Die waldbauliche Planung im Gebirge weist zahlreiche Besonderheiten auf. Es geht vor allem um den Schutz vor Naturgefahren und damit um Risikoüberlegungen. Im Gebirgswald steht nicht der einzelne Bestand im Fokus der Planung, sondern ein grösserer Waldkomplex. Oft werden mit der Gruppenplenterung stufige Wälder angestrebt. Die Koordination von Waldbau und Holzerntetechnik ist prägend. Die Kombination von Fernerkundungs- und terrestrischen Daten gewinnt an Bedeutung. Am Beispiel der Försterausbildung am Bildungs zentrum Wald in Maienfeld (GR) wird gezeigt, wie alle diese Aspekte in die Försterausbildung einfliessen.
{"title":"Gebirgswaldplanung in der Försterausbildung in Maienfeld","authors":"Lukas Glanzmann, Christian Rüsch","doi":"10.3188/szf.2023.0372","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.0372","url":null,"abstract":"Die waldbauliche Planung im Gebirge weist zahlreiche Besonderheiten auf. Es geht vor allem um den Schutz vor Naturgefahren und damit um Risikoüberlegungen. Im Gebirgswald steht nicht der einzelne Bestand im Fokus der Planung, sondern ein grösserer Waldkomplex. Oft werden mit der Gruppenplenterung stufige Wälder angestrebt. Die Koordination von Waldbau und Holzerntetechnik ist prägend. Die Kombination von Fernerkundungs- und terrestrischen Daten gewinnt an Bedeutung. Am Beispiel der Försterausbildung am Bildungs zentrum Wald in Maienfeld (GR) wird gezeigt, wie alle diese Aspekte in die Försterausbildung einfliessen.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"40 2","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-11-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135456567","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Voici plus de 100 ans que les premières forêts neuchâteloises ont été aménagées selon la méthode du contrôle et gérées suivant les principes du jardinage. La logique appliquée n'a pas changé depuis: la sylviculture en pied par pied ou par groupes nécessite des passages réguliers, tant au niveau des coupes que des soins. Afin d'assurer ce tournus, ni trop court – pour des raisons de respect de l’écosystème et de rationalisation – ni trop long – pour conserver la structure et le mélange, l'aménagement s'appuie sur un parcellaire fixe composé de divisions de 7 ha en moyenne (figure 1). Toutes les informations s'y rapportent: la description, les objectifs et fonctions, la planification, les inventaires, les interventions et d'autres encore. Chaque révision de plan de gestion s'appuie ainsi sur ce parcellaire pour tirer des enseignements du passé et esquisser les buts à venir.
{"title":"Un aménagement neuchâtelois plus que centenaire","authors":"Romain Blanc","doi":"10.3188/szf.2023.0376","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.0376","url":null,"abstract":"Voici plus de 100 ans que les premières forêts neuchâteloises ont été aménagées selon la méthode du contrôle et gérées suivant les principes du jardinage. La logique appliquée n'a pas changé depuis: la sylviculture en pied par pied ou par groupes nécessite des passages réguliers, tant au niveau des coupes que des soins. Afin d'assurer ce tournus, ni trop court – pour des raisons de respect de l’écosystème et de rationalisation – ni trop long – pour conserver la structure et le mélange, l'aménagement s'appuie sur un parcellaire fixe composé de divisions de 7 ha en moyenne (figure 1). Toutes les informations s'y rapportent: la description, les objectifs et fonctions, la planification, les inventaires, les interventions et d'autres encore. Chaque révision de plan de gestion s'appuie ainsi sur ce parcellaire pour tirer des enseignements du passé et esquisser les buts à venir.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"52 6","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-11-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135456733","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Leo Gallus Bont, Christian Rosset, Verena C. Griess, Janine Schweier
Abstract In diesem Beitrag werden einige der für die schweizerische Waldwirtschaft relevanten Entscheidungsunterstützungstools (Decision Support Tools) vorgestellt. Dabei handelt es sich entweder um ein Entscheidungsunterstützungssystem (Decision Support System) oder um ein Management-Support-Tool. Der Hauptzweck eines Entscheidungsunterstützungstools ist es, für komplexe Entscheidungssituationen eine computergestützte Unterstützung zu bieten, ohne dass das System die Entscheidungen trifft. Unter Management-Support-Tools versteht man Werkzeuge zur Unterstützung von Managementaktivitäten abseits der Entscheidungsfindung. Wir führen aus, welche Eigenschaften nötig sind, um solche Systeme in der Waldpraxis im operationellen Einsatz erfolgreich zu etablieren.
{"title":"Neue Tools für bessere Entscheidungen","authors":"Leo Gallus Bont, Christian Rosset, Verena C. Griess, Janine Schweier","doi":"10.3188/szf.2023.0358","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.0358","url":null,"abstract":"Abstract In diesem Beitrag werden einige der für die schweizerische Waldwirtschaft relevanten Entscheidungsunterstützungstools (Decision Support Tools) vorgestellt. Dabei handelt es sich entweder um ein Entscheidungsunterstützungssystem (Decision Support System) oder um ein Management-Support-Tool. Der Hauptzweck eines Entscheidungsunterstützungstools ist es, für komplexe Entscheidungssituationen eine computergestützte Unterstützung zu bieten, ohne dass das System die Entscheidungen trifft. Unter Management-Support-Tools versteht man Werkzeuge zur Unterstützung von Managementaktivitäten abseits der Entscheidungsfindung. Wir führen aus, welche Eigenschaften nötig sind, um solche Systeme in der Waldpraxis im operationellen Einsatz erfolgreich zu etablieren.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"44 4","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-11-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135456653","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Mehr als die Hälfte des Stadtgebiets von Baden (AG) ist bewaldet. Seit mindestens 1821 wird der Wald geplant. Derzeit wird ein neuer Betriebsplan für die Zeit zwischen 2025 und 2039 erarbeitet. Darin werden der Wunsch der Stadtbevölkerung nach Erholung, der Naturschutz und die Bereitstellung des Rohstoffs Holz ausgewogen berücksichtigt.
{"title":"Waldplanung und Controlling beim Stadtforstamt Baden","authors":"Georg von Graefe","doi":"10.3188/szf.2023.0374","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.0374","url":null,"abstract":"Mehr als die Hälfte des Stadtgebiets von Baden (AG) ist bewaldet. Seit mindestens 1821 wird der Wald geplant. Derzeit wird ein neuer Betriebsplan für die Zeit zwischen 2025 und 2039 erarbeitet. Darin werden der Wunsch der Stadtbevölkerung nach Erholung, der Naturschutz und die Bereitstellung des Rohstoffs Holz ausgewogen berücksichtigt.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"33 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-11-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135456303","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Abstract Während die Schweizer Forstbetriebe seit den 1990er-Jahren im Durchschnitt Verluste in der Waldbewirtschaftung ausweisen, erzielen die deutschen und österreichischen Forstbetriebe mehrheitlich Gewinne. Der wichtigste Grund für die negativen Betriebsergebnisse in der Schweiz sind die hohen Produktionskosten, insbesondere in der Holzernte. Zur Identifizierung neuer Lösungswege zur Wiederherstellung der ökonomischen Nachhaltigkeit in der Schweizer Waldwirtschaft und allgemein zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe in der DACH-Region bietet sich der methodische Ansatz des Benchmarkings an. Durch länderübergreifende Vergleiche der besten Forstbetriebe können neue Lösungsansätze identifiziert, an die eigenen Belange angepasst und umgesetzt werden. Die Methode ermöglicht es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe vor dem Hintergrund der jeweiligen Umweltbedingungen, der Stakeholder, der Be- schaffungs- und Absatzmärkte sowie der Betriebsbedingungen detailliert zu analysieren, zu vergleichen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Der Hauptfokus der Benchmarking-Methode richtet sich auf die Holzernte, die wichtigste Kostenstelle der Forstbetriebe. Benchmarking als Managementinstrument für die Forstwirtschaft scheint vielversprechend, da keine unmittelbare Konkurrenz zwischen den Forstbetrieben besteht und der offene Informationsaustausch dadurch begünstigt wird. Aufgrund der mit dem Klimawandel einhergehenden steigenden Kosten zur Bewältigung von Störungen wie Sturm, Borkenkäfer oder Trockenheit, als auch der möglicherweise notwendigen Investitionen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel dürfte die Suche nach optimalen und effizienten Bewirtschaftungskonzepten und -prozessen weiter an Bedeutung gewinnen. Benchmarking könnte hier einen wertvollen Beitrag zur Identifizierung zukunftsfähiger und ökonomisch nachhaltiger Waldbewirtschaftungskonzepte leisten.
{"title":"Methode für forstbetriebliches Benchmarking in der DACH-Region","authors":"Patric Bürgi, Bernhard Pauli","doi":"10.3188/szf.2023.s0030","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.s0030","url":null,"abstract":"Abstract Während die Schweizer Forstbetriebe seit den 1990er-Jahren im Durchschnitt Verluste in der Waldbewirtschaftung ausweisen, erzielen die deutschen und österreichischen Forstbetriebe mehrheitlich Gewinne. Der wichtigste Grund für die negativen Betriebsergebnisse in der Schweiz sind die hohen Produktionskosten, insbesondere in der Holzernte. Zur Identifizierung neuer Lösungswege zur Wiederherstellung der ökonomischen Nachhaltigkeit in der Schweizer Waldwirtschaft und allgemein zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe in der DACH-Region bietet sich der methodische Ansatz des Benchmarkings an. Durch länderübergreifende Vergleiche der besten Forstbetriebe können neue Lösungsansätze identifiziert, an die eigenen Belange angepasst und umgesetzt werden. Die Methode ermöglicht es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe vor dem Hintergrund der jeweiligen Umweltbedingungen, der Stakeholder, der Be- schaffungs- und Absatzmärkte sowie der Betriebsbedingungen detailliert zu analysieren, zu vergleichen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Der Hauptfokus der Benchmarking-Methode richtet sich auf die Holzernte, die wichtigste Kostenstelle der Forstbetriebe. Benchmarking als Managementinstrument für die Forstwirtschaft scheint vielversprechend, da keine unmittelbare Konkurrenz zwischen den Forstbetrieben besteht und der offene Informationsaustausch dadurch begünstigt wird. Aufgrund der mit dem Klimawandel einhergehenden steigenden Kosten zur Bewältigung von Störungen wie Sturm, Borkenkäfer oder Trockenheit, als auch der möglicherweise notwendigen Investitionen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel dürfte die Suche nach optimalen und effizienten Bewirtschaftungskonzepten und -prozessen weiter an Bedeutung gewinnen. Benchmarking könnte hier einen wertvollen Beitrag zur Identifizierung zukunftsfähiger und ökonomisch nachhaltiger Waldbewirtschaftungskonzepte leisten.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"19 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-09-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135388347","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Seilkransimulation 4.0: Die HAFL erarbeitet ein System zur Unterstützung der Planung und Durchführung von Holzerntemassnahmen mit Seilkrananlagen. Die Simulation stellt in einer tabellarischen Zusammenstellung die Kosten und die Leistungsparameter des Hiebes dar und ermöglicht eine 3-D-Animation über den gesamten Simulationszeitraum des Arbeitsablaufs.
{"title":"Für eine bessere Holzernte mit Seilkrananlagen","authors":"Michael Starke, Patrick Dietsch, Martin Ziesak","doi":"10.3188/szf.2023.s0047","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.s0047","url":null,"abstract":"Seilkransimulation 4.0: Die HAFL erarbeitet ein System zur Unterstützung der Planung und Durchführung von Holzerntemassnahmen mit Seilkrananlagen. Die Simulation stellt in einer tabellarischen Zusammenstellung die Kosten und die Leistungsparameter des Hiebes dar und ermöglicht eine 3-D-Animation über den gesamten Simulationszeitraum des Arbeitsablaufs.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"3 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-09-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135388331","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Die HAFL ist an einem BAFU-Projekt beteiligt, das das Verhalten der Rothirsche im Mittelland untersucht. 15 besenderte Tier geben Einblick in teilweise grosse Wanderdistanzen. Die Untersuchungen sollen datenbasierte Kartengrundlagen liefern, um den Zustand und das Potenzial der Lebensraumvernetzung von Rothirschen im Mittelland zu beurteilen und gegebenenfalls Massnahmen zur Erhaltung, Aufwertung oder Wiederherstellung von Korridoren zu ergreifen.
{"title":"Wie lebt der Rothirsch im Mittelland?","authors":"Christian Willisch","doi":"10.3188/szf.2023.s0048","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.s0048","url":null,"abstract":"Die HAFL ist an einem BAFU-Projekt beteiligt, das das Verhalten der Rothirsche im Mittelland untersucht. 15 besenderte Tier geben Einblick in teilweise grosse Wanderdistanzen. Die Untersuchungen sollen datenbasierte Kartengrundlagen liefern, um den Zustand und das Potenzial der Lebensraumvernetzung von Rothirschen im Mittelland zu beurteilen und gegebenenfalls Massnahmen zur Erhaltung, Aufwertung oder Wiederherstellung von Korridoren zu ergreifen.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"91 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-09-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135388323","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Abstract Auf Initiative der kantonalen Forstdirektorinnen und -direktoren entstand 2002 eine forstliche Ausbildung auf Stufe Fachhochschule. Im September 2003 nahmen neun Studierende ihr Studium der Forstwirtschaft an der damaligen Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) auf. Die Ausbildung zum Forstingenieur und zur Forstingenieurin FH stiess in der Branche anfänglich auf Skepsis. Dank ihrer praxis- und produktionsorientierten Ausbildung waren die Absolventinnen und Absolventen aber bestens geeignet, um Kernaufgaben in den kantonalen Forstdiensten und in Forstbetrieben wahrzunehmen. Schon bald waren sie aber gesuchte Fachleute, die sich in der Praxis bewährten. Die Studierendenzahlen stiegen deutlich an. Mit der Integration der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in die Berner Fachhochschule (BFH) wurden Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung stetig weiterentwickelt. Heute sind im Fachbereich Waldwissenschaften gut 50 Mitarbeitende beschäftigt, die sich neben der Ausbildung auf Bachelor- und Masterstufe mit wirtschaftlichen und technischen bis hin zu ökologischen Fragestellungen rund um das Ökosystem Wald beschäftigen.
{"title":"Waldwissenschaften an der HAFL: eine Erfolgsgeschichte","authors":"Bernhard Pauli","doi":"10.3188/szf.2023.s0004","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.s0004","url":null,"abstract":"Abstract Auf Initiative der kantonalen Forstdirektorinnen und -direktoren entstand 2002 eine forstliche Ausbildung auf Stufe Fachhochschule. Im September 2003 nahmen neun Studierende ihr Studium der Forstwirtschaft an der damaligen Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft (SHL) auf. Die Ausbildung zum Forstingenieur und zur Forstingenieurin FH stiess in der Branche anfänglich auf Skepsis. Dank ihrer praxis- und produktionsorientierten Ausbildung waren die Absolventinnen und Absolventen aber bestens geeignet, um Kernaufgaben in den kantonalen Forstdiensten und in Forstbetrieben wahrzunehmen. Schon bald waren sie aber gesuchte Fachleute, die sich in der Praxis bewährten. Die Studierendenzahlen stiegen deutlich an. Mit der Integration der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in die Berner Fachhochschule (BFH) wurden Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung stetig weiterentwickelt. Heute sind im Fachbereich Waldwissenschaften gut 50 Mitarbeitende beschäftigt, die sich neben der Ausbildung auf Bachelor- und Masterstufe mit wirtschaftlichen und technischen bis hin zu ökologischen Fragestellungen rund um das Ökosystem Wald beschäftigen.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"24 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-09-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135388540","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Elena Haeler, Thibault Lachat, Gaspard Dumollard, Stefan Blaser, Ariel Bergamini, Thomas Kiebacher, Christoph Scheidegger, Christine Keller, Jonas Stillhard, Karin Hindenlang Clerc
Abstract Das Einrichten von Naturwaldreservaten ist eine wichtige Massnahme zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität im Wald – das gilt besonders für Arten, die auf späte Waldentwicklungsstadien und Totholz angewiesen sind. Im Rahmen des Projekts «Biodiversität und Habitatstrukturen im Wildnispark Zürich Sihlwald» untersuchten wir zwischen 2016 und 2020 vier Organismengruppen (Moose, Flechten, xylobionte Käfer und totholzbewohnende Pilze) auf 69 Probeflächen der kantonalen Stichprobeninventur. Um zu verstehen, wie ihr Vorkommen mit verschiedenen Waldparametern zusammenhängt, verglichen wir Modelle, die auf Inventurdaten basieren, mit solchen, die nur Fernerkundungsdaten verwenden. Während ein etwas stärkerer Zusammenhang der Artenvielfalt totholzbewohnender Pilze mit Inventurdaten (z.B. Totholzvolumen) gefunden wurde, waren es bei den xylobionten Käfern eher Fernerkundungsdaten (z.B. Vegetationshöhe). Bemerkenswert ist, dass der Sihlwald nach knapp 20 Jahren ohne Bewirtschaftung einige Artenhighlights beherbergt, etwa die Zitronengelbe Tramete (Antrodiella citrinella) – der Pilz gilt als sogenannte Urwaldart. Unsere Modelle liefern wertvolle Hinweise darauf, wie zukünftige Biodiversitätsmonitorings mithilfe von Fernerkundung unterstützt werden können. Zudem bilden die erhobenen Daten die Grundlage für ein Langzeitmonitoring der Biodiversität im grössten Naturwaldreservat der Schweiz in der Buchenwaldstufe und ermöglichen in Zukunft Aussagen über die Entwicklung des Waldes zu einem Refugium für Arten, die in bewirtschafteten Wäldern kaum überleben können.
{"title":"Biodiversitäts-Check im Leuchtturm-Waldreservat Sihlwald","authors":"Elena Haeler, Thibault Lachat, Gaspard Dumollard, Stefan Blaser, Ariel Bergamini, Thomas Kiebacher, Christoph Scheidegger, Christine Keller, Jonas Stillhard, Karin Hindenlang Clerc","doi":"10.3188/szf.2023.s0038","DOIUrl":"https://doi.org/10.3188/szf.2023.s0038","url":null,"abstract":"Abstract Das Einrichten von Naturwaldreservaten ist eine wichtige Massnahme zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität im Wald – das gilt besonders für Arten, die auf späte Waldentwicklungsstadien und Totholz angewiesen sind. Im Rahmen des Projekts «Biodiversität und Habitatstrukturen im Wildnispark Zürich Sihlwald» untersuchten wir zwischen 2016 und 2020 vier Organismengruppen (Moose, Flechten, xylobionte Käfer und totholzbewohnende Pilze) auf 69 Probeflächen der kantonalen Stichprobeninventur. Um zu verstehen, wie ihr Vorkommen mit verschiedenen Waldparametern zusammenhängt, verglichen wir Modelle, die auf Inventurdaten basieren, mit solchen, die nur Fernerkundungsdaten verwenden. Während ein etwas stärkerer Zusammenhang der Artenvielfalt totholzbewohnender Pilze mit Inventurdaten (z.B. Totholzvolumen) gefunden wurde, waren es bei den xylobionten Käfern eher Fernerkundungsdaten (z.B. Vegetationshöhe). Bemerkenswert ist, dass der Sihlwald nach knapp 20 Jahren ohne Bewirtschaftung einige Artenhighlights beherbergt, etwa die Zitronengelbe Tramete (Antrodiella citrinella) – der Pilz gilt als sogenannte Urwaldart. Unsere Modelle liefern wertvolle Hinweise darauf, wie zukünftige Biodiversitätsmonitorings mithilfe von Fernerkundung unterstützt werden können. Zudem bilden die erhobenen Daten die Grundlage für ein Langzeitmonitoring der Biodiversität im grössten Naturwaldreservat der Schweiz in der Buchenwaldstufe und ermöglichen in Zukunft Aussagen über die Entwicklung des Waldes zu einem Refugium für Arten, die in bewirtschafteten Wäldern kaum überleben können.","PeriodicalId":38630,"journal":{"name":"Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen","volume":"60 1","pages":"0"},"PeriodicalIF":0.0,"publicationDate":"2023-09-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"135388167","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}