C. Wallesch1, G. Fink2, A. Engelhardt3, F.-J. Erbguth4, A. Ferbert5, A. Hillienhoff6, F. Reinhardt7, P. Vieregge8, B. Widder9, M. Schroeter2
{"title":"Ergebnisse der 9. Erhebung zur Struktur der neurologischen Kliniken der Akutversorgung in Deutschland","authors":"C. Wallesch1, G. Fink2, A. Engelhardt3, F.-J. Erbguth4, A. Ferbert5, A. Hillienhoff6, F. Reinhardt7, P. Vieregge8, B. Widder9, M. Schroeter2","doi":"10.1055/s-0030-1266124","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1266124","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"5 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"115637657","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Die Multiple Sklerose ist mit weltweit geschätzt mehr als 2 Millionen Erkrankten die häufigste, chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und betrifft vornehmlich junge Erwachsene. Wir gehen momentan davon aus, dass sowohl genetische Faktoren als auch Umweltfaktoren während der Reifung des Immunsystems zur Suszeptibilität beitragen. Wenn die Erkrankung ausgebrochen ist, findet man in den Entmarkungsherden Zeichen der autoimmunen Entzündungmit T-Zellen undMonozyten/Mikroglia, die zu einer Verringerung der markscheidenbildenden Oligodendrozyten und einer Vermehrung von Astrozyten („Gliose“) führen. Die meisten Entzündungsherde sind um Venen lokalisiert, was nach unserem heutigen wissenschaftlichen Verständnis damit zusammenhängt, dass dort der Blutfluss am langsamsten ist und die Adhäsion von Entzündungszellen ermöglicht. Allerdings ist auch früher schon aufgrund der perivenösen Lokalisation eine sog. venöse Stauungshypothese diskutiert worden. Seit 5 Jahren wird von Prof. Zamboni, einem Gefäßspezialisten aus Ferrara, Italien, aufgrund von Ähnlichkeiten der Eisenablagerung in Entzündungsherden bei MS und chronisch venöser Insuffizienz der unteren Extremitäten postuliert, dass die Multiple Sklerose vielleicht durch Blockade der venösen Drainage aus dem zentralen Nervensystem entstehen könnte [1]. Nach seiner Theorie würde dies quasi zu einer venösen Abflussstauung führen, wodurch dann Stauungsblutungen mit sekundären Entzündungsreaktionen entstünden. Nun müssen wir auch heute noch zugeben, dass wir die genaue Ursache der Multiplen Sklerose nicht kennen und deshalb auch neuartige Theorien ganz objektiv prüfen. Die von Prof. Zamboni postulierten Ultraschallkriterien zur Feststellung venöser Veränderungen in den tiefen Halsgefäßen wurden bei ihm von 100% der MS-Patienten erfüllt. Viele andere Gruppen versuchten dies nachzuvollziehen, kamen aber nie auf mehr als 30–40% pathologischer Befunde bei MS Patienten, aber auch bei sonst gesunden Kontrollen. Interessanterweise hat eine große Studie aus dem direkt neben Ferrara gelegenen Padua bei ganz früh betroffenen Patienten in der sog. CIS-Phase der Multiplen Sklerose solche Veränderungen ebenfalls nicht bestätigt [2]. Wenn in der Tat ein kausaler Zusammenhalt existiert, müsste man ja bei allen Patienten in der Frühphase der MS venöse Stauungen nachweisen können. Der Untersucher Prof. Baracchini hat vorher noch die Abteilung von Prof. Zamboni besucht, um ganz sicher dieselben Methoden zu verwenden. Aus meiner Sicht werden die Ergebnisse von Prof. Zamboni besonders dann problematisch, wenn man aufgrund der postulierten venösen Stauungen plötzlich anfängt im tiefen zervikalen Venensystem sog. venöse Stents einzulegen oder mit Angioplastie postulierte venöse Stauungen beheben möchte. Dies wurde in einer Zamboni-Arbeit in 2009 propagiert [3], und seither gibt es einen großen Ansturm von betroffenen MS-Patienten, die sich einem solchen radiologischen Eingriff unterziehen möchten. Zu betonen is
{"title":"Chronische cerebro-spinale venöse Insuffizienztheorie (CCSVI) bei der Multiplen Sklerose – was steckt wirklich dahinter?","authors":"R. Gold","doi":"10.1055/S-0030-1266145","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/S-0030-1266145","url":null,"abstract":"Die Multiple Sklerose ist mit weltweit geschätzt mehr als 2 Millionen Erkrankten die häufigste, chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und betrifft vornehmlich junge Erwachsene. Wir gehen momentan davon aus, dass sowohl genetische Faktoren als auch Umweltfaktoren während der Reifung des Immunsystems zur Suszeptibilität beitragen. Wenn die Erkrankung ausgebrochen ist, findet man in den Entmarkungsherden Zeichen der autoimmunen Entzündungmit T-Zellen undMonozyten/Mikroglia, die zu einer Verringerung der markscheidenbildenden Oligodendrozyten und einer Vermehrung von Astrozyten („Gliose“) führen. Die meisten Entzündungsherde sind um Venen lokalisiert, was nach unserem heutigen wissenschaftlichen Verständnis damit zusammenhängt, dass dort der Blutfluss am langsamsten ist und die Adhäsion von Entzündungszellen ermöglicht. Allerdings ist auch früher schon aufgrund der perivenösen Lokalisation eine sog. venöse Stauungshypothese diskutiert worden. Seit 5 Jahren wird von Prof. Zamboni, einem Gefäßspezialisten aus Ferrara, Italien, aufgrund von Ähnlichkeiten der Eisenablagerung in Entzündungsherden bei MS und chronisch venöser Insuffizienz der unteren Extremitäten postuliert, dass die Multiple Sklerose vielleicht durch Blockade der venösen Drainage aus dem zentralen Nervensystem entstehen könnte [1]. Nach seiner Theorie würde dies quasi zu einer venösen Abflussstauung führen, wodurch dann Stauungsblutungen mit sekundären Entzündungsreaktionen entstünden. Nun müssen wir auch heute noch zugeben, dass wir die genaue Ursache der Multiplen Sklerose nicht kennen und deshalb auch neuartige Theorien ganz objektiv prüfen. Die von Prof. Zamboni postulierten Ultraschallkriterien zur Feststellung venöser Veränderungen in den tiefen Halsgefäßen wurden bei ihm von 100% der MS-Patienten erfüllt. Viele andere Gruppen versuchten dies nachzuvollziehen, kamen aber nie auf mehr als 30–40% pathologischer Befunde bei MS Patienten, aber auch bei sonst gesunden Kontrollen. Interessanterweise hat eine große Studie aus dem direkt neben Ferrara gelegenen Padua bei ganz früh betroffenen Patienten in der sog. CIS-Phase der Multiplen Sklerose solche Veränderungen ebenfalls nicht bestätigt [2]. Wenn in der Tat ein kausaler Zusammenhalt existiert, müsste man ja bei allen Patienten in der Frühphase der MS venöse Stauungen nachweisen können. Der Untersucher Prof. Baracchini hat vorher noch die Abteilung von Prof. Zamboni besucht, um ganz sicher dieselben Methoden zu verwenden. Aus meiner Sicht werden die Ergebnisse von Prof. Zamboni besonders dann problematisch, wenn man aufgrund der postulierten venösen Stauungen plötzlich anfängt im tiefen zervikalen Venensystem sog. venöse Stents einzulegen oder mit Angioplastie postulierte venöse Stauungen beheben möchte. Dies wurde in einer Zamboni-Arbeit in 2009 propagiert [3], und seither gibt es einen großen Ansturm von betroffenen MS-Patienten, die sich einem solchen radiologischen Eingriff unterziehen möchten. Zu betonen is","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"5 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-04-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"128991528","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Since the first steps in 2001, numerous German stroke centres have established telemedicine networks. Using neurological examinations via videoconference the goal is to improve acute stroke management including safe systemic thrombolysis in remote hospitals without inherent neurological departments and only marginal experience in applying this therapy due to a low number of stroke patients. Even now, tele-stroke networks have been included into the German DRG system and have become subject to medical funding. Compared to patient care in skilled stroke units, however, treating acute stroke patients via neurological teleconsultations is only the second best way and should be restricted to hospitals far distant from established stroke units. In future, caused by improved mobility of videoconference devices, teleconsultations may be increasingly used in daily routine.
{"title":"10 Jahre Teleneurologie in Deutschland – eine kritische Analyse","authors":"B. Widder","doi":"10.1055/s-0030-1266090","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1266090","url":null,"abstract":"Since the first steps in 2001, numerous German stroke centres have established telemedicine networks. Using neurological examinations via videoconference the goal is to improve acute stroke management including safe systemic thrombolysis in remote hospitals without inherent neurological departments and only marginal experience in applying this therapy due to a low number of stroke patients. Even now, tele-stroke networks have been included into the German DRG system and have become subject to medical funding. Compared to patient care in skilled stroke units, however, treating acute stroke patients via neurological teleconsultations is only the second best way and should be restricted to hospitals far distant from established stroke units. In future, caused by improved mobility of videoconference devices, teleconsultations may be increasingly used in daily routine.","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"77 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-03-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"131371814","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation an einem Akutkrankenhaus","authors":"C. G. Haase, M. Tollkötter, H. Buchner","doi":"10.1055/s-0030-1266116","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1266116","url":null,"abstract":"Hintergrund Methode Ergebnisse Schlussfolgerung Background Methods Results Conclusions","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"51 3","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-03-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"131991295","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Strokes in childhood and adolescence often cause various disabilities and problems which result in extensive treatment measures. From the data of 86 sets of parents, we have analysed the neurological symptoms, cognitive disabilities and behavioural problems of patients with stroke in childhood or adolescence, about their treatment options and the time-based and financial burden of their parents. Especially children with perinatal stroke have severe impairments in motor functions, language development, execution of functions, attention, and social behaviour. They receive ambulant therapies, care levels and handicapped ID more often. Inpatient rehabilitation was received by 41.9 %, outpatient therapies by 96.5 % of the children; 39.5 % have a care level, and 61.6 % a handicapped ID. The parents invest 7 hours 20 minutes a week in therapies for their children. Their average financial burden amounts 125.44 € per month. The existing treatments should be enlarged, especially in kindergartens and schools. The present financial compensation due to the aliments should be revised.
{"title":"Schlaganfall im Kindes- und Jugendalter: Klinisches Bild, Versorgungssituation und elterliche Beanspruchung","authors":"L. Werpup, F. Petermann, M. Daseking","doi":"10.1055/s-0030-1266110","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1266110","url":null,"abstract":"Strokes in childhood and adolescence often cause various disabilities and problems which result in extensive treatment measures. From the data of 86 sets of parents, we have analysed the neurological symptoms, cognitive disabilities and behavioural problems of patients with stroke in childhood or adolescence, about their treatment options and the time-based and financial burden of their parents. Especially children with perinatal stroke have severe impairments in motor functions, language development, execution of functions, attention, and social behaviour. They receive ambulant therapies, care levels and handicapped ID more often. Inpatient rehabilitation was received by 41.9 %, outpatient therapies by 96.5 % of the children; 39.5 % have a care level, and 61.6 % a handicapped ID. The parents invest 7 hours 20 minutes a week in therapies for their children. Their average financial burden amounts 125.44 € per month. The existing treatments should be enlarged, especially in kindergartens and schools. The present financial compensation due to the aliments should be revised.","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"30 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-03-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126462991","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
In current treatment of stroke there are still substantial uncertainties about the appropriate secondary prevention for patients with patent foramen ovale (PFO) after first-ever ischaemic stroke. The contentious issue takes on greater significance by the possibility of interventional PFO closure with sharply growing numbers of interventions in the last few years. In the year 1991 the first implicit evidence of a right-to-left shunt via transcranial detection of emboli after i.v. contrast agent administration (c-TCD) was described and can be considered as a slightly invasive diagnostic tool with sufficient sensitivity and specificity. Currently conducted studies by means of c-TCD and multivariate analysis were not able to verify a causal relationship between PFO and stroke, which was often described in some small, mainly case-control, studies, and brought up the question if this statistical relationship has mainly been brought about by confounding, as age and gender of PFO patients have been disregarded in early studies. Notwithstanding the above, results of multicentric studies show that PFO is not associated with recurrent stroke. Furthermore, neither shunt volume nor concomitant atrial septal aneurysm have a significant impact on the recurrence of stroke. Therefore, there is no sustainable evidence for oral anticoagulation in patients with PFO. Furthermore, an interventional PFO closure should be rejected since the results of the closure I study.
{"title":"Persistierendes Foramen ovale, Reinfarktrisiko und Sekundärprophylaxe","authors":"R. Feurer, H. Poppert","doi":"10.1055/s-0030-1266089","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1266089","url":null,"abstract":"In current treatment of stroke there are still substantial uncertainties about the appropriate secondary prevention for patients with patent foramen ovale (PFO) after first-ever ischaemic stroke. The contentious issue takes on greater significance by the possibility of interventional PFO closure with sharply growing numbers of interventions in the last few years. In the year 1991 the first implicit evidence of a right-to-left shunt via transcranial detection of emboli after i.v. contrast agent administration (c-TCD) was described and can be considered as a slightly invasive diagnostic tool with sufficient sensitivity and specificity. Currently conducted studies by means of c-TCD and multivariate analysis were not able to verify a causal relationship between PFO and stroke, which was often described in some small, mainly case-control, studies, and brought up the question if this statistical relationship has mainly been brought about by confounding, as age and gender of PFO patients have been disregarded in early studies. Notwithstanding the above, results of multicentric studies show that PFO is not associated with recurrent stroke. Furthermore, neither shunt volume nor concomitant atrial septal aneurysm have a significant impact on the recurrence of stroke. Therefore, there is no sustainable evidence for oral anticoagulation in patients with PFO. Furthermore, an interventional PFO closure should be rejected since the results of the closure I study.","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"2 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-03-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"124022230","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Schlaganfälle bei jungen Erwachsenen sind selten. Ein juveniler Schlaganfall ist definiert als Schlaganfall bei unter 45-jährigen Patienten. Die Angaben über den Anteil des juvenilen Schlaganfalls am gesamten Schlaganfallkollektiv liegen zwischen 11% [1] bzw. 12,3% [2]. Die Ursachen von ischämischen Insulten bei jungen Patienten unterscheiden sich deutlich von denen älterer Patienten. Deshalb ist ein umfangreiches diagnostisches Workup erforderlich, um auch seltene Ätiologien zu erfassen. In diesem Artikel wird ein Überblick über das breite Ursachenspektrum geboten.
{"title":"Der Schlaganfall beim jungen Menschen","authors":"M. Krämer, P. Berlit","doi":"10.1055/s-0030-1266039","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1266039","url":null,"abstract":"Schlaganfälle bei jungen Erwachsenen sind selten. Ein juveniler Schlaganfall ist definiert als Schlaganfall bei unter 45-jährigen Patienten. Die Angaben über den Anteil des juvenilen Schlaganfalls am gesamten Schlaganfallkollektiv liegen zwischen 11% [1] bzw. 12,3% [2]. Die Ursachen von ischämischen Insulten bei jungen Patienten unterscheiden sich deutlich von denen älterer Patienten. Deshalb ist ein umfangreiches diagnostisches Workup erforderlich, um auch seltene Ätiologien zu erfassen. In diesem Artikel wird ein Überblick über das breite Ursachenspektrum geboten.","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"41 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"115994653","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Kontinuierliche Therapie mit der Apomorphinpumpe","authors":"A. Ceballos-Baumann","doi":"10.1055/s-0030-1265977","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1265977","url":null,"abstract":"Abstract","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"27 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"134290682","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Für die Behandlung in der Frühphase des idiopathischen Parkinsonsyndroms haben wir in den vergangenen Jahren gute konzeptuelle und medikamentöse Verbesserungen erreicht. Es scheint vorteilhaft für den Patienten zu sein, möglichst frühzeitig mit einer dopaminergen Ersatztherapie zu beginnen und aufgrund der Adhärenz möglichst Medikamente zu verwenden, die einmal proTag appliziert werdenmüssen. Im Zuge dieser hervorragenden therapeutischen Möglichkeiten und Erfolgen in der Frühphase wird häufig übersehen, dass die Progression der Parkinsonerkrankung möglicherweise verlangsamt, aber nicht aufgehaltenwerden kann. Somit kommen alle Patienten mehr oder weniger früh in ein fortgeschrittenes Stadium, das insbesondere durch motorische Fluktuationen, aber auch zunehmend durch nichtmotorische Symptome charakterisiert ist. Gerade für Patienten im fortgeschrittenen Stadium bietet Apomorphin eine der wichtigsten therapeutischen Möglichkeiten, sodass die Pharmakologie des Apomorphins, das schnellwirksame subkutan applizierte Apomorphin und die kontinuierliche Gabe über eine Apomorphinpumpe von herausragenden Experten in diesem Sonderband beleuchtet werden. Apomorphin ist ein kurz wirksamer D1und D2Rezeptoragonist, der subkutan appliziert werden muss, da eine orale Therapie wegen einer ausgeprägten hepatischen Metabolisierung (First-PassEffekt) nicht möglich ist. Noch sind intranasale, sublinguale und rektale Studien nicht so überzeugend ausgefallen, dass die subkutane Applikation abgelöst werden könnte. Die Wirksamkeit des Apomorphins tritt bei einer ausreichend hohen Dosierung nach etwa 10min im Sinne einer Linderung der Off-Phase ein. Dieser positive Effekt dauert für etwa 1 Stunde an, sodass Apomorphin durchaus als Notfallinjektion zu verwenden ist. Der Apomorphintest kann eine nützlicheMaßnahme in der Diagnostik eines Patienten darstellen, bei dem ein idiopathisches Parkinsonsyndrom vermutet wird. Neben dem Levodopatest ist er sicherlich klinisch das bestevaluierte Instrument, um nachzuweisen, dass ein klinisch vermutetes Parkinsonsyndrom vorliegt und auf dopaminerge Ersatztherapie positiv reagiert. Beim Apomorphintest werden beispielsweise 1,5mg Apomorphin subkutan unter Domperidonschutz appliziert. Anschließend kann die Dosis ggf. vorsichtig erhöht werden. Unter dieser Maßnahme wird bei De-novo-Patienten laut Literatur ein positiver Vorhersagewert bei bis zu 98% der Patienten erzielt. Die Sensitivität liegt fast so hoch wie beim L-Dopa-Test, nämlich bei ca. 65%. Besonders geeignet ist der Apomorphintest zur Beurteilung der Effektivität einer L-Dopa-Therapie, d.h., z.B. auch zur Prüfung, ob eine Dosiserhöhung von Levodopa erfolgversprechend ist. Wegen möglicher Nebenwirkungen setzt der Apomorphintest aber besondere Erfahrungen des Arztes voraus. Darüber hinaus wird in dem Band gezeigt, dass Apomorphin als Rescue-Medikation bei Off-Phasen geeignet ist, wie dies im Artikel von Odin und Kollegen in einer eigenen Studie belegt wird, wo im Schnitt 5 Applikation
{"title":"Apomorphin","authors":"H. Reichmann, H. Reichmann","doi":"10.1055/s-0030-1265945","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1265945","url":null,"abstract":"Für die Behandlung in der Frühphase des idiopathischen Parkinsonsyndroms haben wir in den vergangenen Jahren gute konzeptuelle und medikamentöse Verbesserungen erreicht. Es scheint vorteilhaft für den Patienten zu sein, möglichst frühzeitig mit einer dopaminergen Ersatztherapie zu beginnen und aufgrund der Adhärenz möglichst Medikamente zu verwenden, die einmal proTag appliziert werdenmüssen. Im Zuge dieser hervorragenden therapeutischen Möglichkeiten und Erfolgen in der Frühphase wird häufig übersehen, dass die Progression der Parkinsonerkrankung möglicherweise verlangsamt, aber nicht aufgehaltenwerden kann. Somit kommen alle Patienten mehr oder weniger früh in ein fortgeschrittenes Stadium, das insbesondere durch motorische Fluktuationen, aber auch zunehmend durch nichtmotorische Symptome charakterisiert ist. Gerade für Patienten im fortgeschrittenen Stadium bietet Apomorphin eine der wichtigsten therapeutischen Möglichkeiten, sodass die Pharmakologie des Apomorphins, das schnellwirksame subkutan applizierte Apomorphin und die kontinuierliche Gabe über eine Apomorphinpumpe von herausragenden Experten in diesem Sonderband beleuchtet werden. Apomorphin ist ein kurz wirksamer D1und D2Rezeptoragonist, der subkutan appliziert werden muss, da eine orale Therapie wegen einer ausgeprägten hepatischen Metabolisierung (First-PassEffekt) nicht möglich ist. Noch sind intranasale, sublinguale und rektale Studien nicht so überzeugend ausgefallen, dass die subkutane Applikation abgelöst werden könnte. Die Wirksamkeit des Apomorphins tritt bei einer ausreichend hohen Dosierung nach etwa 10min im Sinne einer Linderung der Off-Phase ein. Dieser positive Effekt dauert für etwa 1 Stunde an, sodass Apomorphin durchaus als Notfallinjektion zu verwenden ist. Der Apomorphintest kann eine nützlicheMaßnahme in der Diagnostik eines Patienten darstellen, bei dem ein idiopathisches Parkinsonsyndrom vermutet wird. Neben dem Levodopatest ist er sicherlich klinisch das bestevaluierte Instrument, um nachzuweisen, dass ein klinisch vermutetes Parkinsonsyndrom vorliegt und auf dopaminerge Ersatztherapie positiv reagiert. Beim Apomorphintest werden beispielsweise 1,5mg Apomorphin subkutan unter Domperidonschutz appliziert. Anschließend kann die Dosis ggf. vorsichtig erhöht werden. Unter dieser Maßnahme wird bei De-novo-Patienten laut Literatur ein positiver Vorhersagewert bei bis zu 98% der Patienten erzielt. Die Sensitivität liegt fast so hoch wie beim L-Dopa-Test, nämlich bei ca. 65%. Besonders geeignet ist der Apomorphintest zur Beurteilung der Effektivität einer L-Dopa-Therapie, d.h., z.B. auch zur Prüfung, ob eine Dosiserhöhung von Levodopa erfolgversprechend ist. Wegen möglicher Nebenwirkungen setzt der Apomorphintest aber besondere Erfahrungen des Arztes voraus. Darüber hinaus wird in dem Band gezeigt, dass Apomorphin als Rescue-Medikation bei Off-Phasen geeignet ist, wie dies im Artikel von Odin und Kollegen in einer eigenen Studie belegt wird, wo im Schnitt 5 Applikation","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"61 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"121972712","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Medikamentenpumpen und tiefe Hirnstimulation in der Parkinsontherapie","authors":"G. Ebersbach, R. Hilker","doi":"10.1055/s-0030-1265960","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/s-0030-1265960","url":null,"abstract":"sub-kutane","PeriodicalId":350840,"journal":{"name":"Akt Neurol","volume":"43 4 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2011-02-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"130824664","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}