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BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen最新文献

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Erkenntnisse aus der digitalen Auswertung der „Listen ziviler Dienstränge“ aus dem späten Zarenreich 对沙皇帝国晚期 "文职官员名单 "的数字分析结果
Benedikt Tondera
Ein hohes Maß an beruflicher Mobilität gilt als ein Merkmal professioneller Eliten – in zeitgenössischen Gesellschaften ebenso wie in den Großreichen des 19. Jahrhunderts. Die vorliegende Untersuchung nimmt dieses Phänomen am Beispiel der hohen Beamtenschaft im Russländischen Reich genauer unter die Lupe. Denn aus den überlieferten Autobiographien der ranghöchsten Staatsdiener der zarischen Autokratie geht hervor, dass diese ihre häufigen und weiträumigen Ortswechsel keineswegs nur als Privileg, sondern auch als Last empfanden. Das Klagen über eine als Zwang empfundene Mobilität zeichnet dabei insbesondere jene Beamten aus, die einen Großteil ihrer Laufbahn weit entfernt von Peterburg an den Peripherien des Zarenreichs ableisteten. Vor diesem Hintergrund nutzt der vorliegende Beitrag das Visualisierungstool nodegoat, welches besonders dafür geeignet ist, biographische Ortswechsel im zeitlichen Verlauf darzustellen. Mithilfe von nodegoat lassen sich die kollektiven Bewegungsmuster verschiedener Beamtenkohorten miteinander vergleichen. Einerseits werden hierfür diejenigen Beamten zusammengefasst, die einen Großteil ihrer Karriere in Moskau und Petersburg absolvierten und eine Art „Elite innerhalb der Elite“ darstellten; andererseits jene, die hauptsächlich in den polnischen Gebieten des Zarenreichs aktiv waren. Auf diese Weise soll untersucht werden, welches Mobilitätsregime bei den an der Peripherie eingesetzten Beamten ein Gefühl der Überforderung erzeugte und wie sich räumliche Hierarchien auf Rotationsmuster im russländischen Verwaltungsapparat auswirkten.
无论是在当代社会还是在 19 世纪的大帝国,高度的职业流动性都被视为职业精英的特征。本研究以俄罗斯帝国的高级公务员为例,对这一现象进行了深入探讨。现存的沙皇专制时代最高级别公务员的自传显示,他们认为频繁的长途调动不仅是一种特权,也是一种负担。那些在远离彼得堡的沙皇帝国周边地区度过了大部分职业生涯的公务员尤其抱怨流动性被视为一种束缚。在此背景下,本文使用了可视化工具 nodegoat,该工具特别适合描述传记中地点随时间的变化。在 nodegoat 的帮助下,不同公务员群体的集体迁移模式可以相互比较。一方面,对那些大部分职业生涯都在莫斯科和圣彼得堡度过,代表着一种 "精英中的精英 "的公务员进行总结;另一方面,对那些主要活跃在沙皇帝国波兰领土上的公务员进行总结。通过这种方式,我们将研究哪种流动制度会使部署在外围地区的公务员感到要求过高,以及空间等级制度如何影响俄罗斯行政机构的轮换模式。
{"title":"Erkenntnisse aus der digitalen Auswertung der „Listen ziviler Dienstränge“ aus dem späten Zarenreich","authors":"Benedikt Tondera","doi":"10.3224/bios.v35i1.07","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v35i1.07","url":null,"abstract":"Ein hohes Maß an beruflicher Mobilität gilt als ein Merkmal professioneller Eliten – in zeitgenössischen Gesellschaften ebenso wie in den Großreichen des 19. Jahrhunderts. Die vorliegende Untersuchung nimmt dieses Phänomen am Beispiel der hohen Beamtenschaft im Russländischen Reich genauer unter die Lupe. Denn aus den überlieferten Autobiographien der ranghöchsten Staatsdiener der zarischen Autokratie geht hervor, dass diese ihre häufigen und weiträumigen Ortswechsel keineswegs nur als Privileg, sondern auch als Last empfanden. Das Klagen über eine als Zwang empfundene Mobilität zeichnet dabei insbesondere jene Beamten aus, die einen Großteil ihrer Laufbahn weit entfernt von Peterburg an den Peripherien des Zarenreichs ableisteten. Vor diesem Hintergrund nutzt der vorliegende Beitrag das Visualisierungstool nodegoat, welches besonders dafür geeignet ist, biographische Ortswechsel im zeitlichen Verlauf darzustellen. Mithilfe von nodegoat lassen sich die kollektiven Bewegungsmuster verschiedener Beamtenkohorten miteinander vergleichen. Einerseits werden hierfür diejenigen Beamten zusammengefasst, die einen Großteil ihrer Karriere in Moskau und Petersburg absolvierten und eine Art „Elite innerhalb der Elite“ darstellten; andererseits jene, die hauptsächlich in den polnischen Gebieten des Zarenreichs aktiv waren. Auf diese Weise soll untersucht werden, welches Mobilitätsregime bei den an der Peripherie eingesetzten Beamten ein Gefühl der Überforderung erzeugte und wie sich räumliche Hierarchien auf Rotationsmuster im russländischen Verwaltungsapparat auswirkten.","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":"4 1","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2024-02-08","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"139852431","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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Ein Urgroßvater aus Zentralasien für eine Tochter der Republik. Kollektivbiographische Perspektiven auf die Nachkommen des Propheten am Beispiel der Memoiren von Saffet Tanman (1912-2012) 共和国女儿的中亚曾祖父。以 Saffet Tanman(1912-2012 年)的回忆录为例,对先知后裔进行集体传记透视
Barbara Henning
Der Beitrag lotet am Beispiel ausgewählter Episoden aus den zweibändigen Memoiren der türkischen Unternehmerin Saffet Tanman (1912-2012) und der Geschichte ihrer osmanischen Çerkesşeyḫīzāde-Familie aus, welche Potenziale ein kollektivbiographischer Zugang für die Untersuchung der Lebenswelten osmanisch-imperialer Eliten und insbesondere der Nachkommen des Propheten Muhammad im Übergang zwischen spätosmanischer und postimperialer Zeit bietet. Bei der Lektüre und Kontextualisierung der Memoiren Saffet Tanmans werden unterschiedliche, untereinander nicht vollständig kompatible kollektive und individuelle soziale Verortungen der Autorin sowie die mit ihnen jeweils verbundenen Statusansprüche und narrativen Vermittlungsstrategien deutlich. Die mit dieser Überlagerung unterschiedlicher sozialer Referenzsysteme einhergehende Ambivalenz erlaubt es Saffet Tanman, eine hervorgehobene und besonders privilegierte Position in der sozialen Hierarchie in unterschiedlichen Kontexten auch in türkisch-republikanischer Zeit zu behaupten und für verschiedene Adressatenkreise verständlich und anschlussfähig zu machen. Die Auswertung der Memoiren trägt zu einem differenzierteren Verständnis der osmanischen und postimperialen sozialen Hierarchiegefüge bei, zeigt exemplarisch Kontinuitäten, aber auch Umdeutungen und Übersetzungsmomente auf und schreibt sich damit in eine Forschungsdiskussion ein, die den Prozesscharakter und die Polyvalenz der postosmanischen Transformation unterstreicht.
本文以土耳其女商人萨菲特-坦曼(1912-2012 年)的两卷回忆录及其奥斯曼 Çerkesşeyḫīzāde 家族的故事为例,探讨了集体传记方法为分析奥斯曼帝国精英,尤其是先知穆罕默德的后裔在奥斯曼帝国晚期与后帝国时期过渡时期的生活所提供的潜力。在阅读萨菲特-坦曼的回忆录并对其进行语境分析时,作者不同的集体和个人社会立场(这些立场之间并不完全一致),以及与每种立场相关的地位主张和叙事调解策略都变得清晰起来。与不同社会参照系统的重叠有关的矛盾性,使萨菲特-坦曼得以在不同背景下,甚至在土耳其共和国时期,在社会等级制度中坚持其突出和特别的特权地位,并使不同的目标群体能够理解和联系。对回忆录的分析有助于对奥斯曼帝国和后帝国时期的社会等级制度有一个更有区别的理解,显示出典范性的连续性,同时也显示出重新诠释和翻译的时刻,从而将自己纳入强调后奥斯曼帝国转型的过程性和多价性的研究讨论中。
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Identitäten quantifizieren. Nichtmuslime in der spätosmanischen Beamtenschaft 量化身份。奥斯曼帝国晚期公务员中的非穆斯林
Abdulhamit Kırmızı
Mit Fokus auf den Staatsdienst von Nichtmuslimen liefert dieser Beitrag eine quantitative prosopographische Studie über die osmanische Beamtenschaft im 19. Jahrhundert. Die Anstellung nichtmuslimischer Beamter in der Zentral- und Provinzverwaltung war eines der eigentümlichsten Merkmale der expandierenden modernen osmanischen Bürokratie. Muslime, Christen und Juden teilten einen Geist der Kollegialität in einem multikonfessionellen Arbeitsumfeld. Sie waren in den Diensten eines Staates, der auf anderen als ethnischen oder nationalen Grundlagen aufbaute. Der derzeit vorwiegende Fokus auf monolithische Identitäten macht es allerdings schwer, die vergangene soziale Realität dieser Beamten eines Reiches mit multivalenten Identitäten zu studieren. Anderseits wurde die Rolle von Christen und Juden in der osmanischen Verwaltung bislang nicht gründlich unter Einbezug von quantitativen Methoden und Archivmaterialien geprüft und blieb daher nur anekdotischer Natur. Aber wie hoch waren ihre Anzahl und ihr Prozentsatz? Wie hoch waren die jeweiligen Anteile der armenischen, griechischen und jüdischen Beamten? Welche Konfession hatte unter ihnen die Mehrheit? Aus welchen sozialen Schichten kamen sie, und wo haben sie ihre Karriere in der Bürokratie begonnen? Vor dem Hintergrund dieser Fragen nimmt diese Untersuchung nichtmuslimische Beamte in der Gesamtheit mit quantitativen Methoden in den Blick. Hauptquelle sind die Osmanischen Personalregister, die zwischen 1879 und 1914 in 201 Bänden Akten von etwa 50.000 Personen enthalten. Sie sind nützlich, um Muster und Trends innerhalb des Beamtentums zu erkennen, und vermitteln durch eine quantitative Analyse Einblick in den historischen Kontext, in dem die Beamten lebten.
本文以非穆斯林公务员制度为重点,对 19 世纪奥斯曼帝国的公务员制度进行了定量的前传学研究。在中央和省级行政机构中雇用非穆斯林公务员是不断扩大的现代奥斯曼官僚机构最独特的特征之一。在一个多宗教的工作环境中,穆斯林、基督徒和犹太人共享一种共事精神。他们为建立在种族或民族之外的国家服务。然而,目前对单一身份的普遍关注使得研究这些具有多重身份的帝国官员过去的社会现实变得困难。另一方面,基督徒和犹太人在奥斯曼帝国行政机构中的作用尚未通过定量方法和档案材料得到彻底分析,因此仍然是传闻。但他们的人数和比例是多少?亚美尼亚、希腊和犹太公务员的比例分别是多少?哪个教派在其中占多数?他们来自哪些社会阶层?在这些问题的背景下,本研究采用定量方法对非穆斯林公务员整体进行了分析。主要资料来源是《奥斯曼人事登记册》,其中包含 201 卷 1879 年至 1914 年期间约 50,000 人的记录。这些资料有助于识别公务员制度的模式和趋势,并通过定量分析深入了解公务员所处的历史背景。
{"title":"Identitäten quantifizieren. Nichtmuslime in der spätosmanischen Beamtenschaft","authors":"Abdulhamit Kırmızı","doi":"10.3224/bios.v35i1.03","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v35i1.03","url":null,"abstract":"Mit Fokus auf den Staatsdienst von Nichtmuslimen liefert dieser Beitrag eine quantitative prosopographische Studie über die osmanische Beamtenschaft im 19. Jahrhundert. Die Anstellung nichtmuslimischer Beamter in der Zentral- und Provinzverwaltung war eines der eigentümlichsten Merkmale der expandierenden modernen osmanischen Bürokratie. Muslime, Christen und Juden teilten einen Geist der Kollegialität in einem multikonfessionellen Arbeitsumfeld. Sie waren in den Diensten eines Staates, der auf anderen als ethnischen oder nationalen Grundlagen aufbaute. Der derzeit vorwiegende Fokus auf monolithische Identitäten macht es allerdings schwer, die vergangene soziale Realität dieser Beamten eines Reiches mit multivalenten Identitäten zu studieren. Anderseits wurde die Rolle von Christen und Juden in der osmanischen Verwaltung bislang nicht gründlich unter Einbezug von quantitativen Methoden und Archivmaterialien geprüft und blieb daher nur anekdotischer Natur. Aber wie hoch waren ihre Anzahl und ihr Prozentsatz? Wie hoch waren die jeweiligen Anteile der armenischen, griechischen und jüdischen Beamten? Welche Konfession hatte unter ihnen die Mehrheit? Aus welchen sozialen Schichten kamen sie, und wo haben sie ihre Karriere in der Bürokratie begonnen? Vor dem Hintergrund dieser Fragen nimmt diese Untersuchung nichtmuslimische Beamte in der Gesamtheit mit quantitativen Methoden in den Blick. Hauptquelle sind die Osmanischen Personalregister, die zwischen 1879 und 1914 in 201 Bänden Akten von etwa 50.000 Personen enthalten. Sie sind nützlich, um Muster und Trends innerhalb des Beamtentums zu erkennen, und vermitteln durch eine quantitative Analyse Einblick in den historischen Kontext, in dem die Beamten lebten.","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":" 4","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2024-02-08","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"139791620","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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Schnittstellen: Familien, Biographien und Empires 界面:家庭、传记和帝国
Alexa von Winning
Für Empires des 19. Jahrhunderts war die Familie eine zentrale soziale Institution, die zu ihrem Funktionieren ebenso wie zu ihrer Expansion und Verdichtung beitrug. Zugleich konnten Familien Empires durch ihre grenzüberschreitende Flexibilität destabilisieren. Der Beitrag reflektiert Potential und Ansätze familienbiographischer Forschung am Beispiel einer russischen Adelsfamilie, die zwischen 1850 und 1917 imperiale Projekte des Russländischen Reichs in Jerusalem, Konstantinopel und Riga vorantrieb. Dazu gehörten das orthodoxe Pilgerwesen, religiöse Archäologie und ein Frauenkloster. Männliche und weibliche Akteure nutzten unterschiedliche Strategien und Rhetoriken, um am religiösen empire building nach der russischen Niederlage im Krimkrieg mitzuwirken. Die Familie fungierte als Bindeglied zwischen den Individuen und der imperialen Gesellschaft. Sie war ein zentraler Handlungsraum, in dem sich gesellschaftliche Prozesse niederschlugen und in dem Menschen auf Veränderungen reagierten. Wenn Familienbiographien Ansätze der historischen Familienforschung mit denen der Biographik kombinieren, können sie drei fundamentale Ebenen verbinden: die individuelle, die familiäre und die gesellschaftliche. Der Fokus auf die Familie hilft außerdem dabei, geschlechterhistorische Fragen zu bearbeiten. Familiengeschichten zeigen Männer in gemischtgeschlechtlichen Kontexten und nicht nur als Angehörige einer vermeintlich rein männlichen Welt des imperialen Staatsdienstes. Außerdem zeigen sie das weite Handlungsspektrum von Frauen der gesellschaftlichen Elite.
对于 19 世纪的帝国来说,家庭是一个核心社会机构,有助于帝国的运作以及扩张和巩固。同时,家族也可以通过其跨界灵活性破坏帝国的稳定。文章以 1850 至 1917 年间在耶路撒冷、君士坦丁堡和里加推动俄罗斯帝国项目的俄罗斯贵族家庭为例,探讨了家族传记研究的潜力和方法。这些项目包括东正教朝圣、宗教考古和女子修道院。俄罗斯在克里米亚战争中战败后,男性和女性参与者使用不同的策略和言论参与宗教帝国的建设。家庭是个人与帝国社会之间的纽带。它是反映社会进程和人们对变革做出反应的核心行动空间。当家庭传记将历史家庭研究方法与传记研究方法相结合时,它们可以将个人、家庭和社会这三个基本层面联系起来。对家庭的关注也有助于解决性别历史问题。家族史展示了混合性别背景下的男性,而不仅仅是帝国公务员系统中所谓的全男性世界的成员。它们还展示了社会精英中女性的广泛行为。
{"title":"Schnittstellen: Familien, Biographien und Empires","authors":"Alexa von Winning","doi":"10.3224/bios.v35i1.02","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v35i1.02","url":null,"abstract":"Für Empires des 19. Jahrhunderts war die Familie eine zentrale soziale Institution, die zu ihrem Funktionieren ebenso wie zu ihrer Expansion und Verdichtung beitrug. Zugleich konnten Familien Empires durch ihre grenzüberschreitende Flexibilität destabilisieren. Der Beitrag reflektiert Potential und Ansätze familienbiographischer Forschung am Beispiel einer russischen Adelsfamilie, die zwischen 1850 und 1917 imperiale Projekte des Russländischen Reichs in Jerusalem, Konstantinopel und Riga vorantrieb. Dazu gehörten das orthodoxe Pilgerwesen, religiöse Archäologie und ein Frauenkloster. Männliche und weibliche Akteure nutzten unterschiedliche Strategien und Rhetoriken, um am religiösen empire building nach der russischen Niederlage im Krimkrieg mitzuwirken. Die Familie fungierte als Bindeglied zwischen den Individuen und der imperialen Gesellschaft. Sie war ein zentraler Handlungsraum, in dem sich gesellschaftliche Prozesse niederschlugen und in dem Menschen auf Veränderungen reagierten. Wenn Familienbiographien Ansätze der historischen Familienforschung mit denen der Biographik kombinieren, können sie drei fundamentale Ebenen verbinden: die individuelle, die familiäre und die gesellschaftliche. Der Fokus auf die Familie hilft außerdem dabei, geschlechterhistorische Fragen zu bearbeiten. Familiengeschichten zeigen Männer in gemischtgeschlechtlichen Kontexten und nicht nur als Angehörige einer vermeintlich rein männlichen Welt des imperialen Staatsdienstes. Außerdem zeigen sie das weite Handlungsspektrum von Frauen der gesellschaftlichen Elite.","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":"104 2","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2024-02-08","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"139852842","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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„Wahrhaft russische Menschen“ und „Verteidiger der russischen Sache“. Konstruktionen kollektiver Identität bei russischen Grenzlandnationalisten im späten Zarenreich "真正的俄罗斯人民 "和 "俄罗斯事业的捍卫者"。沙皇帝国晚期俄罗斯边疆民族主义者的集体身份建构
Philipp Schedl
Seit der Revolution von 1905 erstarkte der russische Nationalismus als politische Kraft im Zarenreich. Zugleich gewannen Repräsentanten der okrainy, der Grenzgebiete des Russischen Reichs, zunehmend an Einfluss in den nationalistischen Kreisen in St. Petersburg. Der Artikel nimmt mithilfe eines kollektivbiographischen Ansatzes diese russischen Nationalisten aus den imperialen Randgebieten in den Blick. Er zielt darauf ab, die gemeinsamen Erfahrungshorizonte dieser Grenzlandnationalisten nachzuvollziehen, ihre Strategien zur translokalen Vernetzung zu analysieren und ihren Einfluss in den staatlichen und politischen Institutionen im späten Zarenreich zu identifizieren. Die Grenzregionen wurden von den Grenzlandnationalisten dabei als erbittert umkämpftes Terrain wahrgenommen und der vermeintliche Separatismus der nicht-russischen Mehrheitsbevölkerung zur permanenten und fundamentalen Bedrohung überhöht. Innerhalb des Milieus der Grenzlandnationalisten entwickelte sich vor diesem Hintergrund eine kollektive Identität, die sich aus der Annahme speiste, als Kämpfer an einer imaginativen inneren Grenze die russische Staatlichkeit gegen die nichtrussischen Völker der Reichsränder verteidigen zu müssen. Es geht daher in einem zweiten Schritt um die Frage, wie, aufbauend auf tatsächlichen gemeinsamen Erfahrungshorizonten, diese kollektive Identität konstruiert wurde, wie sie durch theoretische Diskurse geschärft und durch Formen von Vergemeinschaftung verfestigt wurde.
自 1905 年革命以来,俄罗斯民族主义作为一股政治力量在沙皇帝国日益壮大。与此同时,俄罗斯帝国边境地区(okrainy)的代表在圣彼得堡的民族主义圈子中也获得了越来越大的影响力。文章采用集体传记的方法来分析这些来自帝国边缘的俄罗斯民族主义者。文章旨在追溯这些边疆民族主义者的共同经历,分析他们建立异地网络的策略,并确定他们在沙皇帝国晚期的国家和政治机构中的影响力。边疆民族主义者将边境地区视为激烈争夺的地盘,非俄罗斯多数人口的所谓分离主义被夸大为一种永久性的根本威胁。在此背景下,边疆民族主义者形成了一种集体认同,他们认为,作为想象中的内部边界上的战士,他们必须捍卫俄罗斯的国家地位,对抗帝国边界上的非俄罗斯民族。因此,第二步的问题是,这种集体认同是如何在实际的共同经验基础上构建起来的,又是如何通过理论论述使其更加鲜明,并通过社区化的形式使其更加稳固的。
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Schnittstellen: Familien, Biographien und Empires 界面:家庭、传记和帝国
Alexa von Winning
Für Empires des 19. Jahrhunderts war die Familie eine zentrale soziale Institution, die zu ihrem Funktionieren ebenso wie zu ihrer Expansion und Verdichtung beitrug. Zugleich konnten Familien Empires durch ihre grenzüberschreitende Flexibilität destabilisieren. Der Beitrag reflektiert Potential und Ansätze familienbiographischer Forschung am Beispiel einer russischen Adelsfamilie, die zwischen 1850 und 1917 imperiale Projekte des Russländischen Reichs in Jerusalem, Konstantinopel und Riga vorantrieb. Dazu gehörten das orthodoxe Pilgerwesen, religiöse Archäologie und ein Frauenkloster. Männliche und weibliche Akteure nutzten unterschiedliche Strategien und Rhetoriken, um am religiösen empire building nach der russischen Niederlage im Krimkrieg mitzuwirken. Die Familie fungierte als Bindeglied zwischen den Individuen und der imperialen Gesellschaft. Sie war ein zentraler Handlungsraum, in dem sich gesellschaftliche Prozesse niederschlugen und in dem Menschen auf Veränderungen reagierten. Wenn Familienbiographien Ansätze der historischen Familienforschung mit denen der Biographik kombinieren, können sie drei fundamentale Ebenen verbinden: die individuelle, die familiäre und die gesellschaftliche. Der Fokus auf die Familie hilft außerdem dabei, geschlechterhistorische Fragen zu bearbeiten. Familiengeschichten zeigen Männer in gemischtgeschlechtlichen Kontexten und nicht nur als Angehörige einer vermeintlich rein männlichen Welt des imperialen Staatsdienstes. Außerdem zeigen sie das weite Handlungsspektrum von Frauen der gesellschaftlichen Elite.
对于 19 世纪的帝国来说,家庭是一个核心社会机构,有助于帝国的运作以及扩张和巩固。同时,家族也可以通过其跨界灵活性破坏帝国的稳定。文章以 1850 至 1917 年间在耶路撒冷、君士坦丁堡和里加推动俄罗斯帝国项目的俄罗斯贵族家庭为例,探讨了家族传记研究的潜力和方法。这些项目包括东正教朝圣、宗教考古和女子修道院。俄罗斯在克里米亚战争中战败后,男性和女性参与者使用不同的策略和言论参与宗教帝国的建设。家庭是个人与帝国社会之间的纽带。它是反映社会进程和人们对变革做出反应的核心行动空间。当家庭传记将历史家庭研究方法与传记研究方法相结合时,它们可以将个人、家庭和社会这三个基本层面联系起来。对家庭的关注也有助于解决性别历史问题。家族史展示了混合性别背景下的男性,而不仅仅是帝国公务员系统中所谓的纯男性世界的成员。它们还展示了社会精英中女性的广泛行为。
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„Wahrhaft russische Menschen“ und „Verteidiger der russischen Sache“. Konstruktionen kollektiver Identität bei russischen Grenzlandnationalisten im späten Zarenreich "真正的俄罗斯人民 "和 "俄罗斯事业的捍卫者"。沙皇帝国晚期俄罗斯边疆民族主义者的集体身份建构
Philipp Schedl
Seit der Revolution von 1905 erstarkte der russische Nationalismus als politische Kraft im Zarenreich. Zugleich gewannen Repräsentanten der okrainy, der Grenzgebiete des Russischen Reichs, zunehmend an Einfluss in den nationalistischen Kreisen in St. Petersburg. Der Artikel nimmt mithilfe eines kollektivbiographischen Ansatzes diese russischen Nationalisten aus den imperialen Randgebieten in den Blick. Er zielt darauf ab, die gemeinsamen Erfahrungshorizonte dieser Grenzlandnationalisten nachzuvollziehen, ihre Strategien zur translokalen Vernetzung zu analysieren und ihren Einfluss in den staatlichen und politischen Institutionen im späten Zarenreich zu identifizieren. Die Grenzregionen wurden von den Grenzlandnationalisten dabei als erbittert umkämpftes Terrain wahrgenommen und der vermeintliche Separatismus der nicht-russischen Mehrheitsbevölkerung zur permanenten und fundamentalen Bedrohung überhöht. Innerhalb des Milieus der Grenzlandnationalisten entwickelte sich vor diesem Hintergrund eine kollektive Identität, die sich aus der Annahme speiste, als Kämpfer an einer imaginativen inneren Grenze die russische Staatlichkeit gegen die nichtrussischen Völker der Reichsränder verteidigen zu müssen. Es geht daher in einem zweiten Schritt um die Frage, wie, aufbauend auf tatsächlichen gemeinsamen Erfahrungshorizonten, diese kollektive Identität konstruiert wurde, wie sie durch theoretische Diskurse geschärft und durch Formen von Vergemeinschaftung verfestigt wurde.
自 1905 年革命以来,俄罗斯民族主义作为一股政治力量在沙皇帝国日益壮大。与此同时,俄罗斯帝国边境地区(okrainy)的代表在圣彼得堡的民族主义圈子中也获得了越来越大的影响力。文章采用集体传记的方法来分析这些来自帝国边缘的俄罗斯民族主义者。文章旨在追溯这些边疆民族主义者的共同经历,分析他们建立异地网络的策略,并确定他们在沙皇帝国晚期的国家和政治机构中的影响力。边疆民族主义者将边境地区视为激烈争夺的地盘,非俄罗斯多数人口的所谓分离主义被夸大为一种永久性的根本威胁。在此背景下,边疆民族主义者形成了一种集体认同,他们认为,作为想象中的内部边界上的战士,他们必须捍卫俄罗斯的国家地位,对抗帝国边界上的非俄罗斯民族。因此,第二步的问题是,这种集体认同是如何在实际的共同经验基础上构建起来的,又是如何通过理论论述使其更加鲜明,并通过社区化的形式使其更加稳固的。
{"title":"„Wahrhaft russische Menschen“ und „Verteidiger der russischen Sache“. Konstruktionen kollektiver Identität bei russischen Grenzlandnationalisten im späten Zarenreich","authors":"Philipp Schedl","doi":"10.3224/bios.v35i1.06","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v35i1.06","url":null,"abstract":"Seit der Revolution von 1905 erstarkte der russische Nationalismus als politische Kraft im Zarenreich. Zugleich gewannen Repräsentanten der okrainy, der Grenzgebiete des Russischen Reichs, zunehmend an Einfluss in den nationalistischen Kreisen in St. Petersburg. Der Artikel nimmt mithilfe eines kollektivbiographischen Ansatzes diese russischen Nationalisten aus den imperialen Randgebieten in den Blick. Er zielt darauf ab, die gemeinsamen Erfahrungshorizonte dieser Grenzlandnationalisten nachzuvollziehen, ihre Strategien zur translokalen Vernetzung zu analysieren und ihren Einfluss in den staatlichen und politischen Institutionen im späten Zarenreich zu identifizieren. Die Grenzregionen wurden von den Grenzlandnationalisten dabei als erbittert umkämpftes Terrain wahrgenommen und der vermeintliche Separatismus der nicht-russischen Mehrheitsbevölkerung zur permanenten und fundamentalen Bedrohung überhöht. Innerhalb des Milieus der Grenzlandnationalisten entwickelte sich vor diesem Hintergrund eine kollektive Identität, die sich aus der Annahme speiste, als Kämpfer an einer imaginativen inneren Grenze die russische Staatlichkeit gegen die nichtrussischen Völker der Reichsränder verteidigen zu müssen. Es geht daher in einem zweiten Schritt um die Frage, wie, aufbauend auf tatsächlichen gemeinsamen Erfahrungshorizonten, diese kollektive Identität konstruiert wurde, wie sie durch theoretische Diskurse geschärft und durch Formen von Vergemeinschaftung verfestigt wurde.","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":"74 S9","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2024-02-08","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"139794109","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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Ein Urgroßvater aus Zentralasien für eine Tochter der Republik. Kollektivbiographische Perspektiven auf die Nachkommen des Propheten am Beispiel der Memoiren von Saffet Tanman (1912-2012) 共和国女儿的中亚曾祖父。以 Saffet Tanman(1912-2012 年)的回忆录为例,对先知后裔进行集体传记透视
Barbara Henning
Der Beitrag lotet am Beispiel ausgewählter Episoden aus den zweibändigen Memoiren der türkischen Unternehmerin Saffet Tanman (1912-2012) und der Geschichte ihrer osmanischen Çerkesşeyḫīzāde-Familie aus, welche Potenziale ein kollektivbiographischer Zugang für die Untersuchung der Lebenswelten osmanisch-imperialer Eliten und insbesondere der Nachkommen des Propheten Muhammad im Übergang zwischen spätosmanischer und postimperialer Zeit bietet. Bei der Lektüre und Kontextualisierung der Memoiren Saffet Tanmans werden unterschiedliche, untereinander nicht vollständig kompatible kollektive und individuelle soziale Verortungen der Autorin sowie die mit ihnen jeweils verbundenen Statusansprüche und narrativen Vermittlungsstrategien deutlich. Die mit dieser Überlagerung unterschiedlicher sozialer Referenzsysteme einhergehende Ambivalenz erlaubt es Saffet Tanman, eine hervorgehobene und besonders privilegierte Position in der sozialen Hierarchie in unterschiedlichen Kontexten auch in türkisch-republikanischer Zeit zu behaupten und für verschiedene Adressatenkreise verständlich und anschlussfähig zu machen. Die Auswertung der Memoiren trägt zu einem differenzierteren Verständnis der osmanischen und postimperialen sozialen Hierarchiegefüge bei, zeigt exemplarisch Kontinuitäten, aber auch Umdeutungen und Übersetzungsmomente auf und schreibt sich damit in eine Forschungsdiskussion ein, die den Prozesscharakter und die Polyvalenz der postosmanischen Transformation unterstreicht.
本文以土耳其女商人萨菲特-坦曼(1912-2012 年)的两卷回忆录及其奥斯曼 Çerkesşeyḫīzāde 家族的故事为例,探讨了集体传记方法为分析奥斯曼帝国精英,尤其是先知穆罕默德的后裔在奥斯曼帝国晚期与后帝国时期过渡时期的生活所提供的潜力。在阅读萨菲特-坦曼的回忆录并对其进行语境分析时,作者不同的集体和个人社会立场(这些立场之间并不完全一致),以及与每种立场相关的地位主张和叙事调解策略都变得清晰起来。与不同社会参照系统的重叠有关的矛盾性,使萨菲特-坦曼得以在不同背景下,甚至在土耳其共和国时期,在社会等级制度中坚持其突出和特别的特权地位,并使不同的目标群体能够理解和联系。对回忆录的分析有助于对奥斯曼帝国和后帝国时期的社会等级制度有一个更有区别的理解,显示出典范性的连续性,同时也显示出重新诠释和翻译的时刻,从而将自己纳入强调后奥斯曼帝国转型的过程性和多价性的研究讨论中。
{"title":"Ein Urgroßvater aus Zentralasien für eine Tochter der Republik. Kollektivbiographische Perspektiven auf die Nachkommen des Propheten am Beispiel der Memoiren von Saffet Tanman (1912-2012)","authors":"Barbara Henning","doi":"10.3224/bios.v35i1.05","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v35i1.05","url":null,"abstract":"Der Beitrag lotet am Beispiel ausgewählter Episoden aus den zweibändigen Memoiren der türkischen Unternehmerin Saffet Tanman (1912-2012) und der Geschichte ihrer osmanischen Çerkesşeyḫīzāde-Familie aus, welche Potenziale ein kollektivbiographischer Zugang für die Untersuchung der Lebenswelten osmanisch-imperialer Eliten und insbesondere der Nachkommen des Propheten Muhammad im Übergang zwischen spätosmanischer und postimperialer Zeit bietet. Bei der Lektüre und Kontextualisierung der Memoiren Saffet Tanmans werden unterschiedliche, untereinander nicht vollständig kompatible kollektive und individuelle soziale Verortungen der Autorin sowie die mit ihnen jeweils verbundenen Statusansprüche und narrativen Vermittlungsstrategien deutlich. Die mit dieser Überlagerung unterschiedlicher sozialer Referenzsysteme einhergehende Ambivalenz erlaubt es Saffet Tanman, eine hervorgehobene und besonders privilegierte Position in der sozialen Hierarchie in unterschiedlichen Kontexten auch in türkisch-republikanischer Zeit zu behaupten und für verschiedene Adressatenkreise verständlich und anschlussfähig zu machen. Die Auswertung der Memoiren trägt zu einem differenzierteren Verständnis der osmanischen und postimperialen sozialen Hierarchiegefüge bei, zeigt exemplarisch Kontinuitäten, aber auch Umdeutungen und Übersetzungsmomente auf und schreibt sich damit in eine Forschungsdiskussion ein, die den Prozesscharakter und die Polyvalenz der postosmanischen Transformation unterstreicht.","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":"72 2","pages":""},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2024-02-08","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"139850952","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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Holocaust-Tagebücher junger Jüdinnen und Juden 犹太人大屠杀日记
W. Kaiser
Der Aufsatz befasst sich mit Tagebüchern junger Menschen in vielen Ländern Europas, die von den Nationalsozialisten und ihren Helfern als Jüdinnen und Juden verfolgt und von denen viele ermordet worden sind. Er erörtert, was Tagebücher als historische Quellen mit anderen Selbstzeugnissen wie Memoiren und Zeitzeugeninterviews gemeinsam haben und worin sie sich wesentlich unterscheiden. An einigen Beispielen wird gezeigt, wie Tagebücher aufgrund der zeitlichen Nähe zwischen dem Erleben und der Niederschrift des Erlebten sowie der Offenheit des Erwartungshorizonts Einblicke in die unmittelbaren Reaktionen der Betroffenen und ihre unterschiedlichen Deutungen des Geschehens gewähren. Angesichts solcher Erkenntnismöglichkeiten, wie sie nur Tagebücher und Briefe bieten, wird der Frage nachgegangen, warum die Zahl der überlieferten Diarien regional unterschiedlich groß und insgesamt sehr viel geringer ist als die der Memoiren und Interviews, in denen Überlebende rückblickend von ihren Erfahrungen berichtet haben. Es wird untersucht, wie die Entscheidung für eine bestimmte Form des Tagebuchs von den Lebensbedingungen der Autorinnen und Autoren, aber auch von ihren Motivationen abhing. Die Vielfalt der Motivationen wird anhand von Tagebucheinträgen verdeutlicht, die das Bedürfnis zu schreiben explizit reflektieren. Abschließend wird die Besonderheit der untersuchten Tagebücher dadurch hervorgehoben, dass die Auseinandersetzung der Verfasserinnen und Verfasser mit der akuten Bedrohung ihres Lebens durch die Judenmörder beispielhaft dokumentiert wird.
本文探讨了许多在欧洲国家的年轻人所写的日记,这些人因为是犹太人和犹太人的纳粹分子而遭到迫害,其中有许多人被人杀害。他讨论了日记作为历史源泉、纪念册、时下日记等等的共同点、它们有很大的不同。一些例子表明,经历和经历之间的接近,以及人的期望的开放,让人知道当事人的立志是怎样的,两种不同的表现在不同的地方。它仅提供日记和信件这样的便知晓为什么传统帝文的数量在各地区有差异,而且总体上比幸存者回顾他们的经历和采访要少得多。本文研究了如何决定某种形式的日记,是如何取决于作者和作家的生活状况和动机的。人们通过写日记明确反映了写作的需求来描述写作动机的多样性。最后,以实例表明,作者本人探讨了杀害犹太人者对其生活的严重威胁,并以此强调,研究日记的特点是引人注目。
{"title":"Holocaust-Tagebücher junger Jüdinnen und Juden","authors":"W. Kaiser","doi":"10.3224/bios.v34i2.01","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v34i2.01","url":null,"abstract":"Der Aufsatz befasst sich mit Tagebüchern junger Menschen in vielen Ländern Europas, die von den Nationalsozialisten und ihren Helfern als Jüdinnen und Juden verfolgt und von denen viele ermordet worden sind. Er erörtert, was Tagebücher als historische Quellen mit anderen Selbstzeugnissen wie Memoiren und Zeitzeugeninterviews gemeinsam haben und worin sie sich wesentlich unterscheiden. An einigen Beispielen wird gezeigt, wie Tagebücher aufgrund der zeitlichen Nähe zwischen dem Erleben und der Niederschrift des Erlebten sowie der Offenheit des Erwartungshorizonts Einblicke in die unmittelbaren Reaktionen der Betroffenen und ihre unterschiedlichen Deutungen des Geschehens gewähren. Angesichts solcher Erkenntnismöglichkeiten, wie sie nur Tagebücher und Briefe bieten, wird der Frage nachgegangen, warum die Zahl der überlieferten Diarien regional unterschiedlich groß und insgesamt sehr viel geringer ist als die der Memoiren und Interviews, in denen Überlebende rückblickend von ihren Erfahrungen berichtet haben. Es wird untersucht, wie die Entscheidung für eine bestimmte Form des Tagebuchs von den Lebensbedingungen der Autorinnen und Autoren, aber auch von ihren Motivationen abhing. Die Vielfalt der Motivationen wird anhand von Tagebucheinträgen verdeutlicht, die das Bedürfnis zu schreiben explizit reflektieren. Abschließend wird die Besonderheit der untersuchten Tagebücher dadurch hervorgehoben, dass die Auseinandersetzung der Verfasserinnen und Verfasser mit der akuten Bedrohung ihres Lebens durch die Judenmörder beispielhaft dokumentiert wird.","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":"2 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-08-14","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126348788","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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Dorothee Schmitz-Köster: Unbrauchbare Väter. Über Muster-Männer, Seitenspringer und flüchtende Erzeuger im Lebensborn, Göttingen: Wallstein Verlag 2022, 160 Seiten, 24,00 €. 都是不行的父亲关于生命之泉计划Muster-Männer Seitenspringer和生产者会逃跑,哥廷根:Wallstein出版社2022年,160页,24,00€.
D. Neumaier
{"title":"Dorothee Schmitz-Köster: Unbrauchbare Väter. Über Muster-Männer, Seitenspringer und flüchtende Erzeuger im Lebensborn, Göttingen: Wallstein Verlag 2022, 160 Seiten, 24,00 €.","authors":"D. Neumaier","doi":"10.3224/bios.v34i2.07","DOIUrl":"https://doi.org/10.3224/bios.v34i2.07","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":197030,"journal":{"name":"BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen","volume":"27 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-08-14","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"116630056","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
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期刊
BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen
全部 Acc. Chem. Res. ACS Applied Bio Materials ACS Appl. Electron. Mater. ACS Appl. Energy Mater. ACS Appl. Mater. Interfaces ACS Appl. Nano Mater. ACS Appl. Polym. Mater. ACS BIOMATER-SCI ENG ACS Catal. ACS Cent. Sci. ACS Chem. Biol. ACS Chemical Health & Safety ACS Chem. Neurosci. ACS Comb. Sci. ACS Earth Space Chem. ACS Energy Lett. ACS Infect. Dis. ACS Macro Lett. ACS Mater. Lett. ACS Med. Chem. Lett. ACS Nano ACS Omega ACS Photonics ACS Sens. ACS Sustainable Chem. Eng. ACS Synth. Biol. Anal. Chem. BIOCHEMISTRY-US Bioconjugate Chem. BIOMACROMOLECULES Chem. Res. Toxicol. Chem. Rev. Chem. Mater. CRYST GROWTH DES ENERG FUEL Environ. Sci. Technol. Environ. Sci. Technol. Lett. Eur. J. Inorg. Chem. IND ENG CHEM RES Inorg. Chem. J. Agric. Food. Chem. J. Chem. Eng. Data J. Chem. Educ. J. Chem. Inf. Model. J. Chem. Theory Comput. J. Med. Chem. J. Nat. Prod. J PROTEOME RES J. Am. Chem. Soc. LANGMUIR MACROMOLECULES Mol. Pharmaceutics Nano Lett. Org. Lett. ORG PROCESS RES DEV ORGANOMETALLICS J. Org. Chem. J. Phys. Chem. J. Phys. Chem. A J. Phys. Chem. B J. Phys. Chem. C J. Phys. Chem. Lett. Analyst Anal. Methods Biomater. Sci. Catal. Sci. Technol. Chem. Commun. Chem. Soc. Rev. CHEM EDUC RES PRACT CRYSTENGCOMM Dalton Trans. Energy Environ. Sci. ENVIRON SCI-NANO ENVIRON SCI-PROC IMP ENVIRON SCI-WAT RES Faraday Discuss. Food Funct. Green Chem. Inorg. Chem. Front. Integr. Biol. J. Anal. At. Spectrom. J. Mater. Chem. A J. Mater. Chem. B J. Mater. Chem. C Lab Chip Mater. Chem. Front. Mater. Horiz. MEDCHEMCOMM Metallomics Mol. Biosyst. Mol. Syst. Des. Eng. Nanoscale Nanoscale Horiz. Nat. Prod. Rep. New J. Chem. Org. Biomol. Chem. Org. Chem. Front. PHOTOCH PHOTOBIO SCI PCCP Polym. Chem.
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