Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-2-216
Roland Czada
Der Ukraine-Krieg hat das Ideal einer wirksamen Völkerrechtsordnung beschädigt. Stattdessen kann sich der außenpolitische Realismus, der auf Machtgebrauch als Garant für Frieden setzt, bestätigt fühlen. In dem Artikel werden die Auswirkungen der kriegsbedingten Zeitenwende auf das politische Handeln und auf künftige Leitlinien der internationalen Politik diskutiert.
{"title":"Realismus im Aufwind? Außen- und Sicherheitspolitik in der »Zeitenwende«","authors":"Roland Czada","doi":"10.5771/0340-0425-2022-2-216","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-2-216","url":null,"abstract":"Der Ukraine-Krieg hat das Ideal einer wirksamen Völkerrechtsordnung beschädigt. Stattdessen kann sich der außenpolitische Realismus, der auf Machtgebrauch als Garant für Frieden setzt, bestätigt fühlen. In dem Artikel werden die Auswirkungen der kriegsbedingten Zeitenwende auf das politische Handeln und auf künftige Leitlinien der internationalen Politik diskutiert.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"25 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"75786809","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-2-279
H. Bude, Inga Haese
Der Aufsatz behandelt die Chancen und Risiken des Neuexperimentierens von Gesellschaft jenseits industrieller Gewissheiten. Auf der Grundlage von Daten des „Neulandgewinner“-Förderprogramms, das gezielt Akteure in Ostdeutschland unterstützt, werden gesellschaftliche Entwicklungen untersucht und soziologischen Deutungen unterzogen. Die geförderten Projekte bilden die Grundlage dreier neuer Ökonomien im ländlich geprägten Osten: die lokale residentielle Ökonomie der Anreicherung, die solidarische, selbstverwaltete Care-Ökonomie und die Netzwerkökonomie der Verteilung.
{"title":"Aufbrüche in die post-urbane Gesellschaft: Die Entwicklung des ländlichen Raums in Ostdeutschland","authors":"H. Bude, Inga Haese","doi":"10.5771/0340-0425-2022-2-279","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-2-279","url":null,"abstract":"Der Aufsatz behandelt die Chancen und Risiken des Neuexperimentierens von Gesellschaft jenseits industrieller Gewissheiten. Auf der Grundlage von Daten des „Neulandgewinner“-Förderprogramms, das gezielt Akteure in Ostdeutschland unterstützt, werden gesellschaftliche Entwicklungen untersucht und soziologischen Deutungen unterzogen. Die geförderten Projekte bilden die Grundlage dreier neuer Ökonomien im ländlich geprägten Osten: die lokale residentielle Ökonomie der Anreicherung, die solidarische, selbstverwaltete Care-Ökonomie und die Netzwerkökonomie der Verteilung.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"186 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"72802261","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-1-90
Julian-Christoph Müller, Astrid Séville
Der Beitrag setzt sich mit der Form politischer Ansprache von Bündnis 90/Die Grünen auseinander. Diese ist gegenwärtig gekennzeichnet durch den reflexiven Umgang mit politischen Werten und den gezielten Einsatz von Paradoxien. Das antizipierte Gegenüber der Partei ist jene von Andreas Reckwitz beschriebene „neue Mittelklasse“. Indem die Grünen in ihrer politischen Kommunikation weniger auf gemeinsame Werte abstellen, sondern stattdessen an die Reflexivität der Einzelnen appellieren, erproben sie derzeit so etwas wie eine Vergemeinschaftung der Singularitäten.
{"title":"Paradoxe Kopplungen: Die Wertekommunikation von Bündnis 90/Die Grünen als Ansprache und Fürsprache einer neuen Mittelklasse","authors":"Julian-Christoph Müller, Astrid Séville","doi":"10.5771/0340-0425-2022-1-90","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-1-90","url":null,"abstract":"Der Beitrag setzt sich mit der Form politischer Ansprache von Bündnis 90/Die Grünen auseinander. Diese ist gegenwärtig gekennzeichnet durch den reflexiven Umgang mit politischen Werten und den gezielten Einsatz von Paradoxien. Das antizipierte Gegenüber der Partei ist jene von Andreas Reckwitz beschriebene „neue Mittelklasse“. Indem die Grünen in ihrer politischen Kommunikation weniger auf gemeinsame Werte abstellen, sondern stattdessen an die Reflexivität der Einzelnen appellieren, erproben sie derzeit so etwas wie eine Vergemeinschaftung der Singularitäten.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"21 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"86282484","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-1-29
Ernst Lukas
Luhmann ist für seine soziologische Theorie berühmt geworden. Kaum bekannt ist, dass er auch ein durchaus praxisorientierter, in Politik und Verwaltung gut vernetzter Berater war. In einer historischen Skizze zu Projekten der Verwaltungsreform der Jahre 1968-1973 wird dies anhand archivalischer Quellen und bisher weithin unbekannter beziehungsweise unveröffentlichter Texte Luhmanns gezeigt. Seine Politikberatung versteht er durchaus im Sinne einer praktischen Anwendung von Theorie, aber nicht als wissenschaftlichen Input in Politik, sondern als Element einer Intervention in Organisation, Verfahren und Taktik politischer Vorhaben.
{"title":"Die Praxis der Theorie: Niklas Luhmann als Politikberater","authors":"Ernst Lukas","doi":"10.5771/0340-0425-2022-1-29","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-1-29","url":null,"abstract":"Luhmann ist für seine soziologische Theorie berühmt geworden. Kaum bekannt ist, dass er auch ein durchaus praxisorientierter, in Politik und Verwaltung gut vernetzter Berater war. In einer historischen Skizze zu Projekten der Verwaltungsreform der Jahre 1968-1973 wird dies anhand archivalischer Quellen und bisher weithin unbekannter beziehungsweise unveröffentlichter Texte Luhmanns gezeigt. Seine Politikberatung versteht er durchaus im Sinne einer praktischen Anwendung von Theorie, aber nicht als wissenschaftlichen Input in Politik, sondern als Element einer Intervention in Organisation, Verfahren und Taktik politischer Vorhaben.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"12 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"84634323","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-3-413
Klaus Schlichte
Im Unterschied zu allen anderen Kriegen der Gegenwart hat der Angriff Russlands auf die Ukraine zahlreiche moralische und politische Statements von Wissenschaftler*innen im Fach der Internationalen Beziehungen hervorgerufen. Realistische wie liberale Ansätze deduzieren dabei Erklärungen eher aus ihrem Theoriebestand, als sie aus dem Material zu entwickeln. Der Beitrag schlägt stattdessen eine kritisch-analytische Herangehensweise aus der Perspektive einer historischen politischen Soziologie vor. Während es vor dem Hintergrund der zugänglichen Quellen schwierig ist, den ursächlichen Prozess dieses Krieges genau zu bestimmen, wird versucht, vier Bedingungskomplexe dieses Prozesses zu benennen. Sie berücksichtigen sowohl die geschichtlichen Strukturierungen wie das eigentliche Konflikthandeln. Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und der postimperiale Habitus der politischen Klasse Russlands sind solche strukturierenden Komplexe des Prozesses, während die asymmetrische Figuration Russlands, der Ukraine und der USA sowie das Konflikthandeln im engeren Sinne dynamisierende Bedingungen des Prozesses sind. Der Beitrag schließt mit einem kritischen Ausblick auf die weitere Interpretation des Konflikts und ihre möglichen Effekte auf Krieg und Frieden.
{"title":"3 x Ukraine: Zur Politischen Soziologie eines Angriffskriegs","authors":"Klaus Schlichte","doi":"10.5771/0340-0425-2022-3-413","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-3-413","url":null,"abstract":"Im Unterschied zu allen anderen Kriegen der Gegenwart hat der Angriff Russlands auf die Ukraine zahlreiche moralische und politische Statements von Wissenschaftler*innen im Fach der Internationalen Beziehungen hervorgerufen. Realistische wie liberale Ansätze deduzieren dabei Erklärungen eher aus ihrem Theoriebestand, als sie aus dem Material zu entwickeln. Der Beitrag schlägt stattdessen eine kritisch-analytische Herangehensweise aus der Perspektive einer historischen politischen Soziologie vor. Während es vor dem Hintergrund der zugänglichen Quellen schwierig ist, den ursächlichen Prozess dieses Krieges genau zu bestimmen, wird versucht, vier Bedingungskomplexe dieses Prozesses zu benennen. Sie berücksichtigen sowohl die geschichtlichen Strukturierungen wie das eigentliche Konflikthandeln. Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und der postimperiale Habitus der politischen Klasse Russlands sind solche strukturierenden Komplexe des Prozesses, während die asymmetrische Figuration Russlands, der Ukraine und der USA sowie das Konflikthandeln im engeren Sinne dynamisierende Bedingungen des Prozesses sind. Der Beitrag schließt mit einem kritischen Ausblick auf die weitere Interpretation des Konflikts und ihre möglichen Effekte auf Krieg und Frieden.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"19 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"83408565","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-2-334
Christoph Deutschmann
Seit dem Ende der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die führenden Notenbanken der westlichen Länder eine Politik extrem niedriger Zinsen und anhaltender Anleihekäufe betrieben, die auch während der 2010er Jahre nur vorübergehend zurückgenommen und im Zuge der Corona-Krise noch ausgeweitet wurde. Die Ursachen der neuen Politik liegen, wie in dem Artikel argumentiert wird, in strukturellen Ungleichgewichten an den Kapitalmärkten, die freilich nicht auf eine durch die Alterung der Bevölkerung bedingte Erhöhung der Sparquoten zurückzuführen ist, wie von ökonomischer Seite oft behauptet wird. Der Kern des Problems liegt vielmehr in einem durch die spekulativen Exzesse der Finanzindustrie („Finanzialisierung“) hochgetriebenen Wert der Finanzvermögen einerseits, in einer sozial- und unternehmensstrukturell bedingten Erosion innovativer und unternehmerischer Potenziale in der Realwirtschaft andererseits. Daraus ergeben sich Grenzen der gegenwärtig zu beobachtenden Politisierung des Geldsystems, die in aktuellen geldtheoretischen Debatten nicht hinreichend reflektiert werden.
{"title":"Die Negativzinspolitik der Notenbanken: Strukturelle Hintergründe und geldtheoretische Konsequenzen","authors":"Christoph Deutschmann","doi":"10.5771/0340-0425-2022-2-334","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-2-334","url":null,"abstract":"Seit dem Ende der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die führenden Notenbanken der westlichen Länder eine Politik extrem niedriger Zinsen und anhaltender Anleihekäufe betrieben, die auch während der 2010er Jahre nur vorübergehend zurückgenommen und im Zuge der Corona-Krise noch ausgeweitet wurde. Die Ursachen der neuen Politik liegen, wie in dem Artikel argumentiert wird, in strukturellen Ungleichgewichten an den Kapitalmärkten, die freilich nicht auf eine durch die Alterung der Bevölkerung bedingte Erhöhung der Sparquoten zurückzuführen ist, wie von ökonomischer Seite oft behauptet wird. Der Kern des Problems liegt vielmehr in einem durch die spekulativen Exzesse der Finanzindustrie („Finanzialisierung“) hochgetriebenen Wert der Finanzvermögen einerseits, in einer sozial- und unternehmensstrukturell bedingten Erosion innovativer und unternehmerischer Potenziale in der Realwirtschaft andererseits. Daraus ergeben sich Grenzen der gegenwärtig zu beobachtenden Politisierung des Geldsystems, die in aktuellen geldtheoretischen Debatten nicht hinreichend reflektiert werden.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"58 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"75791196","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-3-487
Marina Martinez Mateo
{"title":"Zum Phantasma der Identitätspolitik – Kommentar zu Albrecht Koschorke","authors":"Marina Martinez Mateo","doi":"10.5771/0340-0425-2022-3-487","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-3-487","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"23 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"73699482","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-3-445
L. Kirchmair
Die Restitutionsdebatte ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung; einen juristischen, moralischen und politischen Königsweg scheint es indes nicht zu geben. Dieser Beitrag beleuchtet die bisher wenig beachteten, als Weltdokumentenerbe ausgezeichneten Bestände des Berliner Phonogramm-Archivs. Sie enthalten historische Klangaufnahmen aus aller Welt, die, so das Plädoyer dieses Beitrags, digitalisiert und sodann Open Access der Weltöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollten.
{"title":"Digitalisieren und zugänglich machen! Rechtliche und kulturethische Aspekte im Umgang mit historischen Klangaufnahmen des Berliner Phonogramm-Archivs","authors":"L. Kirchmair","doi":"10.5771/0340-0425-2022-3-445","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-3-445","url":null,"abstract":"Die Restitutionsdebatte ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung; einen juristischen, moralischen und politischen Königsweg scheint es indes nicht zu geben. Dieser Beitrag beleuchtet die bisher wenig beachteten, als Weltdokumentenerbe ausgezeichneten Bestände des Berliner Phonogramm-Archivs. Sie enthalten historische Klangaufnahmen aus aller Welt, die, so das Plädoyer dieses Beitrags, digitalisiert und sodann Open Access der Weltöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollten.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"11 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"73134936","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2022-01-01DOI: 10.5771/0340-0425-2022-2-239
Andreas Folkers
Nachhaltigkeit ist zu einem zentralen gesellschaftlichen Leitbild geworden, das verspricht, intakte natürliche Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen zu erhalten. Im Angesicht sich zuspitzender ökologischer Krisen wird es allerdings immer schwieriger, diesen Anspruch aufrechtzuerhalten. Dieser Artikel beleuchtet die Grenzen und Paradoxien der Nachhaltigkeit. Er zeigt, dass die Hoffnung auf die nachhaltige Konservierung der Zukunft nicht nur immer unrealistischer geworden ist, sondern damit zudem alternative Handlungsoptionen in der Gegenwart verschlossen bleiben. Mit Blick auf das ambivalente Konzept der Resilienz weist der Artikel auf eine Alternative hin. Als Strategie, um auf bereits eingetretene Schocks und Krisen zu reagieren, kann Resilienz Orientierung für eine ökologische Politik nach der Nachhaltigkeit liefern. Der Artikel kontrastiert eine gouvernementale mit einer radikalen Spielart der Resilienz und lotet so aus, wie sich emanzipatorische Ideale in Zeiten ökologischer Krisen neu denken lassen.
{"title":"Nach der Nachhaltigkeit: Resilienz und Revolte in der dritten Moderne","authors":"Andreas Folkers","doi":"10.5771/0340-0425-2022-2-239","DOIUrl":"https://doi.org/10.5771/0340-0425-2022-2-239","url":null,"abstract":"Nachhaltigkeit ist zu einem zentralen gesellschaftlichen Leitbild geworden, das verspricht, intakte natürliche Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen zu erhalten. Im Angesicht sich zuspitzender ökologischer Krisen wird es allerdings immer schwieriger, diesen Anspruch aufrechtzuerhalten. Dieser Artikel beleuchtet die Grenzen und Paradoxien der Nachhaltigkeit. Er zeigt, dass die Hoffnung auf die nachhaltige Konservierung der Zukunft nicht nur immer unrealistischer geworden ist, sondern damit zudem alternative Handlungsoptionen in der Gegenwart verschlossen bleiben. Mit Blick auf das ambivalente Konzept der Resilienz weist der Artikel auf eine Alternative hin. Als Strategie, um auf bereits eingetretene Schocks und Krisen zu reagieren, kann Resilienz Orientierung für eine ökologische Politik nach der Nachhaltigkeit liefern. Der Artikel kontrastiert eine gouvernementale mit einer radikalen Spielart der Resilienz und lotet so aus, wie sich emanzipatorische Ideale in Zeiten ökologischer Krisen neu denken lassen.","PeriodicalId":36222,"journal":{"name":"Leviathan (Germany)","volume":"21 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2022-01-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"75296218","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}