglutination, die durch 3 Komponente, Konglutinin im Rinderserum, Sensibilisin und Komplement im Pferdeserum hervorgeruft ist.Diese Reaktion ist schon zur Serodiagnostik praktisch angewandt, obgleich manche Erklarungen auf den Mechanismus imstande sind, und erkannt man die genaue Resultate auf solchen an.Ich habe zweifelhaft auf oben erawhnten Beschreibungen, insbesondere vom Eingangsmechanismus nach verschiedenen Autoren, gehabt, so ist es mir wichtig, das festzustellen, welche Erklarung richtig zu sein.Auf mancherlei Art habe ich meine Versuche ausgefuhrt und diese Resultate sind folgende:1. Fur sich allein kann aktives Pferdeserum eine Zusammenballung der rote Blutkorperchen aus Ziegen bewirken, aber Kaninchen und Meerschweinchenserum keine Wirkung.In diesem Falle beide Sera ruften die Hamolyse hervor, aber Kaninchen-oder Meersciwehnchenserum konglutiniert rote Blutkorperchen aus Pferde, ohne auszulosen. Es scheint deshalb die Eigenschaft des Serums gegen Blutkorperchen nach der Arten des Tieres verschieden zu sein, wenn man die aus verschiedenen Tieres stammende Blutkorperchen auf denselben Versuche angewandt hat.2. Beim Eintritt der Konglutination treten inaktiviertes Rinderoder aktives Pferdeserum die Kompensationsfahigkeit mit einander hervor, Kaninchen-und Meerschweinchenserum aber nicht.Durch Inaktivierungsmanipulation des Serums mit Hitze, die man gewohnlich braucht, wird Konglutinin zum Konglutinoid verandert, dann bewirkt sich, fur sich allein rote Blutkorperchen nicht mehr zusammenzuballen.3. Wenn man 3 Arten des Serums, inaktiviertes Rinder-und Pferdeserum, aktives Kaninchen-oder Meerschweinchenserum, zum Konglutinationsversuche, ruft heftige Hamolyse hervor, uud man kann keine Kompensationsfahigkeit auf derselben Reaktion erkennen.Kaninchen-oder Meerschweinchenserum ist Ziegenblutkorperchen zuweilen zu konglutinieren, nach der Beschaffenheit der Individualitat.4. Als man Rinder-oder Pferdeserum zum Konglutinationsversuche braucht, wird die Konglutination positiv geworden, wenn man zum einen inaktiven Serum eine kleine Menge vom anderen aktiven Serum zusetzt. Wenn beide Sera aktiv bleiben, steigt ihre Kompensatsonfahigkeit ca. 10 fach.5. Komplement, Konglutination zu beteiligen, ist das Endstuck desselben Komplement. Obgleich das Enddtuck gehaltene Menge des Pferdeserums nicht bestandig oder sehr minimum ist, ruft diese Reaktion immer hervor, so kann man annehmen dadurch, dass die Mitarbeit des Kompements und einer im Albuminteil des Pferdeserums enthaltenden Substanz begrundet ist.6. Wenn man das inaktive Rinderserum durch Liefmannsche Mehode Albumin-und Globulinteil trennt, setzt die Fahigkeit des Konglutinoids herab.","PeriodicalId":101505,"journal":{"name":"Journal of the Japanese Society of Veterinary Science","volume":"14 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"1900-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"1","resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Journal of the Japanese Society of Veterinary Science","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.1292/JVMS1922.4.157","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
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Abstract
Die bekannte Erscheinung, dass das durch Erhitzen inaktivierte Rinderserum, wenn es mit frischem Pferdeserum vermischt ist, also Komplement zusetzt ist, in vitro rote Blutkorperchen zusammengeballt und dann zur Auflosung bringt, hat durch die Untersuchungen von Ehrlich und Bordet und deren Mitarbeiter festgestellt.Fur sich allein kann weder das aktive Pferdeserum noch das inaktivierte Rinderserum eine Zusammenballung der rote Blutkorperchen bewirken.Ehrlich schreibt dem Rinderserum die Funktion des Ambozeptor zu, durch dessen Vermittelung das Komplement an die rote Blutkorperchen gebunden wird und diese konglutiniert werden. Nach Bordet Ansicht sollen die Blutkroperchen durch das konglutiniert werden, wenn die vorher durch den Ambozeptor des Pferdeserums gebunden haben. Neuerdungs schreibt Miesner vom Mechanismus der Konglutination, die durch 3 Komponente, Konglutinin im Rinderserum, Sensibilisin und Komplement im Pferdeserum hervorgeruft ist.Diese Reaktion ist schon zur Serodiagnostik praktisch angewandt, obgleich manche Erklarungen auf den Mechanismus imstande sind, und erkannt man die genaue Resultate auf solchen an.Ich habe zweifelhaft auf oben erawhnten Beschreibungen, insbesondere vom Eingangsmechanismus nach verschiedenen Autoren, gehabt, so ist es mir wichtig, das festzustellen, welche Erklarung richtig zu sein.Auf mancherlei Art habe ich meine Versuche ausgefuhrt und diese Resultate sind folgende:1. Fur sich allein kann aktives Pferdeserum eine Zusammenballung der rote Blutkorperchen aus Ziegen bewirken, aber Kaninchen und Meerschweinchenserum keine Wirkung.In diesem Falle beide Sera ruften die Hamolyse hervor, aber Kaninchen-oder Meersciwehnchenserum konglutiniert rote Blutkorperchen aus Pferde, ohne auszulosen. Es scheint deshalb die Eigenschaft des Serums gegen Blutkorperchen nach der Arten des Tieres verschieden zu sein, wenn man die aus verschiedenen Tieres stammende Blutkorperchen auf denselben Versuche angewandt hat.2. Beim Eintritt der Konglutination treten inaktiviertes Rinderoder aktives Pferdeserum die Kompensationsfahigkeit mit einander hervor, Kaninchen-und Meerschweinchenserum aber nicht.Durch Inaktivierungsmanipulation des Serums mit Hitze, die man gewohnlich braucht, wird Konglutinin zum Konglutinoid verandert, dann bewirkt sich, fur sich allein rote Blutkorperchen nicht mehr zusammenzuballen.3. Wenn man 3 Arten des Serums, inaktiviertes Rinder-und Pferdeserum, aktives Kaninchen-oder Meerschweinchenserum, zum Konglutinationsversuche, ruft heftige Hamolyse hervor, uud man kann keine Kompensationsfahigkeit auf derselben Reaktion erkennen.Kaninchen-oder Meerschweinchenserum ist Ziegenblutkorperchen zuweilen zu konglutinieren, nach der Beschaffenheit der Individualitat.4. Als man Rinder-oder Pferdeserum zum Konglutinationsversuche braucht, wird die Konglutination positiv geworden, wenn man zum einen inaktiven Serum eine kleine Menge vom anderen aktiven Serum zusetzt. Wenn beide Sera aktiv bleiben, steigt ihre Kompensatsonfahigkeit ca. 10 fach.5. Komplement, Konglutination zu beteiligen, ist das Endstuck desselben Komplement. Obgleich das Enddtuck gehaltene Menge des Pferdeserums nicht bestandig oder sehr minimum ist, ruft diese Reaktion immer hervor, so kann man annehmen dadurch, dass die Mitarbeit des Kompements und einer im Albuminteil des Pferdeserums enthaltenden Substanz begrundet ist.6. Wenn man das inaktive Rinderserum durch Liefmannsche Mehode Albumin-und Globulinteil trennt, setzt die Fahigkeit des Konglutinoids herab.