Zum Titelbild: Die Carolabrücke im Herzen der Dresdner Altstadt – eine Momentaufnahme vom 12. Dezember 2024 aus südwestlicher Richtung mit der Frauenkirche im Vordergrund und der historischen Albertbrücke im Hintergrund. Markant sichtbar sind die Überbauabschnitte des Neustädter Kragträgers, die am Strompfeiler lehnen – der maßgebenden Versagensstelle des Überbaus. Seit dem Teileinsturz im September 2024 prägen diese Überreste das Stadtbild. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind die Abbrucharbeiten über den Elbwiesen am Neustädter Ufer (links) und auf der Altstädter Seite (rechts) bereits weit fortgeschritten. Das Stromfeld der Brücke befindet sich jedoch noch in der Elbe. Auf den verbliebenen Überbauten fallen in den Stützbereichen neben dem Stromfeld weiße Untersuchungsflächen ins Auge, an denen Spannstahlproben zur Aufklärung der Schadensursache entnommen wurden. Grund für den Einsturz der Brücke war Spannungsrisskorrosion. Zur Detektion von Spanndrahtbrüchen hat sich die Schallemissionsanalyse als bedeutsame Methode etabliert. Diese Technologie kann einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung des Weiterbetriebs gefährdeter Bauwerke liefern. Eine neue Richtline der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung bietet Anleitung für die Implementierung und Anwendung der Schallemissionsanalyse zur Detektion von Spanndrahtbrüchen – mehr dazu im Bericht auf S. 150–164. (Foto: MKP GmbH, Alexander Burzik)