Pub Date : 2025-09-02DOI: 10.1007/s00142-025-00787-x
Wolfgang Schoch, Anja Hirschmüller
Das Iliotibialbandsyndrom (ITBS) stellt eine der häufigsten Überlastungsprobleme bei Läufer*innen dar und ist die häufigste Laufverletzung der lateralen Seite des Knies. Der zugrunde liegende pathologische Mechanismus ist noch nicht einheitlich definiert. Es scheint sich aber um eine Kombination aus einer Friktion des Iliotibaltraktes am lateralen Femurepikondylus bei wiederholter Beugung und einer Kompression des stark innervierten Fettpolsters zwischen iliotibialem Band (ITB) und Epicondylus lateralis zu handeln. Die Ursachen des ITBS sind vielfältig und reichen von anatomischen Veränderungen, muskulären Dysbalancen bis hin zu funktionellen Einflussfaktoren wie der Lauftechnik. Ziel aller Maßnahmen sollte eine Ökonomisierung des Muskeltonus und des Alignments sein, um die Kompression des Gewebes zwischen ITB und Epikondyle zu minimieren. Empfohlen wird ein Kraftausdauertraining der Hüftmuskulatur in Kombination mit Lauftechniktraining. Eine Integration von Dehnübungen scheint sinnvoll.
{"title":"Iliotibialbandsyndrom, „Runner′s Knee“","authors":"Wolfgang Schoch, Anja Hirschmüller","doi":"10.1007/s00142-025-00787-x","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00787-x","url":null,"abstract":"<p>Das Iliotibialbandsyndrom (ITBS) stellt eine der häufigsten Überlastungsprobleme bei Läufer*innen dar und ist die häufigste Laufverletzung der lateralen Seite des Knies. Der zugrunde liegende pathologische Mechanismus ist noch nicht einheitlich definiert. Es scheint sich aber um eine Kombination aus einer Friktion des Iliotibaltraktes am lateralen Femurepikondylus bei wiederholter Beugung und einer Kompression des stark innervierten Fettpolsters zwischen iliotibialem Band (ITB) und Epicondylus lateralis zu handeln. Die Ursachen des ITBS sind vielfältig und reichen von anatomischen Veränderungen, muskulären Dysbalancen bis hin zu funktionellen Einflussfaktoren wie der Lauftechnik. Ziel aller Maßnahmen sollte eine Ökonomisierung des Muskeltonus und des Alignments sein, um die Kompression des Gewebes zwischen ITB und Epikondyle zu minimieren. Empfohlen wird ein Kraftausdauertraining der Hüftmuskulatur in Kombination mit Lauftechniktraining. Eine Integration von Dehnübungen scheint sinnvoll.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 5","pages":"423 - 427"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-09-02","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00142-025-00787-x.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145204618","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-09-01DOI: 10.1007/s00142-025-00804-z
Peter Angele, Johannes Zellner
Große fokale Knorpel(‑Knochen)-Defekte des Kniegelenks stellen eine Präarthrose dar und führen mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Arthrose, sofern sie nicht frühzeitig einer regenerativen Behandlung zugeführt werden. Grundvoraussetzung für ihre erfolgreiche Behandlung ist das Erkennen aller Begleitpathologien, die zu dem Knorpelschaden geführt haben, wie Achsabweichungen, Bandinstabilitäten oder Meniskusrisse, die ebenfalls adressiert werden müssen. Hierfür stehen unterschiedliche regenerative Verfahren zur Verfügung. Durch Langzeitbeobachtungen auf höchstem Evidenzniveau konnte gezeigt werden, dass regenerative Knorpeltherapieverfahren langfristig gute klinische Ergebnisse mit geringen Komplikations- und Versagensraten ermöglichen. Für große Defektgrößen (> 2–3 cm2) weist die matrixgestützte autologe Chondrozyten-Transplantation (MACT), sowohl für chondrale wie auch osteochondrale Läsionen, signifikant bessere Ergebnisse in Langzeitzeitstudien auf im Vergleich zu anderen regenerativen Knorpeltherapieverfahren. Dies gilt auch für Patienten mit fokalen, frühdegenerativen Läsionen („focal early OA“), soweit keine degenerativen Veränderungen größer Grad II nach Kellgren und Lawrence (KL) und keine anderen, nichttherapierbaren Ausschlusskriterien wie z. B. persistierende Instabilität vorliegen. Für neuere Methoden der Knorpeldefekttherapie (z. B. autologe matrixinduzierte Chondrogenese [AMIC], Minced-cartilage-Technik) sind noch qualitativ hochwertige klinische Studien mit längerem Follow-up erforderlich. Die regenerative Knorpeltherapie bietet auch für große chondrale und osteochondrale Defekte Therapieoptionen mit realistischer Perspektive und ist nicht nur als Einzelfallindikation zu bewerten.
大的局灶性软骨(骨)缺陷是关节病的前兆,如果不及时进行再生治疗,很可能导致关节病。成功治疗的先决条件是识别所有导致软骨损伤的伴随病理,如轴向偏差、韧带不稳定或半月板裂缝,这些也必须解决。有几种再生方法可以做到这一点。高水平证据的长期观察表明,再生软骨治疗可在较低的并发症和失败率下取得良好的长期临床结果。对于大的缺陷(2-3 cm2),基质自体软骨细胞移植(MACT),无论是软骨还是骨软骨病变,在长期研究中都比其他再生软骨治疗方法有显著的改善。Dies gilt auch für Patienten mit fokalen, frühdegenerativen Läsionen („focal early OA“), soweit keine degenerativen Veränderungen größer Grad II nach Kellgren und Lawrence (KL) und keine anderen, nichttherapierbaren Ausschlusskriterien wie z. B. 持续的不稳定。Für neuere Methoden der Knorpeldefekttherapie (z. B. 自体基质诱导软骨发生[AMIC],薄软骨技术)仍然需要高质量的临床试验,具有较长的随访。再生软骨治疗也为大型软骨和骨软骨缺陷提供了现实的治疗选择,不应仅作为个别病例的适应症进行评估。
{"title":"Biologische Deckung großer Knorpeldefekte an gewichtsbelasteten Flächen des Kniegelenks","authors":"Peter Angele, Johannes Zellner","doi":"10.1007/s00142-025-00804-z","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00804-z","url":null,"abstract":"<p>Große fokale Knorpel(‑Knochen)-Defekte des Kniegelenks stellen eine Präarthrose dar und führen mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Arthrose, sofern sie nicht frühzeitig einer regenerativen Behandlung zugeführt werden. Grundvoraussetzung für ihre erfolgreiche Behandlung ist das Erkennen aller Begleitpathologien, die zu dem Knorpelschaden geführt haben, wie Achsabweichungen, Bandinstabilitäten oder Meniskusrisse, die ebenfalls adressiert werden müssen. Hierfür stehen unterschiedliche regenerative Verfahren zur Verfügung. Durch Langzeitbeobachtungen auf höchstem Evidenzniveau konnte gezeigt werden, dass regenerative Knorpeltherapieverfahren langfristig gute klinische Ergebnisse mit geringen Komplikations- und Versagensraten ermöglichen. Für große Defektgrößen (> 2–3 cm<sup>2</sup>) weist die matrixgestützte autologe Chondrozyten-Transplantation (MACT), sowohl für chondrale wie auch osteochondrale Läsionen, signifikant bessere Ergebnisse in Langzeitzeitstudien auf im Vergleich zu anderen regenerativen Knorpeltherapieverfahren. Dies gilt auch für Patienten mit fokalen, frühdegenerativen Läsionen („focal early OA“), soweit keine degenerativen Veränderungen größer Grad II nach Kellgren und Lawrence (KL) und keine anderen, nichttherapierbaren Ausschlusskriterien wie z. B. persistierende Instabilität vorliegen. Für neuere Methoden der Knorpeldefekttherapie (z. B. autologe matrixinduzierte Chondrogenese [AMIC], Minced-cartilage-Technik) sind noch qualitativ hochwertige klinische Studien mit längerem Follow-up erforderlich. Die regenerative Knorpeltherapie bietet auch für große chondrale und osteochondrale Defekte Therapieoptionen mit realistischer Perspektive und ist nicht nur als Einzelfallindikation zu bewerten.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 6","pages":"447 - 454"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-09-01","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145659431","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-12DOI: 10.1007/s00142-025-00795-x
René El Attal
Um eine Fehlstellung an der unteren Extremität feststellen zu können, ist neben der klinischen natürlich die radiologische Analyse entscheidend. Erst bei bekannten Referenzwerten der jeweiligen Messmethode kann das Pathologische vom Physiologischen unterschieden werden. Die Wahl der Messmethoden ist jedoch in vielen Fällen nicht standardisiert, es gibt häufig mehrere Auswahlmöglichkeiten. Während dies für die Analyse des frontalen Alignments gut standardisiert ist, gibt es für die Torsionsmessung an Femur und Tibia viele verschiedene Messmethoden. Besonders spannend ist auch die Messung des tibialen Slope als posteriore Neigung des Tibiaplateaus. Hier bestehen große Unsicherheiten, jedoch weisen neuere Studien den Weg. Dieser Übersichtsartikel versucht, einen Standard für die Messung des frontalen Alignments, der Torsion von Femur und Tibia und des tibialen Slope anhand der aktuellen Literatur und einigen Fallbeispielen zu definieren.
{"title":"Radiologische Messmethoden an der unteren Extremität","authors":"René El Attal","doi":"10.1007/s00142-025-00795-x","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00795-x","url":null,"abstract":"<p>Um eine Fehlstellung an der unteren Extremität feststellen zu können, ist neben der klinischen natürlich die radiologische Analyse entscheidend. Erst bei bekannten Referenzwerten der jeweiligen Messmethode kann das Pathologische vom Physiologischen unterschieden werden. Die Wahl der Messmethoden ist jedoch in vielen Fällen nicht standardisiert, es gibt häufig mehrere Auswahlmöglichkeiten. Während dies für die Analyse des frontalen Alignments gut standardisiert ist, gibt es für die Torsionsmessung an Femur und Tibia viele verschiedene Messmethoden. Besonders spannend ist auch die Messung des <i>tibialen Slope</i> als posteriore Neigung des Tibiaplateaus. Hier bestehen große Unsicherheiten, jedoch weisen neuere Studien den Weg. Dieser Übersichtsartikel versucht, einen Standard für die Messung des frontalen Alignments, der Torsion von Femur und Tibia und des tibialen Slope anhand der aktuellen Literatur und einigen Fallbeispielen zu definieren.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 5","pages":"363 - 370"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00142-025-00795-x.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145204623","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-12DOI: 10.1007/s00142-025-00801-2
Christoph Becher, Andreas Imhoff
Biologische Knorpelersatzverfahren weisen teilweise hohe Versagensraten auf und sind insbesondere bei negativen Kontextfaktoren wie dem Alter oder vorrausgegangenem Knorpeleingriff mit schlechten Ergebnissen verbunden. Teilprothesen im Sinne von Mini-Implantaten, welche den Defekt lokal ausfüllen sollen und gleichzeitig den Knochen- wie auch Knorpeldefekt behandeln, können eine gute Alternative darstellen. Die Korrektur einer Achsabweichung bzw. eines Malalignements stellt für die erfolgreiche Therapie eine Grundvoraussetzung dar. Therapiealgorithmen können hier in der Entscheidungsfindung helfen.
{"title":"Behandlung lokaler Knorpeldefekte durch Mini-Implantate","authors":"Christoph Becher, Andreas Imhoff","doi":"10.1007/s00142-025-00801-2","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00801-2","url":null,"abstract":"<p>Biologische Knorpelersatzverfahren weisen teilweise hohe Versagensraten auf und sind insbesondere bei negativen Kontextfaktoren wie dem Alter oder vorrausgegangenem Knorpeleingriff mit schlechten Ergebnissen verbunden. Teilprothesen im Sinne von Mini-Implantaten, welche den Defekt lokal ausfüllen sollen und gleichzeitig den Knochen- wie auch Knorpeldefekt behandeln, können eine gute Alternative darstellen. Die Korrektur einer Achsabweichung bzw. eines Malalignements stellt für die erfolgreiche Therapie eine Grundvoraussetzung dar. Therapiealgorithmen können hier in der Entscheidungsfindung helfen.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 6","pages":"460 - 466"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145659427","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-12DOI: 10.1007/s00142-025-00800-3
Philipp Lobenhoffer
Isolierte laterale Gonarthrosen sind selten und meist mit einer Meniskektomie oder einer lateralen Osteochondrosis dissecans verknüpft. Bei viertgradiger lateraler Gonarthrose, erhaltenen Kreuzbändern sowie funktionell intakter Medialseite und Retropatellarraum kann eine laterale Schlittenprothese implantiert werden. Knöcherne Achsabweichungen stellen keine strikte Kontraindikation dar.
Darstellung der Indikationen, der Operationstechnik und der Ergebnisse.
Literaturauswertung und eigene Erfahrungen.
In der Literatur sind Standzeiten von über 90 % nach 10 Jahren für laterale Schlittenprothesen publiziert. Fixed-bearing-Systeme haben sich auf der Lateralseite bewährt, ein System mit mobilem Meniskus wies gute Standzeiten, aber eine hohe Luxationsrate auf. Additive laterale Schlittenprothesen bei liegender medialer Schlittenprothese und lateraler Arthroseentwicklung zeigen gute Ergebnisse.
Bei korrekter Indikationsstellung weisen laterale Schlittenprothesen gute funktionelle Ergebnisse auf. Die Operationstechnik ist anspruchsvoll und unterscheidet sich deutlich von der Medialseite. Spezielle Implantate für die Lateralseite des Kniegelenks sind zu empfehlen.
{"title":"Laterale Schlittenprothese","authors":"Philipp Lobenhoffer","doi":"10.1007/s00142-025-00800-3","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00800-3","url":null,"abstract":"<p>Isolierte laterale Gonarthrosen sind selten und meist mit einer Meniskektomie oder einer lateralen Osteochondrosis dissecans verknüpft. Bei viertgradiger lateraler Gonarthrose, erhaltenen Kreuzbändern sowie funktionell intakter Medialseite und Retropatellarraum kann eine laterale Schlittenprothese implantiert werden. Knöcherne Achsabweichungen stellen keine strikte Kontraindikation dar.</p><p>Darstellung der Indikationen, der Operationstechnik und der Ergebnisse.</p><p>Literaturauswertung und eigene Erfahrungen.</p><p>In der Literatur sind Standzeiten von über 90 % nach 10 Jahren für laterale Schlittenprothesen publiziert. Fixed-bearing-Systeme haben sich auf der Lateralseite bewährt, ein System mit mobilem Meniskus wies gute Standzeiten, aber eine hohe Luxationsrate auf. Additive laterale Schlittenprothesen bei liegender medialer Schlittenprothese und lateraler Arthroseentwicklung zeigen gute Ergebnisse.</p><p>Bei korrekter Indikationsstellung weisen laterale Schlittenprothesen gute funktionelle Ergebnisse auf. Die Operationstechnik ist anspruchsvoll und unterscheidet sich deutlich von der Medialseite. Spezielle Implantate für die Lateralseite des Kniegelenks sind zu empfehlen.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 6","pages":"482 - 488"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-12","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145659435","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-11DOI: 10.1007/s00142-025-00802-1
Tilman Calliess, Grégoire Thürig, Carlo Theus-Steinmann
Knieteilprothesen bieten durch den Erhalt beider Kreuzbänder eine annähernd physiologische Gelenkkinematik, eine raschere Rehabilitation und bessere Sportfähigkeit im Vergleich zur Totalendoprothese (TEP). Entsprechend gibt es Überlegungen, eine symptomatische bikompartimentelle (BiCom) Gonarthrose durch Kombination von zwei Teilprothesen zu versorgen. In diesem Artikel werden die unterschiedlichen Formen der kombinierten Teilprothesen besprochen. Nach aktueller Datenlage zeigen die BiCom-Versorgungen gute klinische Ergebnisse, ohne einen eindeutigen Vorteil gegenüber der TEP nachweisen zu können. Allerdings scheinen insbesondere Patienten mit primärer patellofemoraler Arthrose und zusätzlicher tibiofemoraler Gelenkdegeneration zu profitieren. Auch für die Anschlussarthrose bei liegender Teilprothese ist die nachträgliche Implantation einer Teilprothese vorteilhaft gegenüber einer Konversion zur TEP. Das Revisionsrisiko der BiCom zeigt sich im kurzfristigen Intervall insgesamt diskret erhöht, was durch Roboterassistenz positiv beeinflusst werden kann. Das Langzeitüberleben zeigt sich akzeptabel mit etwa 80 % nach 15 Jahren.
{"title":"Kombinationen von Teilprothesen am Kniegelenk","authors":"Tilman Calliess, Grégoire Thürig, Carlo Theus-Steinmann","doi":"10.1007/s00142-025-00802-1","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00802-1","url":null,"abstract":"<p>Knieteilprothesen bieten durch den Erhalt beider Kreuzbänder eine annähernd physiologische Gelenkkinematik, eine raschere Rehabilitation und bessere Sportfähigkeit im Vergleich zur Totalendoprothese (TEP). Entsprechend gibt es Überlegungen, eine symptomatische bikompartimentelle (BiCom) Gonarthrose durch Kombination von zwei Teilprothesen zu versorgen. In diesem Artikel werden die unterschiedlichen Formen der kombinierten Teilprothesen besprochen. Nach aktueller Datenlage zeigen die BiCom-Versorgungen gute klinische Ergebnisse, ohne einen eindeutigen Vorteil gegenüber der TEP nachweisen zu können. Allerdings scheinen insbesondere Patienten mit primärer patellofemoraler Arthrose und zusätzlicher tibiofemoraler Gelenkdegeneration zu profitieren. Auch für die Anschlussarthrose bei liegender Teilprothese ist die nachträgliche Implantation einer Teilprothese vorteilhaft gegenüber einer Konversion zur TEP. Das Revisionsrisiko der BiCom zeigt sich im kurzfristigen Intervall insgesamt diskret erhöht, was durch Roboterassistenz positiv beeinflusst werden kann. Das Langzeitüberleben zeigt sich akzeptabel mit etwa 80 % nach 15 Jahren.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 6","pages":"489 - 497"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-11","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145659429","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-06DOI: 10.1007/s00142-025-00799-7
Wenzel Waldstein, Conradin Schweizer, Christian Merle, Peter R. Aldinger
Der unikondyläre Gelenkersatz ist ein etabliertes Verfahren zur Therapie der anteromedialen Gonarthrose mit sehr guten funktionellen Ergebnissen und Prothesenstandzeiten. Die Grenzindikationen des Verfahrens erfordern im besonderen Maße eine differenzierte Indikationsstellung und Patientenselektion sowie genaue Kenntnisse über das verwendete Implantat.
Der Teilgelenkersatz ist auch bei Grenzindikationen eine erfolgreiche Behandlungsoption, und sollte aufgrund der niedrigen perioperativen Morbidität und Mortalität und guten funktionellen Ergebnissen fester Bestandteil der individuellen Therapieentscheidung sein.
Der unikondyläre Gelenkersatz (UKA) nach Umstellungsosteotomie ist technisch anspruchsvoll, bietet jedoch zahlreiche Vorteile gegenüber dem bikondylären Oberflächenersatz. Zementfreie Implantate können auch bei Osteonekrose verwendet werden, wenn eine sichere primäre Fixation gewährleistet ist. Die mediale Arthrose mit Läsionen des vorderen Kreuzbands (VKB) ohne klinische Instabilität stellt keine Kontraindikation für den medialen Schlitten dar. Meniskuswurzelläsionen ohne höhergradige Arthrose bleiben eine absolute Grenzindikation für die endoprothetische Versorgung.
{"title":"Grenzindikationen für den medialen unikondylären Gelenkersatz","authors":"Wenzel Waldstein, Conradin Schweizer, Christian Merle, Peter R. Aldinger","doi":"10.1007/s00142-025-00799-7","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00799-7","url":null,"abstract":"<p>Der unikondyläre Gelenkersatz ist ein etabliertes Verfahren zur Therapie der anteromedialen Gonarthrose mit sehr guten funktionellen Ergebnissen und Prothesenstandzeiten. Die Grenzindikationen des Verfahrens erfordern im besonderen Maße eine differenzierte Indikationsstellung und Patientenselektion sowie genaue Kenntnisse über das verwendete Implantat.</p><p>Der Teilgelenkersatz ist auch bei Grenzindikationen eine erfolgreiche Behandlungsoption, und sollte aufgrund der niedrigen perioperativen Morbidität und Mortalität und guten funktionellen Ergebnissen fester Bestandteil der individuellen Therapieentscheidung sein.</p><p>Der unikondyläre Gelenkersatz (UKA) nach Umstellungsosteotomie ist technisch anspruchsvoll, bietet jedoch zahlreiche Vorteile gegenüber dem bikondylären Oberflächenersatz. Zementfreie Implantate können auch bei Osteonekrose verwendet werden, wenn eine sichere primäre Fixation gewährleistet ist. Die mediale Arthrose mit Läsionen des vorderen Kreuzbands (VKB) ohne klinische Instabilität stellt keine Kontraindikation für den medialen Schlitten dar. Meniskuswurzelläsionen ohne höhergradige Arthrose bleiben eine absolute Grenzindikation für die endoprothetische Versorgung.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 6","pages":"473 - 481"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-06","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145659428","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-06DOI: 10.1007/s00142-025-00774-2
Matthias J. Feucht
{"title":"Ist 60 das neue 30?","authors":"Matthias J. Feucht","doi":"10.1007/s00142-025-00774-2","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00774-2","url":null,"abstract":"","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 4","pages":"273 - 274"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-06","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145162490","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-08-06DOI: 10.1007/s00142-025-00803-0
Katharina Müller, Felix Dyrna
Ein 53-jähriger Patient beklagt 9 Jahre nach stattgehabter arthroskopischer Stabilisierung seines gesprengten linken Akromioklavikulargelenks (ACG) erneut Schmerzen in der linken Schulter. Ein Auslöser der Schmerzen oder adäquates Retrauma ist dabei nicht erinnerlich. In der Bildgebung zeigte sich eine Dislokation des inferioren DogBone-Buttons in den glenohumeralen Gelenkspalt. Nebenbefundlich stellte sich eine beginnende posttraumatische Omarthrose der gleichen Seite dar. Zur Bergung des gelösten Buttons wurde eine Arthroskopie des Schultergelenks durchgeführt, wodurch die Beschwerden des Patienten regredient waren.
{"title":"Dislozierter DogBone-Button nach arthroskopischer Schultereckgelenkstabilisierung","authors":"Katharina Müller, Felix Dyrna","doi":"10.1007/s00142-025-00803-0","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00803-0","url":null,"abstract":"<p>Ein 53-jähriger Patient beklagt 9 Jahre nach stattgehabter arthroskopischer Stabilisierung seines gesprengten linken Akromioklavikulargelenks (ACG) erneut Schmerzen in der linken Schulter. Ein Auslöser der Schmerzen oder adäquates Retrauma ist dabei nicht erinnerlich. In der Bildgebung zeigte sich eine Dislokation des inferioren DogBone-Buttons in den glenohumeralen Gelenkspalt. Nebenbefundlich stellte sich eine beginnende posttraumatische Omarthrose der gleichen Seite dar. Zur Bergung des gelösten Buttons wurde eine Arthroskopie des Schultergelenks durchgeführt, wodurch die Beschwerden des Patienten regredient waren.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 5","pages":"428 - 431"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-08-06","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00142-025-00803-0.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145204627","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}