Pub Date : 2025-04-14DOI: 10.1007/s00142-025-00768-0
Jonas Pallmann, Jens D. Agneskirchner
Der subakromiale Ballon-Spacer (InSpace; Fa. Stryker, USA) ist ein Implantat zur Behandlung von Patienten mit irreparablen Rotatorenmanschettenrupturen (RM-Rupturen). Er lässt sich arthroskopisch oder auch fluoroskopisch in Lokalanästhesie implantieren. Der Spacer ist eine Alternative zu gängigen Operationsverfahren wie Partialrekonstruktionen oder Débridements, kann aber auch als zusätzliche Prozedur verwendet werden. Die Mehrzahl der in den letzten 10 Jahren durchgeführten Studien zeigte eine Verbesserung der Funktion und der Schmerzsituation im kurz- bis mittelfristigen Nachuntersuchungsintervall. Kontraindikationen sind neben einer fortgeschrittenen Arthrose eine Pseudoparalyse und ein Riss der Subscapularissehne.
{"title":"Subakromialer Spacer bei massiven Rotatorenmanschettenrupturen","authors":"Jonas Pallmann, Jens D. Agneskirchner","doi":"10.1007/s00142-025-00768-0","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00768-0","url":null,"abstract":"<p>Der subakromiale Ballon-Spacer (InSpace; Fa. Stryker, USA) ist ein Implantat zur Behandlung von Patienten mit irreparablen Rotatorenmanschettenrupturen (RM-Rupturen). Er lässt sich arthroskopisch oder auch fluoroskopisch in Lokalanästhesie implantieren. Der Spacer ist eine Alternative zu gängigen Operationsverfahren wie Partialrekonstruktionen oder Débridements, kann aber auch als zusätzliche Prozedur verwendet werden. Die Mehrzahl der in den letzten 10 Jahren durchgeführten Studien zeigte eine Verbesserung der Funktion und der Schmerzsituation im kurz- bis mittelfristigen Nachuntersuchungsintervall. Kontraindikationen sind neben einer fortgeschrittenen Arthrose eine Pseudoparalyse und ein Riss der Subscapularissehne.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 3","pages":"228 - 232"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-14","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145143656","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-14DOI: 10.1007/s00142-025-00773-3
Marc Schnetzke, Sven Lichtenberg Dr. med.
Eine symptomatische Reruptur nach Rotatorenmanschettennaht stellt eine der häufigsten Komplikationen in der Schulterchirurgie dar. Neben der detaillierten Versagensanalyse ist eine sorgfältige Indikationsstellung zur Revisionsnaht erforderlich. Die Revisionsnaht ist ein technisch anspruchsvoller Eingriff, da das Sehnengewebe durch die Voroperation meist geschwächt, die Sehne weiter retrahiert und der Muskel weiter atrophiert ist. Im vorliegenden Artikel werden die Gründe für ein Versagen einer primären Naht und die Voraussetzungen und die Durchführung einer erfolgreichen Revisionsnaht der Rotatorenmanschette dargestellt.
{"title":"Von der Revisionsnaht zum Partialrepair","authors":"Marc Schnetzke, Sven Lichtenberg Dr. med.","doi":"10.1007/s00142-025-00773-3","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00773-3","url":null,"abstract":"<p>Eine symptomatische Reruptur nach Rotatorenmanschettennaht stellt eine der häufigsten Komplikationen in der Schulterchirurgie dar. Neben der detaillierten Versagensanalyse ist eine sorgfältige Indikationsstellung zur Revisionsnaht erforderlich. Die Revisionsnaht ist ein technisch anspruchsvoller Eingriff, da das Sehnengewebe durch die Voroperation meist geschwächt, die Sehne weiter retrahiert und der Muskel weiter atrophiert ist. Im vorliegenden Artikel werden die Gründe für ein Versagen einer primären Naht und die Voraussetzungen und die Durchführung einer erfolgreichen Revisionsnaht der Rotatorenmanschette dargestellt.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 3","pages":"198 - 205"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-14","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145143664","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-14DOI: 10.1007/s00142-025-00769-z
Olaf Lorbach, Michael Manzke
Die Rekonstruktion der Rotatorenmanschette mit gutem klinischem Ergebnis und erfolgreicher Sehnenheilung stellt gerade bei Patienten mit schlechteren biologischen Voraussetzungen eine Herausforderung dar. Die bioinduktive Sehnenaugmentation des Konstrukts könnte gerade in diesem Patientenkollektiv die Sehnenheilung positiv beeinflussen. Die diesbezüglich noch nicht ausreichende klinische Datenlage und die aktuell unbefriedigende Vergütungssituation limitieren allerdings den breiten Einsatz des Implantats auf selektive Fälle.
{"title":"Bioinduktive Sehnenaugmentation","authors":"Olaf Lorbach, Michael Manzke","doi":"10.1007/s00142-025-00769-z","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00769-z","url":null,"abstract":"<p>Die Rekonstruktion der Rotatorenmanschette mit gutem klinischem Ergebnis und erfolgreicher Sehnenheilung stellt gerade bei Patienten mit schlechteren biologischen Voraussetzungen eine Herausforderung dar. Die bioinduktive Sehnenaugmentation des Konstrukts könnte gerade in diesem Patientenkollektiv die Sehnenheilung positiv beeinflussen. Die diesbezüglich noch nicht ausreichende klinische Datenlage und die aktuell unbefriedigende Vergütungssituation limitieren allerdings den breiten Einsatz des Implantats auf selektive Fälle.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 3","pages":"215 - 219"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-14","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145143657","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-10DOI: 10.1007/s00142-025-00767-1
Lukas N. Münch, Lucca Lacheta, Bastian Scheiderer, Sebastian Siebenlist
Der Latissimus-dorsi-Transfer (LDT) und Lower-Trapezius-Transfer (LTT) haben sich als geeignete gelenkerhaltende Behandlungsoptionen bewiesen, um die aktive Außenrotationsfähigkeit und das Zusammenspiel der muskulären Kräftepaare bei insuffizienter posterosuperiorer Rotatorenmanschette wiederherzustellen. Diese Verfahren können bei isolierter Pseudoparese der Außenrotation bei aktiven Patienten < 65 Jahren ohne relevante Defektarthropathie (Hamada Stadium ≤ 2) durchgeführt werden. Auch wenn der LDT der am genauesten untersuchteste Sehnentransfer mit zufriedenstellenden Langzeitergebnissen ist, stellt er einen chirurgisch anspruchsvollen Eingriff mit flacher Lernkurve dar und benötigt eine überdurchschnittliche Compliance des Patienten. Anatomisch gesehen weist der LTT eine optimalere Positionierung auf, um die insuffiziente posterosuperiore Rotatorenmanschette zu imitieren, da der resultierende Kraftvektor nahezu parallel zu dem des nativen Infraspinatus verläuft. Die kurz- bis mittelfristigen klinischen Ergebnisse nach LTT sind überzeugend, einschließlich signifikanter Verbesserungen des Bewegungsumfangs der Schulter, der funktionellen Scores und der Schmerzlinderung. Der arthroskopisch-assistierte LTT zeigt im Vergleich zum LDT nach einem Minimum-Follow-up von 2 Jahren signifikant bessere funktionelle Scores, eine bessere aktive Außenrotationsfähigkeit sowie eine signifikant geringere Arthroseprogression. Kürzlich wurde zudem für isolierte irreparable Supraspinatussehnenrupturen der Middle-Trapezius-Transfer (MTT) vorgeschlagen. Die Rationale hierfür ist die anatomisch annährend parallele Zugrichtung des mittleren Trapeziusanteils zur Supraspinatussehne, was in einer anatomischen Machbarkeitsstudie bestätigt werden konnte. Der MTT befindet sich jedoch aufgrund der stark limitierten klinischen Erfahrung bezüglich zu erwartender Ergebnisse noch in der experimentellen Phase.
{"title":"Muskel-Sehnen-Transfer-Optionen bei irreparabler posterosuperiorer Rotatorenmanschettenruptur","authors":"Lukas N. Münch, Lucca Lacheta, Bastian Scheiderer, Sebastian Siebenlist","doi":"10.1007/s00142-025-00767-1","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00767-1","url":null,"abstract":"<p>Der Latissimus-dorsi-Transfer (LDT) und Lower-Trapezius-Transfer (LTT) haben sich als geeignete gelenkerhaltende Behandlungsoptionen bewiesen, um die aktive Außenrotationsfähigkeit und das Zusammenspiel der muskulären Kräftepaare bei insuffizienter posterosuperiorer Rotatorenmanschette wiederherzustellen. Diese Verfahren können bei isolierter Pseudoparese der Außenrotation bei aktiven Patienten < 65 Jahren ohne relevante Defektarthropathie (Hamada Stadium ≤ 2) durchgeführt werden. Auch wenn der LDT der am genauesten untersuchteste Sehnentransfer mit zufriedenstellenden Langzeitergebnissen ist, stellt er einen chirurgisch anspruchsvollen Eingriff mit flacher Lernkurve dar und benötigt eine überdurchschnittliche Compliance des Patienten. Anatomisch gesehen weist der LTT eine optimalere Positionierung auf, um die insuffiziente posterosuperiore Rotatorenmanschette zu imitieren, da der resultierende Kraftvektor nahezu parallel zu dem des nativen Infraspinatus verläuft. Die kurz- bis mittelfristigen klinischen Ergebnisse nach LTT sind überzeugend, einschließlich signifikanter Verbesserungen des Bewegungsumfangs der Schulter, der funktionellen Scores und der Schmerzlinderung. Der arthroskopisch-assistierte LTT zeigt im Vergleich zum LDT nach einem Minimum-Follow-up von 2 Jahren signifikant bessere funktionelle Scores, eine bessere aktive Außenrotationsfähigkeit sowie eine signifikant geringere Arthroseprogression. Kürzlich wurde zudem für isolierte irreparable Supraspinatussehnenrupturen der Middle-Trapezius-Transfer (MTT) vorgeschlagen. Die Rationale hierfür ist die anatomisch annährend parallele Zugrichtung des mittleren Trapeziusanteils zur Supraspinatussehne, was in einer anatomischen Machbarkeitsstudie bestätigt werden konnte. Der MTT befindet sich jedoch aufgrund der stark limitierten klinischen Erfahrung bezüglich zu erwartender Ergebnisse noch in der experimentellen Phase.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 3","pages":"220 - 227"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-10","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145142853","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-10DOI: 10.1007/s00142-025-00766-2
Felix Ferner, Jörg Dickschas
Es stellt sich die Frage, ob bei fokal begrenzten chondralen oder osteochondralen Läsionen am Kniegelenk der fokale metallische Oberflächenersatz (Small Implant) eine sinnvolle operative Alternative zur klassischen Teilprothese darstellt.
Die Implantate werden im Bereich der Femurkondylen oder der Trochlea über eine Mini-Arthrotomie eingebracht. Es werden zwei Gruppen unterschieden: Standard-Implantate verschiedener Größen und patientenspezifische Implantate mit Instrumenten. Beide Implantate erlauben eine sofortige Vollbelastung ohne Restriktion der Belastung oder der Beweglichkeit.
Die klinischen mittelfristigen Ergebnisse sind bei Beachtung der Kontraindikationen gut, mit einer geringen Revisionsrate und einem guten klinischen Ergebnis; Langzeitergebnisse stehen noch aus.
Bei fokalen (osteo)chondralen Läsionen und Kontraindikationen für ein biologisches Knorpelverfahren stellt der fokale metallische Oberflächenersatz ein sicheres Verfahren dar mit guten mittelfristigen Ergebnissen. Die Kontraindikationen müssen dabei unbedingt beachtet werden, weshalb die Small Implants weiterhin eine praktikable Nischenlösung bleiben werden, bei denen der biologische Knorpelersatz nicht mehr und die klassische Teilprothese noch nicht indiziert ist.
{"title":"Fokaler metallischer Oberflächenersatz","authors":"Felix Ferner, Jörg Dickschas","doi":"10.1007/s00142-025-00766-2","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00766-2","url":null,"abstract":"<p>Es stellt sich die Frage, ob bei fokal begrenzten chondralen oder osteochondralen Läsionen am Kniegelenk der fokale metallische Oberflächenersatz (Small Implant) eine sinnvolle operative Alternative zur klassischen Teilprothese darstellt.</p><p>Die Implantate werden im Bereich der Femurkondylen oder der Trochlea über eine Mini-Arthrotomie eingebracht. Es werden zwei Gruppen unterschieden: Standard-Implantate verschiedener Größen und patientenspezifische Implantate mit Instrumenten. Beide Implantate erlauben eine sofortige Vollbelastung ohne Restriktion der Belastung oder der Beweglichkeit.</p><p>Die klinischen mittelfristigen Ergebnisse sind bei Beachtung der Kontraindikationen gut, mit einer geringen Revisionsrate und einem guten klinischen Ergebnis; Langzeitergebnisse stehen noch aus.</p><p>Bei fokalen (osteo)chondralen Läsionen und Kontraindikationen für ein biologisches Knorpelverfahren stellt der fokale metallische Oberflächenersatz ein sicheres Verfahren dar mit guten mittelfristigen Ergebnissen. Die Kontraindikationen müssen dabei unbedingt beachtet werden, weshalb die Small Implants weiterhin eine praktikable Nischenlösung bleiben werden, bei denen der biologische Knorpelersatz nicht mehr und die klassische Teilprothese noch nicht indiziert ist.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 4","pages":"314 - 318"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-10","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145163783","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-07DOI: 10.1007/s00142-025-00765-3
Christian Egloff, Anna Bartsch Dr. med.
Knorpelläsionen im Bereich des Kniegelenks sind häufige Verletzungen in der orthopädischen Praxis. Die intrinsische Regenerationsfähigkeit des artikulären Knorpelgewebes ist stark limitiert, wodurch in vielen Fällen ein operatives Vorgehen zur Wiederherstellung der Gelenkfunktion indiziert sein kann. Ziel ist es, die Symptome der Patienten und die Funktionalität des Gelenks zu verbessern und das Fortschreiten der Kniearthrose zu verzögern. Die Wirksamkeit knorpelrekonstruktiver Verfahren bei tibiofemoralen Läsionen ist gut belegt, während Evidenz zu patellofemoralen Interventionen begrenzt und kontrovers ist. Die komplexe Biomechanik und Morphologie des patellofemoralen Gelenks erschwert die Knorpelchirurgie, wodurch die Ergebnisse im Vergleich zur Behandlung von Läsionen des Tibiofemoralgelenks schlechter ausfallen. Darüber hinaus sollte bei Vorliegen pathologischer Deformitäten die patellofemorale Knorpelrekonstruktion mit Verfahren wie einer Tuberositas-tibiae-Osteotomie und/oder anderen Umstellungsosteotomien kombiniert werden. Wenn die o. g. Strategien versagen oder sich eine schwere Arthrose entwickelt und konservative Verfahren nicht möglich sind, kann die Arthroplastik in Betracht gezogen werden. In dieser Übersicht sollen die aktuellen Konzepte der konservativen und chirurgischen Behandlung von patellofemoralen Knorpelläsionen kritisch beleuchtet, die neuesten klinischen Erkenntnisse dargestellt und potenzielle Zukunftsperspektiven in diesem Bereich beschrieben werden.
{"title":"Therapie der patellofemoralen Knorpeldegeneration","authors":"Christian Egloff, Anna Bartsch Dr. med.","doi":"10.1007/s00142-025-00765-3","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00765-3","url":null,"abstract":"<p>Knorpelläsionen im Bereich des Kniegelenks sind häufige Verletzungen in der orthopädischen Praxis. Die intrinsische Regenerationsfähigkeit des artikulären Knorpelgewebes ist stark limitiert, wodurch in vielen Fällen ein operatives Vorgehen zur Wiederherstellung der Gelenkfunktion indiziert sein kann. Ziel ist es, die Symptome der Patienten und die Funktionalität des Gelenks zu verbessern und das Fortschreiten der Kniearthrose zu verzögern. Die Wirksamkeit knorpelrekonstruktiver Verfahren bei tibiofemoralen Läsionen ist gut belegt, während Evidenz zu patellofemoralen Interventionen begrenzt und kontrovers ist. Die komplexe Biomechanik und Morphologie des patellofemoralen Gelenks erschwert die Knorpelchirurgie, wodurch die Ergebnisse im Vergleich zur Behandlung von Läsionen des Tibiofemoralgelenks schlechter ausfallen. Darüber hinaus sollte bei Vorliegen pathologischer Deformitäten die patellofemorale Knorpelrekonstruktion mit Verfahren wie einer Tuberositas-tibiae-Osteotomie und/oder anderen Umstellungsosteotomien kombiniert werden. Wenn die o. g. Strategien versagen oder sich eine schwere Arthrose entwickelt und konservative Verfahren nicht möglich sind, kann die Arthroplastik in Betracht gezogen werden. In dieser Übersicht sollen die aktuellen Konzepte der konservativen und chirurgischen Behandlung von patellofemoralen Knorpelläsionen kritisch beleuchtet, die neuesten klinischen Erkenntnisse dargestellt und potenzielle Zukunftsperspektiven in diesem Bereich beschrieben werden.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 4","pages":"307 - 313"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-07","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145162890","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-07DOI: 10.1007/s00142-025-00760-8
Markus-Johannes Rueth, Philipp Koehl MHBA, Alexander Schuh
Die Frozen Shoulder (FS; Synonym: Capsulitis adhaesiva) ist eine selbstlimitierende Erkrankung des Schultergelenks, die sich durch eine schmerzhafte aktive und passive Bewegungseinschränkung äußert. Es werden eine primäre und sekundäre Form der FS unterschieden. Die primäre FS zeigt einen typisch phasenhaften Verlauf: einsteifende Phase („freezing“), steife Phase („frozen“) und auftauende Phase („thawing“). Die Prävalenz der FS beträgt 2–5 % und tritt gehäuft im mittleren Lebensalter (40–60 Jahre) und häufiger bei Frauen (Verhältnis ca. 3:2) auf. Die FS wird primär klinisch im Codman-Handgriff diagnostiziert, daher kommt der Anamneseerhebung und körperlichen Untersuchung eine besondere Bedeutung zu. Die Magnetresonanztomographie (MRT) gilt als Standardmethode in der bildgebenden Diagnostik der FS. Die konservative Therapie sollte ursachen- und stadienabhängig initiiert werden und hat zum Ziel, den Verlust des Bewegungsumfangs einzugrenzen bzw. zu verhindern. Die primäre Form der FS hat bei konservativer Therapie eine gute Prognose, aber oft einen langwierigen Verlauf mit langer Arbeitsunfähigkeit. Eine Operation sollte in Abhängigkeit vom individuellen Leidensdruck, bei therapierefraktärem Verlauf trotz adäquater konservativer Therapie erfolgen.
{"title":"Frozen Shoulder","authors":"Markus-Johannes Rueth, Philipp Koehl MHBA, Alexander Schuh","doi":"10.1007/s00142-025-00760-8","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00760-8","url":null,"abstract":"<p>Die Frozen Shoulder (FS; Synonym: Capsulitis adhaesiva) ist eine selbstlimitierende Erkrankung des Schultergelenks, die sich durch eine schmerzhafte aktive und passive Bewegungseinschränkung äußert. Es werden eine primäre und sekundäre Form der FS unterschieden. Die primäre FS zeigt einen typisch phasenhaften Verlauf: einsteifende Phase („freezing“), steife Phase („frozen“) und auftauende Phase („thawing“). Die Prävalenz der FS beträgt 2–5 % und tritt gehäuft im mittleren Lebensalter (40–60 Jahre) und häufiger bei Frauen (Verhältnis ca. 3:2) auf. Die FS wird primär klinisch im Codman-Handgriff diagnostiziert, daher kommt der Anamneseerhebung und körperlichen Untersuchung eine besondere Bedeutung zu. Die Magnetresonanztomographie (MRT) gilt als Standardmethode in der bildgebenden Diagnostik der FS. Die konservative Therapie sollte ursachen- und stadienabhängig initiiert werden und hat zum Ziel, den Verlust des Bewegungsumfangs einzugrenzen bzw. zu verhindern. Die primäre Form der FS hat bei konservativer Therapie eine gute Prognose, aber oft einen langwierigen Verlauf mit langer Arbeitsunfähigkeit. Eine Operation sollte in Abhängigkeit vom individuellen Leidensdruck, bei therapierefraktärem Verlauf trotz adäquater konservativer Therapie erfolgen.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 3","pages":"257 - 261"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-07","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145142485","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}
Pub Date : 2025-04-04DOI: 10.1007/s00142-025-00762-6
Caroline Voigt, Thomas Tischer, Sina Gräber, Christoph Lutter, Andrzej Jasina
Nach Diagnosestellung einer Früharthrose, die mit einer Gonalgie, Arthrosezeichen in der Röntgendiagnostik sowie Veränderungen des Knorpels und/oder Meniskusdegenerationen einhergeht, wird kontrovers über eine intraartikuläre Gelenkinjektion diskutiert. Die Indikation sollte streng geprüft und der Patient über Risiken wie z. B. Progredienz der Arthrose aufgeklärt werden. Die Injektion muss unter streng aseptischen Bedingungen erfolgen, um das Risiko einer septischen Arthritis zu minieren. Zugelassene Präparate wie Kortikosteroide wirken entzündungshemmend und immunmodulierend. Eine bedingte Empfehlung zur intraartikulären Injektion bei Gonarthrose wurde durch die die Osteoarthritis Research Society International (OARSI) 2019 zur akuten und kurzfristigen Schmerzlinderung ausgesprochen. Auch über die Injektion von Hyaluronsäure wird ausführlich diskutiert. Mehrere Studien beschreiben eine Schmerzlinderung und Verbesserung der Funktion des Kniegelenks nach Injektion bei einem geringen Nebenwirkungspotenzial, sodass ebenfalls eine bedingte Empfehlung durch die OARSI ausgesprochen wurde. In den letzten Jahren zunehmend präsenter sind die Diskussionen über PRP. Plättchenreiches Plasma („platelet-rich plasma“) ist ein Plasma-Thrombozyten-Konzentrat, das aus dem Patientenblut durch Zentrifugieren hergestellt wird. Nach Konsensus der European Society of Sports Traumatology, Knee Surgery & Arthroscopy (ESSKA) und International Cartilage Regeneration & Joint Preservation Society (ICRS) wird seit 2024 die Injektion von PRP bei Patienten unter 80 Jahren mit einer Gonarthrose Kellgren-Lawrence Stadium 0–III nach therapierefraktärer konservativer Therapie mit einem Evidenzlevel Grad I empfohlen. Die intraartikuläre Injektion von alternativen Präparaten wie Ozon, mesenchymalen Stammzellen oder Zytokininhibitoren sind zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der noch nicht ausreichenden Datenlage oder nicht ausreichend belegten klinischen Wirkung nicht empfohlen. Bezüglich der Betreuung von Sportlern sollten die Antidopingbestimmungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) beachtet werden.
在诊断出早期关节病后,伴有淋病、x光检查中的关节症状、软骨变化和/或半月板退化,关节内关节注射是一个有争议的问题。Die Indikation sollte streng geprüft und der Patient über Risiken wie z. B. 关节炎的进展。注射必须在严格的无菌条件下进行,以降低感染性关节炎的风险。被批准的药物,如皮质类固醇,具有抗炎和免疫调节作用。国际骨关节炎研究学会(OARSI)于2019年发布了一项有条件的建议,用于治疗骨关节炎的关节内注射,以缓解急性和短期疼痛。透明质酸的注射也被广泛讨论。几项研究描述了注射后疼痛减轻和膝关节功能改善,副作用很小,因此OARSI也给出了有条件的建议。近年来,关于PRP的讨论越来越多。富血小板血浆是一种血浆血小板浓缩物,通过离心从患者的血液中提取。西方共识后欧洲的体育Traumatology,膝Surgery & Arthroscopy (ESSKA)和国际Cartilage再生&联合保护协会(ICRS)将从注射2024年的PRP在80岁以下病人有一名Gonarthrose Kellgren-Lawrence阶段0-III therapierefraktärer保守治疗之后的Evidenzlevel推荐度I .由于数据不足或临床效果不充分,目前不推荐关节内注射臭氧、间充质干细胞或细胞因子抑制剂等替代药物。关于运动员的护理,应遵守世界反兴奋剂机构(WADA)的反兴奋剂规定。
{"title":"Injektionstherapie bei Früharthrose","authors":"Caroline Voigt, Thomas Tischer, Sina Gräber, Christoph Lutter, Andrzej Jasina","doi":"10.1007/s00142-025-00762-6","DOIUrl":"10.1007/s00142-025-00762-6","url":null,"abstract":"<p>Nach Diagnosestellung einer Früharthrose, die mit einer Gonalgie, Arthrosezeichen in der Röntgendiagnostik sowie Veränderungen des Knorpels und/oder Meniskusdegenerationen einhergeht, wird kontrovers über eine intraartikuläre Gelenkinjektion diskutiert. Die Indikation sollte streng geprüft und der Patient über Risiken wie z. B. Progredienz der Arthrose aufgeklärt werden. Die Injektion muss unter streng aseptischen Bedingungen erfolgen, um das Risiko einer septischen Arthritis zu minieren. Zugelassene Präparate wie Kortikosteroide wirken entzündungshemmend und immunmodulierend. Eine bedingte Empfehlung zur intraartikulären Injektion bei Gonarthrose wurde durch die die Osteoarthritis Research Society International (OARSI) 2019 zur akuten und kurzfristigen Schmerzlinderung ausgesprochen. Auch über die Injektion von Hyaluronsäure wird ausführlich diskutiert. Mehrere Studien beschreiben eine Schmerzlinderung und Verbesserung der Funktion des Kniegelenks nach Injektion bei einem geringen Nebenwirkungspotenzial, sodass ebenfalls eine bedingte Empfehlung durch die OARSI ausgesprochen wurde. In den letzten Jahren zunehmend präsenter sind die Diskussionen über PRP. Plättchenreiches Plasma („platelet-rich plasma“) ist ein Plasma-Thrombozyten-Konzentrat, das aus dem Patientenblut durch Zentrifugieren hergestellt wird. Nach Konsensus der European Society of Sports Traumatology, Knee Surgery & Arthroscopy (ESSKA) und International Cartilage Regeneration & Joint Preservation Society (ICRS) wird seit 2024 die Injektion von PRP bei Patienten unter 80 Jahren mit einer Gonarthrose Kellgren-Lawrence Stadium 0–III nach therapierefraktärer konservativer Therapie mit einem Evidenzlevel Grad I empfohlen. Die intraartikuläre Injektion von alternativen Präparaten wie Ozon, mesenchymalen Stammzellen oder Zytokininhibitoren sind zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der noch nicht ausreichenden Datenlage oder nicht ausreichend belegten klinischen Wirkung nicht empfohlen. Bezüglich der Betreuung von Sportlern sollten die Antidopingbestimmungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) beachtet werden.</p>","PeriodicalId":42773,"journal":{"name":"ARTHROSKOPIE","volume":"38 4","pages":"280 - 285"},"PeriodicalIF":0.1,"publicationDate":"2025-04-04","publicationTypes":"Journal Article","fieldsOfStudy":null,"isOpenAccess":false,"openAccessPdf":"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00142-025-00762-6.pdf","citationCount":null,"resultStr":null,"platform":"Semanticscholar","paperid":"145161544","PeriodicalName":null,"FirstCategoryId":null,"ListUrlMain":null,"RegionNum":0,"RegionCategory":"","ArticlePicture":[],"TitleCN":null,"AbstractTextCN":null,"PMCID":"OA","EPubDate":null,"PubModel":null,"JCR":null,"JCRName":null,"Score":null,"Total":0}