Bereits wenn man es in den Händen hält, fällt auf: Dieses Buch ist besonders – so, wie auch die aktuelle Zeit eine besondere ist. Es geht um den Corona-Virus und die Erkrankung COVID-19 im Zusammenhang mit Mikronährstoffen. Dem Autor ist es gelungen, über 300 Studien zum Einsatz von Vitaminen und Spurenelementen bei COVID-19 auszuwerten. Sein Fazit lautet: Mit dem gezielten Einsatz von Mikronährstoffen lässt sich die Schwere der Erkrankung reduzieren und die Lebensqualität verbessern! Gerade in Alten- und Pflegeheimen ist die ernährungsmedizinische Versorgung mit Mikronährstoffen häufig mangelhaft. Diese wirkt sich weiter negativ auf den Immunstatus aus. In Kombination mit einer Arzneitherapie wird die Situation noch fataler: Ein Teufelskreis entsteht.
{"title":"COVID-19 und Long-COVID","authors":"","doi":"10.1055/a-1701-5496","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1701-5496","url":null,"abstract":"Bereits wenn man es in den Händen hält, fällt auf: Dieses Buch ist besonders – so, wie auch die aktuelle Zeit eine besondere ist. Es geht um den Corona-Virus und die Erkrankung COVID-19 im Zusammenhang mit Mikronährstoffen. Dem Autor ist es gelungen, über 300 Studien zum Einsatz von Vitaminen und Spurenelementen bei COVID-19 auszuwerten. Sein Fazit lautet: Mit dem gezielten Einsatz von Mikronährstoffen lässt sich die Schwere der Erkrankung reduzieren und die Lebensqualität verbessern! Gerade in Alten- und Pflegeheimen ist die ernährungsmedizinische Versorgung mit Mikronährstoffen häufig mangelhaft. Diese wirkt sich weiter negativ auf den Immunstatus aus. In Kombination mit einer Arzneitherapie wird die Situation noch fataler: Ein Teufelskreis entsteht.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"24 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-12-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"124749987","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung Das Spurenelement Selen erfüllt im Zellstoffwechsel wichtige regulatorische Funktionen. Eine Unterversorgung kann das Risiko für viele Erkrankungen wie Schilddrüsenentzündung, Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen oder Infektionen erhöhen. V. a. virale Infekte sind von Bedeutung, weil ein Selendefizit sowohl zu einer insuffizienten Immunresponse führt als auch zu einer höheren Mutationsrate und Aggressivität der Viren. Erste Ergebnisse aus Studien mit COVID-19-Patienten deuten darauf hin, dass höhere Selenspiegel zu geringeren Infektionsraten und schwächeren Krankheitsverläufen führen. Ein Selenmangel lässt sich nur über eine chemische Analyse, am besten aus Vollblut oder Serum, nachweisen und sollte routinemäßig bestimmt werden. Zum Ausgleich eines Defizits ist anorganisches Natriumselenit zu supplementieren. Paranüsse sind dazu ungeeignet, da ihr Gehalt an organischem Selen stark schwankt, sie häufig mit Aflatoxinen belastet sind und Radium anreichern.
{"title":"Selen in der Prävention","authors":"G. Stoll","doi":"10.1055/a-1702-5847","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1702-5847","url":null,"abstract":"Zusammenfassung Das Spurenelement Selen erfüllt im Zellstoffwechsel wichtige regulatorische Funktionen. Eine Unterversorgung kann das Risiko für viele Erkrankungen wie Schilddrüsenentzündung, Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen oder Infektionen erhöhen. V. a. virale Infekte sind von Bedeutung, weil ein Selendefizit sowohl zu einer insuffizienten Immunresponse führt als auch zu einer höheren Mutationsrate und Aggressivität der Viren. Erste Ergebnisse aus Studien mit COVID-19-Patienten deuten darauf hin, dass höhere Selenspiegel zu geringeren Infektionsraten und schwächeren Krankheitsverläufen führen. Ein Selenmangel lässt sich nur über eine chemische Analyse, am besten aus Vollblut oder Serum, nachweisen und sollte routinemäßig bestimmt werden. Zum Ausgleich eines Defizits ist anorganisches Natriumselenit zu supplementieren. Paranüsse sind dazu ungeeignet, da ihr Gehalt an organischem Selen stark schwankt, sie häufig mit Aflatoxinen belastet sind und Radium anreichern.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"32 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-12-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126770465","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung In Europa ist Deutschland das Land mit der höchsten Prävalenz für Diabetes mellitus mit stark zunehmender Tendenz. Der überwiegende Teil der Patienten ist am Typ-2-Diabetes erkrankt. Die diabetisch bedingten Mikro- und Makroangiopathien können zu einer Reihe Spätfolgen wie Gefäß-, Nerven- und Organschäden führen. Sie beruhen auf Induktion prooxidativer und entzündlicher Prozesse, die insb. auf eine mitochondriale Mehrproduktion von Superoxidradikalen (-O2 •) und anderen reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) zurückzuführen sind. Die Kompensation von Mikronährstoffmängeln und eine frühzeitige Supplementierung mit Mikronährstoffen ist eine vielversprechende Therapieoption.
{"title":"Diabetische Angiopathien","authors":"U. Gröber","doi":"10.1055/a-1616-9019","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1616-9019","url":null,"abstract":"Zusammenfassung In Europa ist Deutschland das Land mit der höchsten Prävalenz für Diabetes mellitus mit stark zunehmender Tendenz. Der überwiegende Teil der Patienten ist am Typ-2-Diabetes erkrankt. Die diabetisch bedingten Mikro- und Makroangiopathien können zu einer Reihe Spätfolgen wie Gefäß-, Nerven- und Organschäden führen. Sie beruhen auf Induktion prooxidativer und entzündlicher Prozesse, die insb. auf eine mitochondriale Mehrproduktion von Superoxidradikalen (-O2 •) und anderen reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) zurückzuführen sind. Die Kompensation von Mikronährstoffmängeln und eine frühzeitige Supplementierung mit Mikronährstoffen ist eine vielversprechende Therapieoption.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"69 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126315142","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung Magnesium ist an ca. 600 enzymatischen Reaktionen und Stoffwechselprozessen beteiligt. Ein Mangel beeinträchtigt die Energieproduktion mit Auswirkungen auf Organfunktionen sowie die Reaktion des Körpers auf Stress. Magnesium hat sich bewährt in der Therapie und Prävention insbes. von kardiovaskulären Erkrankungen wie Hypertonie. In einer Studie an 45 älteren Hypertoniker*innen konnte gezeigt werden, dass die Bestimmung der ionisierten Magnesiumkonzentrationen als Laborparameter aussagekräftiger ist als die herkömmliche Messung der Konzentration im Serum. Magnesiummangel betrifft bes. häufig ältere Menschen und Hypertoniker. Ein Mangel an Vitamin D verschlechtert den Magnesiumstatus. Bei Hypertonie wird die orale Supplementierung von 300–500 mg Mg/d empfohlen.
{"title":"Magnesiumstatus bei älteren Hypertonikern – Bedeutung des ionisierten Magnesiums","authors":"K. Kisters, S. Kisters, U. Gröber","doi":"10.1055/a-1560-7986","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1560-7986","url":null,"abstract":"Zusammenfassung Magnesium ist an ca. 600 enzymatischen Reaktionen und Stoffwechselprozessen beteiligt. Ein Mangel beeinträchtigt die Energieproduktion mit Auswirkungen auf Organfunktionen sowie die Reaktion des Körpers auf Stress. Magnesium hat sich bewährt in der Therapie und Prävention insbes. von kardiovaskulären Erkrankungen wie Hypertonie. In einer Studie an 45 älteren Hypertoniker*innen konnte gezeigt werden, dass die Bestimmung der ionisierten Magnesiumkonzentrationen als Laborparameter aussagekräftiger ist als die herkömmliche Messung der Konzentration im Serum. Magnesiummangel betrifft bes. häufig ältere Menschen und Hypertoniker. Ein Mangel an Vitamin D verschlechtert den Magnesiumstatus. Bei Hypertonie wird die orale Supplementierung von 300–500 mg Mg/d empfohlen.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"11 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126218690","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Nach den Daten des Jodmonitorings (BMEL, RKI) ist die Iodversorgung der Deutschen weiterhin nicht nur unzureichend, sondern sogar wieder rückläufig. Bis zu 30% der Erwachsenen und 44% der Kinder und Jugendlichen weisen schlechte alimentäre Versorgung mit Iod auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daher im März 2021 in einer aktuellen Stellungnahme empfohlen, die Anreicherung von Speisesalz mit Iod um 5mg/kg Salz zu erhöhen. Damit würde der bisher geltende Jodierungsbereich für Speisesalz von derzeit 15–25mg auf 20–30mg steigen– eine längst überfällige Maßnahme, die vonseiten des Arbeitskreises Iodmangel bereits seit vielen Jahren gefordert wird.
{"title":"Extrathyreoidale Effekte von molekularem Iod (I2)","authors":"U. Gröber","doi":"10.1055/a-1606-1572","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1606-1572","url":null,"abstract":"Nach den Daten des Jodmonitorings (BMEL, RKI) ist die Iodversorgung der Deutschen weiterhin nicht nur unzureichend, sondern sogar wieder rückläufig. Bis zu 30% der Erwachsenen und 44% der Kinder und Jugendlichen weisen schlechte alimentäre Versorgung mit Iod auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daher im März 2021 in einer aktuellen Stellungnahme empfohlen, die Anreicherung von Speisesalz mit Iod um 5mg/kg Salz zu erhöhen. Damit würde der bisher geltende Jodierungsbereich für Speisesalz von derzeit 15–25mg auf 20–30mg steigen– eine längst überfällige Maßnahme, die vonseiten des Arbeitskreises Iodmangel bereits seit vielen Jahren gefordert wird.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"208 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"130360532","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Die aktuellen Studienergebnisse zu Vitamin-C-Infusionen in der Therapie von COVID-19 sind vielversprechend. So zeigt eine retrospektive Kohortenstudie aus dem Tongji Hospital (Universität Wuhan, China), dass die 28-Tage-Mortalität durch Vitamin-C-Infusionen (Applikation: 1. Tag: 2x 6 g VC, 2.–5. Tag: 6 g VC) supportiv zur Standardtherapie signifikant um 86% pro Tag reduziert (HR= 0,14, 95% CI, 0,03–0,72, p = 0.037) wurde (▶Abb. 1). Zusätzlich konnte man eine signifikant bessere Sauerstoffversorgung und geringere Belastung der Betroffenen mit Entzündungsparametern (z. B. hsCRP, Procalcitonin) beobachten [1]. In einer weiteren randomisierten, multizentrischen und placebokontrollierten Pilotstudie von Januar 2021 konnte man ebenfalls eine signifikante Verbesserung der Sauerstoffversorgung (→ Oxygenierungsfunktion der Lunge), Verringerung von schweren Krankheitsverläufen (→ SOFA-Scores ≥3) sowie Belastung mit Entzündungsparametern wie IL-6 bei den Patienten mit intensivpflichtiger SARS-CoV2-bedingter Lungenentzündung durch Vitamin-C-Infusionen nachweisen (Beginn: 48 h nach Aufnahme auf Intensivstation, Applikation: alle 12 h 12 g VC für 7 d über einen Zentralvenenkatheter). Auch die 28Tage-Mortalität zeigte einen starken Trend in der Abnahme. Das Sterblichkeitsrisiko in der Vitamin-C-Gruppe war um 70% reduziert [2]. In einer retrospektive Vorher-NachherFallstudie von April 2021, die am Shanghai Public Health Clinical Center durchgeführt wurde und den Krankheitsverlauf vor (17.01.–17.3.2020) und nach der Einführung des Vitamin-C-Protokolls (18.03.– 18.04.2020) erfasste, konnte man nachweisen, dass Infusionen mit Vitamin C (supportiv: 100mg VC/kg KG/d für 7 Tage) das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf (z. B. SIRS) signifikant um 72% reduzieren (p = 0,03). Gleichzeitig haben die Infusionen bei Patienten mit COVID-19 vielfältige günstige Effekte auf die Entzündungsreaktion (z. B. CRP) sowie die Immun-, Organund Gerinnungsfunktion (z. B. D-Dimer) [3]. Ein aktueller PeerReview von März 2021 liefert zudem die Rationalen für den Einsatz von Vitamin-CInfusionen in der Therapie von Fatigue, insbs. im Zusammenhang mit LongCOVID und Corona-Burnout [4][5].
{"title":"COVID-19 und Vitamin-C-Infusionen","authors":"U. Gröber","doi":"10.1055/a-1593-4812","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1593-4812","url":null,"abstract":"Die aktuellen Studienergebnisse zu Vitamin-C-Infusionen in der Therapie von COVID-19 sind vielversprechend. So zeigt eine retrospektive Kohortenstudie aus dem Tongji Hospital (Universität Wuhan, China), dass die 28-Tage-Mortalität durch Vitamin-C-Infusionen (Applikation: 1. Tag: 2x 6 g VC, 2.–5. Tag: 6 g VC) supportiv zur Standardtherapie signifikant um 86% pro Tag reduziert (HR= 0,14, 95% CI, 0,03–0,72, p = 0.037) wurde (▶Abb. 1). Zusätzlich konnte man eine signifikant bessere Sauerstoffversorgung und geringere Belastung der Betroffenen mit Entzündungsparametern (z. B. hsCRP, Procalcitonin) beobachten [1]. In einer weiteren randomisierten, multizentrischen und placebokontrollierten Pilotstudie von Januar 2021 konnte man ebenfalls eine signifikante Verbesserung der Sauerstoffversorgung (→ Oxygenierungsfunktion der Lunge), Verringerung von schweren Krankheitsverläufen (→ SOFA-Scores ≥3) sowie Belastung mit Entzündungsparametern wie IL-6 bei den Patienten mit intensivpflichtiger SARS-CoV2-bedingter Lungenentzündung durch Vitamin-C-Infusionen nachweisen (Beginn: 48 h nach Aufnahme auf Intensivstation, Applikation: alle 12 h 12 g VC für 7 d über einen Zentralvenenkatheter). Auch die 28Tage-Mortalität zeigte einen starken Trend in der Abnahme. Das Sterblichkeitsrisiko in der Vitamin-C-Gruppe war um 70% reduziert [2]. In einer retrospektive Vorher-NachherFallstudie von April 2021, die am Shanghai Public Health Clinical Center durchgeführt wurde und den Krankheitsverlauf vor (17.01.–17.3.2020) und nach der Einführung des Vitamin-C-Protokolls (18.03.– 18.04.2020) erfasste, konnte man nachweisen, dass Infusionen mit Vitamin C (supportiv: 100mg VC/kg KG/d für 7 Tage) das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf (z. B. SIRS) signifikant um 72% reduzieren (p = 0,03). Gleichzeitig haben die Infusionen bei Patienten mit COVID-19 vielfältige günstige Effekte auf die Entzündungsreaktion (z. B. CRP) sowie die Immun-, Organund Gerinnungsfunktion (z. B. D-Dimer) [3]. Ein aktueller PeerReview von März 2021 liefert zudem die Rationalen für den Einsatz von Vitamin-CInfusionen in der Therapie von Fatigue, insbs. im Zusammenhang mit LongCOVID und Corona-Burnout [4][5].","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"134 1 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"125805168","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung Diabetes mellitus und Prädiabetes haben in Deutschland eine sehr hohe Prävalenz. Obwohl körperliche Aktivität und nutritive Intervention sich als wirksam erwiesen haben, bleibt das blutzuckersenkende Metformin das Mittel der ersten Wahl. Das Medikament interferiert mit Mikronährstoffen wie B-Vitaminen, Vitamin D und Magnesium und kann den bei Typ-2-Diabetiker*innen oft bestehenden Nährstoffmangel noch verstärken. Daraus resultieren u. a. negative Folgen für Energiestoffwechsel, Immunsystem, Inflammation und Insulinresistenz sowie ein Anstieg des gefäßschädigenden Homocysteins. Halbjährliche Kontrollen der Homocystein-, Methylmalonsäure- und Vitamin-D-Spiegel sind bei Typ-2-Diabetes ratsam. Inbs. bei Metformintherapie bzw. Polymedikation sollten die Mikronährstoffmängel durch tägliche Supplementierung ausgeglichen werden.
{"title":"Metformin – bei Typ-2-Diabetes das Mittel der ersten Wahl?!","authors":"U. Gröber","doi":"10.1055/a-1581-0825","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1581-0825","url":null,"abstract":"Zusammenfassung Diabetes mellitus und Prädiabetes haben in Deutschland eine sehr hohe Prävalenz. Obwohl körperliche Aktivität und nutritive Intervention sich als wirksam erwiesen haben, bleibt das blutzuckersenkende Metformin das Mittel der ersten Wahl. Das Medikament interferiert mit Mikronährstoffen wie B-Vitaminen, Vitamin D und Magnesium und kann den bei Typ-2-Diabetiker*innen oft bestehenden Nährstoffmangel noch verstärken. Daraus resultieren u. a. negative Folgen für Energiestoffwechsel, Immunsystem, Inflammation und Insulinresistenz sowie ein Anstieg des gefäßschädigenden Homocysteins. Halbjährliche Kontrollen der Homocystein-, Methylmalonsäure- und Vitamin-D-Spiegel sind bei Typ-2-Diabetes ratsam. Inbs. bei Metformintherapie bzw. Polymedikation sollten die Mikronährstoffmängel durch tägliche Supplementierung ausgeglichen werden.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"5 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"131347060","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung Zink spielt beim Diabetes mellitus eine wichtige Rolle, da das Spurenelement die Insulinbildung, -wirkung und -resistenz beeinflusst. Diabetiker*innen sind für die Ausbildung von Zinkmangelzuständen prädisponiert. Eine hohe Phytataufnahme mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vermindert die Bioverfügbarkeit von Zink. Die prophylaktische Zinksupplementation zeigt Studien zufolge positive Effekte bei Prodiabetes und Gestationsdiabetes. Für Erwachsene gilt ein oberer sicherer Dosenbereich (UL) von 25 mg Zink/d in Supplementen.
{"title":"Zink und Diabetes mellitus","authors":"H. Classen, Annie Reich","doi":"10.1055/a-1560-7914","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1560-7914","url":null,"abstract":"Zusammenfassung Zink spielt beim Diabetes mellitus eine wichtige Rolle, da das Spurenelement die Insulinbildung, -wirkung und -resistenz beeinflusst. Diabetiker*innen sind für die Ausbildung von Zinkmangelzuständen prädisponiert. Eine hohe Phytataufnahme mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vermindert die Bioverfügbarkeit von Zink. Die prophylaktische Zinksupplementation zeigt Studien zufolge positive Effekte bei Prodiabetes und Gestationsdiabetes. Für Erwachsene gilt ein oberer sicherer Dosenbereich (UL) von 25 mg Zink/d in Supplementen.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"19 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"131237367","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung Der westliche Lebensstil mit hyperkalorischer, nährstoffarmer Ernährung und körperlicher Inaktivität begünstigt weltweit Übergewicht, Diabetes und Hypertonie. Mit Diabetes und Adipositas verbundenen ist ein erhöhtes Risiko für schweren COVID-19-Krankheitsverlauf und höhere Mortalität als Folge von gestörter Immunantwort, erhöhter Thromboseneigung, vermehrter Bildung von AGEs und RAGE-Aktivierung, von Entzündung und oxidativem Stress. Dies begünstigt eine überschießende und unkontrollierte Zytokinantwort, die verantwortlich ist für das Acute Respiratory Distress Syndrome und Multiorganversagen. Eine Infektion löst Entzündung und Gewebeschädigung aus und führt zu erhöhter Stoffwechselaktivität, um geschädigtes Gewebe und Fremdmaterial zu entfernen. Bei Adipositas und Diabetes sind die Mechanismen zur Aufnahme von Fremdmaterial und Viren in die Zelle deutlich hochreguliert, sodass eine verstärkte Virusinfektion resultieren kann.
{"title":"Diabetes und COVID-19","authors":"H. Friedrichsen","doi":"10.1055/a-1584-4906","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1584-4906","url":null,"abstract":"Zusammenfassung Der westliche Lebensstil mit hyperkalorischer, nährstoffarmer Ernährung und körperlicher Inaktivität begünstigt weltweit Übergewicht, Diabetes und Hypertonie. Mit Diabetes und Adipositas verbundenen ist ein erhöhtes Risiko für schweren COVID-19-Krankheitsverlauf und höhere Mortalität als Folge von gestörter Immunantwort, erhöhter Thromboseneigung, vermehrter Bildung von AGEs und RAGE-Aktivierung, von Entzündung und oxidativem Stress. Dies begünstigt eine überschießende und unkontrollierte Zytokinantwort, die verantwortlich ist für das Acute Respiratory Distress Syndrome und Multiorganversagen. Eine Infektion löst Entzündung und Gewebeschädigung aus und führt zu erhöhter Stoffwechselaktivität, um geschädigtes Gewebe und Fremdmaterial zu entfernen. Bei Adipositas und Diabetes sind die Mechanismen zur Aufnahme von Fremdmaterial und Viren in die Zelle deutlich hochreguliert, sodass eine verstärkte Virusinfektion resultieren kann.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"5 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-10-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"128541353","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Zusammenfassung Für Zustandekommen und Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft muss das Immunsystem mittels regulatorischer T-Zellen Toleranz gegenüber dem für den mütterlichen Organismus fremden Antigen induzieren. Es ist davon auszugehen, dass die Reaktion des Systems auf die befruchtete Eizelle innerhalb von Stunden erfolgt. Befindet sich das Immunsystem in dieser Zeit in einem proinflammatorischen Modus, findet eine Abstoßung statt. Auch in den ersten 12 Schwangerschaftswochen kann das Immunsystem den noch sehr kleinen Embryo eliminieren. Die ω-3-Fettsäuren DHA und EPA reduzieren die Synthese proinflammatorischer Mediatoren und begünstigen damit die immunologische Toleranz. Supplementierung von mind. 2000 mg DHA/EPA täglich unterstützt eine Fertilitätstherapie.
{"title":"Kinderwunsch oder Wunschkind","authors":"S. Pfeiffer","doi":"10.1055/a-1509-6603","DOIUrl":"https://doi.org/10.1055/a-1509-6603","url":null,"abstract":"Zusammenfassung Für Zustandekommen und Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft muss das Immunsystem mittels regulatorischer T-Zellen Toleranz gegenüber dem für den mütterlichen Organismus fremden Antigen induzieren. Es ist davon auszugehen, dass die Reaktion des Systems auf die befruchtete Eizelle innerhalb von Stunden erfolgt. Befindet sich das Immunsystem in dieser Zeit in einem proinflammatorischen Modus, findet eine Abstoßung statt. Auch in den ersten 12 Schwangerschaftswochen kann das Immunsystem den noch sehr kleinen Embryo eliminieren. Die ω-3-Fettsäuren DHA und EPA reduzieren die Synthese proinflammatorischer Mediatoren und begünstigen damit die immunologische Toleranz. Supplementierung von mind. 2000 mg DHA/EPA täglich unterstützt eine Fertilitätstherapie.","PeriodicalId":354600,"journal":{"name":"Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin","volume":"95 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2021-06-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"126464912","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}