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Abstract
Die „unvergleichbare Krim“, um die Worte des sowjetischen Dichters Vladimir V. Majakovskij (1893‒1930) zu bemühen,war seit jeher von zahllosen Völkerschaften durchzogen, erobert und besiedelt worden, was nicht nur ihren multikonfessionellen und ‐kulturellen Charakter prägte, sondern sich auch in den verschiedenen geographischen Bezeichnungen und Begrifflichkeiten niedergeschlagen hat. So existieren für Orte, Eigennamen und Fachbegriffe unterschiedliche Benennungen und Schreibweisen, sowohl auf Krimtatarisch, Russisch und Ukrainisch als auch auf Griechisch und in weiteren Sprachen. Das vorliegende Buch verwendet daher die Variante, die in der jeweiligen Zeit und im jeweiligen Kontext vorherrschend war und der jeweiligen kulturellen Zugehörigkeit entspricht. Ist also die Rede von einer der antiken griechischen Kolonien auf der Krim, so wird beispielsweise die griechische Variante Pantikapaion verwendet; im Kontext der russischen Herrschaft über die Krim nach 1783 wird dann jedoch die russische Version Kerčʼ bevorzugt. Und wenn über die Stadt Bağçasaray geschrieben wird,wird bevorzugt auf die krimtatarische Schreibweise zurückgegriffen, um der Herkunft des Namens (welcher so viel wie „Palast des Gartens“ bedeutet) gerecht zu werden. Lediglich bei der Erstnennung des Ortes werden in Klammern auch die Varianten in den anderen heutzutage offiziellen Sprachen der Krim (Krimtatarisch, Russisch, Ukrainisch) angegeben. Dasselbe Verfahren wird auch bei Eigennamen angewandt. Die Schreibweise nichtdeutscher Termini richtet sich in der Regel nach der gängigen wissenschaftlichen Transliteration. Eine Ausnahme wird jedoch bei im deutschsprachigen Raum gängigen Namen gemacht, so wird beispielsweise Puškins Vorname gemäß der deutschen Schreibweise „Alexander“ geschrieben, und nicht „Aleksandr“. Auch bei Ethnonymen wird jeweils dort, wo es im Deutschen eine gängige Form gibt, auf die deutsche Transkription zurückgegriffen (z.B. Chasaren, Kiptschaken). Bei der Transliteration krimtatarischer und osmanischer Termini wurde versucht, generell auf die oghusisch-türkischen Formen in der modernen türkischen Schreibweise zurückzugreifen. Davon ausgenommen sind Ortsbezeichnungen, zeitgenössische Begriffe und Namen, die in der jeweils