Postoperative Neuralgien sind häufige Komplikationen nach orthopädischen Operationen, insbesondere nach Eingriffen am Kniegelenk. Dieser Fallbericht stellt die Behandlung eines 45-jährigen Patienten mit Onabotulinumtoxin A nach einer komplexen Kniegelenksoperation und postoperativer Nervus Saphenus-Neuralgie dar.
Der Patient erlitt eine komplexe Verletzung des rechten Kniegelenkes, einschließlich Riss des vorderen Kreuzbandes und des Innenbandes sowie Avulsion der anteromedialen Gelenkkapsel. Im postoperativen Verlauf nach Kreuzbandersatz mit Quadrizepssehne und offenem Innenbandersatz mit Gracilissehne, entwickelte der Patient starke neuropathische Schmerzen (Allodynie, brennende Missempfindungen) an der Innenbandnarbe. Zunächst wurde mit Lokalanästhetika, Pregabalin und Tramadol behandelt. Bei ausbleibendem Therapieerfolg wurde 3 Wochen postoperativ eine subkutane Injektion mit 30 Einheiten Onabotulinumtoxin A (Xeomin) durchgeführt, was zu einer raschen Verbesserung der Symptome und nahezu vollständigem Rückgang insbesondere der Allodynie führte. Nach ca. 6 Monaten kam es wieder zu einer Schmerzverstärkung insbesondere der Allodynie. Eine erneute Injektionsbehandlung mit 30 Einheiten Onabotulinumtoxin A führte erneut zu oben beschriebener deutlicher Beschwerdebesserung.
Die Anwendung von Onabotulinumtoxin Typ A könnte eine effektive Therapieoption zur Behandlung postoperativer neuropathischer Schmerzen sein, insbesondere in Fällen, die auf herkömmliche medikamentöse und physiotherapeutische Behandlungen nicht ansprechen. Weitere Forschung ist nötig, um die Reproduzierbarkeit des Therapieerfolges zu überprüfen und optimale Dosierungen und ggf. auch Injektionsintervalle zu bestimmen.
扫码关注我们
求助内容:
应助结果提醒方式:
