In einem bisher einzigartigen Großversuch wurde ein 16 m langer CFK-Spannbetonträger mit sofortigem Verbund experimentell untersucht. Ziel war es, die Biege- und Querkrafttragfähigkeit sowie das Verformungsverhalten von CFK-vorgespannten Bauteilen unter realitätsnahen Belastungsbedingungen zu analysieren, um den Einsatz nichtmetallischer Vorspannbewehrungen im modularen Brückenbau zu ermöglichen, siehe Beitrag auf S. 410–425. Der getestete Prototyp eines Modulträgers kombiniert CFK-Spannlitzen, CFK-Gitter und CFK-Stäbe und zeigt das Potenzial dieser korrosionsbeständigen Bewehrungen für den Einsatz im Brückenbau mit Fertigteilen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden bereits erfolgreich für den Bau eines realen Brückenprototyps in Sachsen genutzt, der sich von September 2023 bis November 2024 im Rahmen einer temporären Bundesstraßenumfahrung bewährt hat. Die verwendeten CFK-Spannlitzen sind international langzeitig in realen Brückenbauwerken erprobt und industriell verfügbar und die Verwendung von modularen Fertigteilen ist international weitverbreitet und Stand der Technik. Der baupraktische Einsatz hierzulande sollte durch Erweiterung vorhandener Regelwerke und darauf abgestimmte Prüfverfahren für die Bewehrungsprodukte erleichtert werden. Nur dann ist eine einfachere Verbreitung dieser innovativen Bauweisen möglich. Der nächste Schritt kann mit der Überarbeitung der Richtlinie „Betonbauteile mit nichtmetallischer Bewehrung“ und deren geplanter Übernahme als Nationaler Anhang Deutschland der Neufassung des EC2 erfolgen. (Foto: HTW Dresden, Jakob Putz)
扫码关注我们
求助内容:
应助结果提醒方式:
