{"title":"——为什么敏捷是人类发展的问题","authors":"Birgit Feldhusen","doi":"10.1007/s11612-023-00710-8","DOIUrl":null,"url":null,"abstract":"Zusammenfassung Dieser Beitrag in der Zeitschrift „Gruppe. Interaktion. Organisation. (GIO)“ leitet die Bedeutung unterschiedlichster Formen von kollektiven Reflektions- und Bewusstseinsprozessen für Lernfähigkeit und Agilität ab aus Wissensmanagement und Kognitionswissenschaft und gibt Beispiele für deren Umsetzung. Über unterschiedlichste Ansätze hinweg liegt dem Begriff der Agilität meist die Idee zugrunde, sich durch Beweglichkeit, d. h. durch die Fähigkeit und Bereitschaft zur kontinuierlichen Selbsterneuerung, an volatile, dynamische Umfelder anzupassen und handlungsfähig zu bleiben. Der Artikel stellt die Bedeutung von sozialen Bewusstseins- und Reflektionsprozessen für die Fähigkeit zur kollektiven Selbsterneuerungsfähigkeit heraus, indem es diese aus Theorien des Kollektiven Wissens, Lernens und Kollektiver Kognition ableitet. Es wird verdeutlicht, welche Qualitäten von Kognition und welche Ebenen von Lernen permanente Selbsterneuerungsfähigkeit von Teams und Organisationen ermöglichen. Neben der Integration von Multiperspektivität im Hinblick auf Inhalte von Zusammenarbeit kommt insbesondere der permanenten Reflektion und ggf. Anpassung der Strukturen und Qualitäten von Zusammenarbeit, d. h. der sozialen Interaktion, eine zentrale Rolle und Bedeutung zu. Dieses kollektive Lernen auf 2. oder 3. Ebene ist Ausdruck (zwischen-)menschlicher Lern- und Reifeprozesse. Anhand von Beispielen wird abschließend aufgezeigt, wo und wie entsprechende Interventionselemente in bestehenden agilen Frameworks bereits integriert sind.","PeriodicalId":325829,"journal":{"name":"Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)","volume":"160 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0000,"publicationDate":"2023-10-19","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":"0","resultStr":"{\"title\":\"Kollektiv lernen, über sich hinauszuwachsen – warum Agilität eine Frage der (zwischen-) menschlichen Entwicklung ist\",\"authors\":\"Birgit Feldhusen\",\"doi\":\"10.1007/s11612-023-00710-8\",\"DOIUrl\":null,\"url\":null,\"abstract\":\"Zusammenfassung Dieser Beitrag in der Zeitschrift „Gruppe. Interaktion. Organisation. (GIO)“ leitet die Bedeutung unterschiedlichster Formen von kollektiven Reflektions- und Bewusstseinsprozessen für Lernfähigkeit und Agilität ab aus Wissensmanagement und Kognitionswissenschaft und gibt Beispiele für deren Umsetzung. Über unterschiedlichste Ansätze hinweg liegt dem Begriff der Agilität meist die Idee zugrunde, sich durch Beweglichkeit, d. h. durch die Fähigkeit und Bereitschaft zur kontinuierlichen Selbsterneuerung, an volatile, dynamische Umfelder anzupassen und handlungsfähig zu bleiben. Der Artikel stellt die Bedeutung von sozialen Bewusstseins- und Reflektionsprozessen für die Fähigkeit zur kollektiven Selbsterneuerungsfähigkeit heraus, indem es diese aus Theorien des Kollektiven Wissens, Lernens und Kollektiver Kognition ableitet. Es wird verdeutlicht, welche Qualitäten von Kognition und welche Ebenen von Lernen permanente Selbsterneuerungsfähigkeit von Teams und Organisationen ermöglichen. Neben der Integration von Multiperspektivität im Hinblick auf Inhalte von Zusammenarbeit kommt insbesondere der permanenten Reflektion und ggf. Anpassung der Strukturen und Qualitäten von Zusammenarbeit, d. h. der sozialen Interaktion, eine zentrale Rolle und Bedeutung zu. Dieses kollektive Lernen auf 2. oder 3. Ebene ist Ausdruck (zwischen-)menschlicher Lern- und Reifeprozesse. Anhand von Beispielen wird abschließend aufgezeigt, wo und wie entsprechende Interventionselemente in bestehenden agilen Frameworks bereits integriert sind.\",\"PeriodicalId\":325829,\"journal\":{\"name\":\"Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)\",\"volume\":\"160 1\",\"pages\":\"0\"},\"PeriodicalIF\":0.0000,\"publicationDate\":\"2023-10-19\",\"publicationTypes\":\"Journal Article\",\"fieldsOfStudy\":null,\"isOpenAccess\":false,\"openAccessPdf\":\"\",\"citationCount\":\"0\",\"resultStr\":null,\"platform\":\"Semanticscholar\",\"paperid\":null,\"PeriodicalName\":\"Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)\",\"FirstCategoryId\":\"1085\",\"ListUrlMain\":\"https://doi.org/10.1007/s11612-023-00710-8\",\"RegionNum\":0,\"RegionCategory\":null,\"ArticlePicture\":[],\"TitleCN\":null,\"AbstractTextCN\":null,\"PMCID\":null,\"EPubDate\":\"\",\"PubModel\":\"\",\"JCR\":\"\",\"JCRName\":\"\",\"Score\":null,\"Total\":0}","platform":"Semanticscholar","paperid":null,"PeriodicalName":"Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)","FirstCategoryId":"1085","ListUrlMain":"https://doi.org/10.1007/s11612-023-00710-8","RegionNum":0,"RegionCategory":null,"ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":null,"EPubDate":"","PubModel":"","JCR":"","JCRName":"","Score":null,"Total":0}
Kollektiv lernen, über sich hinauszuwachsen – warum Agilität eine Frage der (zwischen-) menschlichen Entwicklung ist
Zusammenfassung Dieser Beitrag in der Zeitschrift „Gruppe. Interaktion. Organisation. (GIO)“ leitet die Bedeutung unterschiedlichster Formen von kollektiven Reflektions- und Bewusstseinsprozessen für Lernfähigkeit und Agilität ab aus Wissensmanagement und Kognitionswissenschaft und gibt Beispiele für deren Umsetzung. Über unterschiedlichste Ansätze hinweg liegt dem Begriff der Agilität meist die Idee zugrunde, sich durch Beweglichkeit, d. h. durch die Fähigkeit und Bereitschaft zur kontinuierlichen Selbsterneuerung, an volatile, dynamische Umfelder anzupassen und handlungsfähig zu bleiben. Der Artikel stellt die Bedeutung von sozialen Bewusstseins- und Reflektionsprozessen für die Fähigkeit zur kollektiven Selbsterneuerungsfähigkeit heraus, indem es diese aus Theorien des Kollektiven Wissens, Lernens und Kollektiver Kognition ableitet. Es wird verdeutlicht, welche Qualitäten von Kognition und welche Ebenen von Lernen permanente Selbsterneuerungsfähigkeit von Teams und Organisationen ermöglichen. Neben der Integration von Multiperspektivität im Hinblick auf Inhalte von Zusammenarbeit kommt insbesondere der permanenten Reflektion und ggf. Anpassung der Strukturen und Qualitäten von Zusammenarbeit, d. h. der sozialen Interaktion, eine zentrale Rolle und Bedeutung zu. Dieses kollektive Lernen auf 2. oder 3. Ebene ist Ausdruck (zwischen-)menschlicher Lern- und Reifeprozesse. Anhand von Beispielen wird abschließend aufgezeigt, wo und wie entsprechende Interventionselemente in bestehenden agilen Frameworks bereits integriert sind.