M.Eng. Toni Pollner, Dr.-Ing. Amir Rahimi, Prof. Dr.-Ing. Christoph Dauberschmidt
Werden Trennrisse oder Arbeitsfugen von Wasser durchströmt, kommt es zur Auslaugung des Zementsteins und zu einem Alkalitätsverlust. Wie bei der Carbonatisierung führt dieser Verlust zum Abbau der Passivschicht, die sich jedoch auf den angrenzenden Bereich beschränkt. Der Korrosionsfortschritt kann von der Wasseraustauschrate abhängen. In der hier vorgestellten Arbeit wird daher der Einfluss der Wasserdruckhöhe an Prüfkörpern mit Rissbreiten zwischen 0,20 und 0,25 mm (Mittelwerte) auf den Beginn der Depassivierung und die Korrosionsrate untersucht. Die Prüfkörper wurden bei einem hydrostatischen Druck von 0,04 bar, 0,20 bar oder 1,00 bar mit demineralisiertem Wasser beaufschlagt – die Korrosion wurde elektrochemisch erfasst. Wenige Tage nach Beginn der Beaufschlagung fließen bei allen Prüfkörpern hohe Makroelementströme. Infolge Selbstheilung kommt es bei 0,04 bar im späteren Verlauf zum Erliegen des Durchflusses, verbunden mit einem deutlichen Abfall der Makroelementströme. Dagegen führt der zwar verringerte, aber stetige Durchfluss bei 0,20 und 1,00 bar zu einem kontinuierlichen Korrosionsfortschritt. Während eine geplante längere Unterbrechung der Wasserzufuhr in der Repassivierung des Stahls resultiert, hat eine erneute Beaufschlagung sowohl einen erheblichen Anstieg der Durchfluss- als auch der Korrosionsrate zur Folge. Die Auslaugung äußert sich in einem Anstieg des pH-Werts des ausströmenden Wassers und in einer verringerten Calciumkonzentration im Rissbereich.
{"title":"Auslaugungsinduzierte Bewehrungskorrosion in wasserführenden Trennrissen","authors":"M.Eng. Toni Pollner, Dr.-Ing. Amir Rahimi, Prof. Dr.-Ing. Christoph Dauberschmidt","doi":"10.1002/best.202400029","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202400029","url":null,"abstract":"<p>Werden Trennrisse oder Arbeitsfugen von Wasser durchströmt, kommt es zur Auslaugung des Zementsteins und zu einem Alkalitätsverlust. Wie bei der Carbonatisierung führt dieser Verlust zum Abbau der Passivschicht, die sich jedoch auf den angrenzenden Bereich beschränkt. Der Korrosionsfortschritt kann von der Wasseraustauschrate abhängen. In der hier vorgestellten Arbeit wird daher der Einfluss der Wasserdruckhöhe an Prüfkörpern mit Rissbreiten zwischen 0,20 und 0,25 mm (Mittelwerte) auf den Beginn der Depassivierung und die Korrosionsrate untersucht. Die Prüfkörper wurden bei einem hydrostatischen Druck von 0,04 bar, 0,20 bar oder 1,00 bar mit demineralisiertem Wasser beaufschlagt – die Korrosion wurde elektrochemisch erfasst. Wenige Tage nach Beginn der Beaufschlagung fließen bei allen Prüfkörpern hohe Makroelementströme. Infolge Selbstheilung kommt es bei 0,04 bar im späteren Verlauf zum Erliegen des Durchflusses, verbunden mit einem deutlichen Abfall der Makroelementströme. Dagegen führt der zwar verringerte, aber stetige Durchfluss bei 0,20 und 1,00 bar zu einem kontinuierlichen Korrosionsfortschritt. Während eine geplante längere Unterbrechung der Wasserzufuhr in der Repassivierung des Stahls resultiert, hat eine erneute Beaufschlagung sowohl einen erheblichen Anstieg der Durchfluss- als auch der Korrosionsrate zur Folge. Die Auslaugung äußert sich in einem Anstieg des pH-Werts des ausströmenden Wassers und in einer verringerten Calciumkonzentration im Rissbereich.</p>","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 8","pages":"580-590"},"PeriodicalIF":1.0,"publicationDate":"2024-06-21","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141967464","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Dr.-Ing. Dries Beyer, M.Sc. Julia Neumann, Dr.-Ing. Tobias Schack, Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher, Prof. Dr.-Ing. Michael Haist
Der Einfluss des Klimawandels äußert sich in einer stetigen Zunahme an sommerlichen Hitzetagen, wodurch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten erhöhter Frischbetontemperaturen (>30 °C) während der Herstellung und des Einbaus von Beton erheblich zunimmt. Derartige klimatische Randbedingungen stellen für den Betonbau eine Herausforderung dar, da ohne energie- und CO2-intensive Gegenmaßnahmen, wie z. B. Kühlung der Ausgangsstoffe, ein ungewollt hoher Anstieg der Temperatur des Betons bei der Verarbeitung und Erhärtung unausweichlich ist. Dies führt zu einer Beeinflussung der Hydratation, was sich für gewöhnlich in einem beschleunigten Abfall der Verarbeitbarkeit und einer Reduktion der mechanischen Eigenschaften und der Dauerhaftigkeit äußert. Zielsetzung des vorliegenden Beitrags ist es, ein besseres Verständnis des Einflusses erhöhter Frischbetontemperaturen auf die zuvor genannten Eigenschaften zu gewinnen. Weiterhin wurde der Einfluss der Umgebungstemperatur bis zum Betonalter von drei Tagen auf die Betoneigenschaften untersucht. Hierbei wurden Temperaturen bis zu 40 °C betrachtet.
{"title":"Einfluss erhöhter Frischbeton- und Umgebungstemperaturen auf die Betoneigenschaften","authors":"Dr.-Ing. Dries Beyer, M.Sc. Julia Neumann, Dr.-Ing. Tobias Schack, Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher, Prof. Dr.-Ing. Michael Haist","doi":"10.1002/best.202400021","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202400021","url":null,"abstract":"<p>Der Einfluss des Klimawandels äußert sich in einer stetigen Zunahme an sommerlichen Hitzetagen, wodurch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten erhöhter Frischbetontemperaturen (>30 °C) während der Herstellung und des Einbaus von Beton erheblich zunimmt. Derartige klimatische Randbedingungen stellen für den Betonbau eine Herausforderung dar, da ohne energie- und CO<sub>2</sub>-intensive Gegenmaßnahmen, wie z. B. Kühlung der Ausgangsstoffe, ein ungewollt hoher Anstieg der Temperatur des Betons bei der Verarbeitung und Erhärtung unausweichlich ist. Dies führt zu einer Beeinflussung der Hydratation, was sich für gewöhnlich in einem beschleunigten Abfall der Verarbeitbarkeit und einer Reduktion der mechanischen Eigenschaften und der Dauerhaftigkeit äußert. Zielsetzung des vorliegenden Beitrags ist es, ein besseres Verständnis des Einflusses erhöhter Frischbetontemperaturen auf die zuvor genannten Eigenschaften zu gewinnen. Weiterhin wurde der Einfluss der Umgebungstemperatur bis zum Betonalter von drei Tagen auf die Betoneigenschaften untersucht. Hierbei wurden Temperaturen bis zu 40 °C betrachtet.</p>","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 8","pages":"547-558"},"PeriodicalIF":1.0,"publicationDate":"2024-06-16","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141967199","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Veranstaltungen: Beton- und Stahlbetonbau 6/2024","authors":"","doi":"10.1002/best.202480679","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202480679","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 6","pages":"466"},"PeriodicalIF":1.1,"publicationDate":"2024-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141315422","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Vorschau: Beton- und Stahlbetonbau 7/2024","authors":"","doi":"10.1002/best.202480699","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202480699","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 6","pages":""},"PeriodicalIF":1.1,"publicationDate":"2024-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/best.202480699","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141315423","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Klimafreundliches Bauen braucht Innovationswettbewerb und hochqualifizierte Ingenieur:innen","authors":"Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Oliver Fischer","doi":"10.1002/best.202480631","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202480631","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 6","pages":"387"},"PeriodicalIF":1.1,"publicationDate":"2024-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/best.202480631","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141315354","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Inhalt: Beton- und Stahlbetonbau 6/2024","authors":"","doi":"10.1002/best.202480611","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202480611","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 6","pages":""},"PeriodicalIF":1.1,"publicationDate":"2024-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/best.202480611","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141315353","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
{"title":"Beton- und Stahlbetonbau aktuell Beton- und Stahlbetonbau 6/2024","authors":"","doi":"10.1002/best.202480671","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202480671","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 6","pages":"461-465"},"PeriodicalIF":1.1,"publicationDate":"2024-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141315421","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zum Titelbild: Im Rahmen eines Pilotprojekts erfolgte die Erstanwendung des LT-Brückenbauverfahrens im Auftrag der ÖBB Infrastruktur AG beim Bau der Pinkabachbrücke im August und September des Jahres 2022. Die LT-Brückenbauweise wurde an der TU Wien als ressourcenschonendes und schnelles Bauverfahren mit innovativen Fertigteilelementen für die Längsträger und die Fahrbahnplatte entwickelt. Diese werden durch Anschlussbewehrung und eine Ortbetonschicht auf der Baustelle verbunden. Das Verfahren wird den aktuellen Anforderungen im Brückenbau gerecht und hat sowohl beim Ressourcenverbrauch als auch bei der Geschwindigkeit im Bau Vorteile im Vergleich zur etablierten Ortbetonbauweise. Die lichte Weite der Pinkabachbrücke beträgt 20,05 m zwischen den Widerlagerwänden. Der 67 t schwere Längsträger wurde mit zwei Mobilkränen auf den Widerlagern versetzt und anschließend wurden sechs Fahrbahnplattenelemente (5,2 t/Stück) auf dem Längsträger auf Elastomerstreifen verlegt. Auf dem Titelbild ist die Platzierung des zweiten Elements zu sehen. Jedes Fahrbahnplattenelement wurde mit zwei Querbalken, mit denen das Gewicht der Kragplatten und der Aufbetonschicht aufgenommen und in den Längsträger eingeleitet wurde, hergestellt. Der Rahmenriegel der Brücke konnte mit dem LT-Brückenbauverfahren in dreieinhalb Tagen fertiggestellt werden. Das Verfahren und die Pilotanwendung werden im Beitrag auf den Seiten 420–430 beschrieben. (Foto: Prof. Johann Kollegger)
{"title":"Titelbild: Beton- und Stahlbetonbau 6/2024","authors":"","doi":"10.1002/best.202480601","DOIUrl":"https://doi.org/10.1002/best.202480601","url":null,"abstract":"<p><b>Zum Titelbild</b>: Im Rahmen eines Pilotprojekts erfolgte die Erstanwendung des LT-Brückenbauverfahrens im Auftrag der ÖBB Infrastruktur AG beim Bau der Pinkabachbrücke im August und September des Jahres 2022. Die LT-Brückenbauweise wurde an der TU Wien als ressourcenschonendes und schnelles Bauverfahren mit innovativen Fertigteilelementen für die Längsträger und die Fahrbahnplatte entwickelt. Diese werden durch Anschlussbewehrung und eine Ortbetonschicht auf der Baustelle verbunden. Das Verfahren wird den aktuellen Anforderungen im Brückenbau gerecht und hat sowohl beim Ressourcenverbrauch als auch bei der Geschwindigkeit im Bau Vorteile im Vergleich zur etablierten Ortbetonbauweise. Die lichte Weite der Pinkabachbrücke beträgt 20,05 m zwischen den Widerlagerwänden. Der 67 t schwere Längsträger wurde mit zwei Mobilkränen auf den Widerlagern versetzt und anschließend wurden sechs Fahrbahnplattenelemente (5,2 t/Stück) auf dem Längsträger auf Elastomerstreifen verlegt. Auf dem Titelbild ist die Platzierung des zweiten Elements zu sehen. Jedes Fahrbahnplattenelement wurde mit zwei Querbalken, mit denen das Gewicht der Kragplatten und der Aufbetonschicht aufgenommen und in den Längsträger eingeleitet wurde, hergestellt. Der Rahmenriegel der Brücke konnte mit dem LT-Brückenbauverfahren in dreieinhalb Tagen fertiggestellt werden. Das Verfahren und die Pilotanwendung werden im Beitrag auf den Seiten 420–430 beschrieben. (Foto: Prof. Johann Kollegger)</p>","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 6","pages":""},"PeriodicalIF":1.1,"publicationDate":"2024-06-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/best.202480601","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141315352","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
M.Sc. Vanessa Mercedes Kind, Dr.-Ing. Thomas Kränkel, Prof. Dr.-Ing. Frank Dehn
Die Bestimmung von Luftporenkennwerten im Festbeton erfolgt üblicherweise durch eine mikroskopische Analyse, bei der die Luftporen auf einer geschliffenen Betonoberfläche manuell oder automatisch ausgezählt werden. Das manuelle Verfahren ist zeitintensiv und unterliegt subjektiven Einflüssen, während das automatische Verfahren aufwendige Kontrastierungen erfordert, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Obwohl allgemein bekannt ist, dass beide Verfahren erheblichen Streuungen unterliegen, wurden die maßgebenden Einflussfaktoren bisher nur wenig erforscht. Darüber hinaus gibt es bislang nur wenige Präzisionsdaten zum Mikroluftporengehalt A300, einem maßgebenden Kennwert zur Beurteilung des Frostwiderstands. Diese Veröffentlichung untersucht die o. g. Aspekte anhand eines Ringversuchs zur Luftporenauszählung nach DIN EN 480-11, an dem sieben manuell und eine automatisch auszählende Prüfstelle teilnahmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die aktuellen Prüfvorschriften präzisiert werden müssen, um eine einheitliche Vorgehensweise und damit vergleichbare Prüfergebnisse zu gewährleisten. Zudem wird aufgezeigt, dass die Grenzwerte für den Mindestluftgehalt im Frischbeton bindemittel- und verfahrensabhängig spezifiziert werden sollten.
测定硬化混凝土中的气隙特性通常采用显微分析法,即人工或自动计算抛光混凝土表面的气隙。手动方法耗时且受主观因素影响,而自动方法则需要精心对比才能获得可靠的结果。虽然人们普遍知道这两种方法都会产生相当大的分散性,但迄今为止对决定性影响因素的研究还很少。此外,有关微空气空隙含量 A300 这一评估抗冻性的关键参数的精确数据也很少。本出版物根据 DIN EN 480-11 标准对空气空隙计数进行了循环测试,七个手动计数测试中心和一个自动计数测试中心参加了测试,在此基础上对上述方面进行了研究。结果表明,目前的测试规范需要更精确的规定,以确保程序的标准化和测试结果的可比性。结果还表明,新拌混凝土中最小含气量的限值应根据粘结剂和工艺来确定。
{"title":"Über die Notwendigkeit zur Präzisierung der Auszählung von Luftporen im Beton","authors":"M.Sc. Vanessa Mercedes Kind, Dr.-Ing. Thomas Kränkel, Prof. Dr.-Ing. Frank Dehn","doi":"10.1002/best.202400025","DOIUrl":"10.1002/best.202400025","url":null,"abstract":"<p>Die Bestimmung von Luftporenkennwerten im Festbeton erfolgt üblicherweise durch eine mikroskopische Analyse, bei der die Luftporen auf einer geschliffenen Betonoberfläche manuell oder automatisch ausgezählt werden. Das manuelle Verfahren ist zeitintensiv und unterliegt subjektiven Einflüssen, während das automatische Verfahren aufwendige Kontrastierungen erfordert, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Obwohl allgemein bekannt ist, dass beide Verfahren erheblichen Streuungen unterliegen, wurden die maßgebenden Einflussfaktoren bisher nur wenig erforscht. Darüber hinaus gibt es bislang nur wenige Präzisionsdaten zum Mikroluftporengehalt <i>A</i><sub>300</sub>, einem maßgebenden Kennwert zur Beurteilung des Frostwiderstands. Diese Veröffentlichung untersucht die o. g. Aspekte anhand eines Ringversuchs zur Luftporenauszählung nach DIN EN 480-11, an dem sieben manuell und eine automatisch auszählende Prüfstelle teilnahmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die aktuellen Prüfvorschriften präzisiert werden müssen, um eine einheitliche Vorgehensweise und damit vergleichbare Prüfergebnisse zu gewährleisten. Zudem wird aufgezeigt, dass die Grenzwerte für den Mindestluftgehalt im Frischbeton bindemittel- und verfahrensabhängig spezifiziert werden sollten.</p>","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 7","pages":"479-489"},"PeriodicalIF":1.0,"publicationDate":"2024-06-10","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141360660","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Recyclingbeton kann sich in Festbetoneigenschaften von Beton, der nur mit natürlicher Gesteinskörnung hergestellt wurde, unterscheiden. Deshalb wird in der Schweiz bei der Bestellung von Recyclingbeton die Angabe einer E-Modulklasse gefordert. Der Elastizitätsmodul ist nach SN EN 12390-13 zu bestimmen, d. h. an Prüfkörpern, die unter Wasser gelagert werden. Deshalb stellte sich die Frage, ob der an wassergesättigten Prüfkörpern bestimmte Elastizitätsmodul aussagekräftig für Bauteile mit trockenen Expositionsbedingungen ist. Es wurden Untersuchungen an Recyclingbeton mit Beton- und Mischgranulat vorgenommen. Hierzu wurden die Prüfkörper bis zur Prüfung unter Wasser gelagert sowie vor der Prüfung getrocknet. Es zeigte sich, dass durch Wasserlagerung der Elastizitätsmodul höher als nach trockener Lagerung ist, die Unterschiede aber nicht sehr groß sind.
再生混凝土与仅使用天然骨料生产的混凝土在硬化后的性能上可能有所不同。因此,在瑞士订购再生混凝土时必须提供弹性模量等级。弹性模量的测定必须符合 SN EN 12390-13,即在存放于水中的试样上进行测定。因此出现了一个问题,即在水饱和试样上测定的弹性模量是否适用于干燥暴露条件下的构件。我们对含有混凝土和混合颗粒的再生混凝土进行了测试。为此,试验前将试样存放在水中,试验前将试样烘干。结果发现,水储存后的弹性模量高于干储存后的弹性模量,但差别不大。
{"title":"Elastizitätsmodul von Recyclingbeton","authors":"Dr. Frank Jacobs, Dipl.-Ing. Cathleen Hoffmann","doi":"10.1002/best.202400013","DOIUrl":"10.1002/best.202400013","url":null,"abstract":"<p>Recyclingbeton kann sich in Festbetoneigenschaften von Beton, der nur mit natürlicher Gesteinskörnung hergestellt wurde, unterscheiden. Deshalb wird in der Schweiz bei der Bestellung von Recyclingbeton die Angabe einer E-Modulklasse gefordert. Der Elastizitätsmodul ist nach SN EN 12390-13 zu bestimmen, d. h. an Prüfkörpern, die unter Wasser gelagert werden. Deshalb stellte sich die Frage, ob der an wassergesättigten Prüfkörpern bestimmte Elastizitätsmodul aussagekräftig für Bauteile mit trockenen Expositionsbedingungen ist. Es wurden Untersuchungen an Recyclingbeton mit Beton- und Mischgranulat vorgenommen. Hierzu wurden die Prüfkörper bis zur Prüfung unter Wasser gelagert sowie vor der Prüfung getrocknet. Es zeigte sich, dass durch Wasserlagerung der Elastizitätsmodul höher als nach trockener Lagerung ist, die Unterschiede aber nicht sehr groß sind.</p>","PeriodicalId":55386,"journal":{"name":"Beton- und Stahlbetonbau","volume":"119 7","pages":"500-508"},"PeriodicalIF":1.0,"publicationDate":"2024-06-07","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"141372469","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":4,"RegionCategory":"工程技术","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}